Bürger- und Fachwerkhäuser

In der mittelalterlichen Reichsstadt Mühlhausen gibt es zahlreiche historische Bürger- und Fachwerkhäuser. Nachfolgend finden Sie eine kleine Auswahl.

Ehemaliges Postgebäude auf dem Obermarkt
Ehemaliges Postgebäude auf dem Obermarkt: 1577/78 wurde mit den abgebrochenen Steinen der Johanniskirche der Vorgängerbau Fleischhaus errichtet worden. 1880-1882 wird auf der Stelle des einstigen Gildehauses der Fleischhauer das neue "kaiserliche Post- und Telegraphenamt" erbaut. Foto: Barbara Neumann
„Gasthaus zum Schiffchen“, Görmarstraße 68
„Gasthaus zum Schiffchen“, Görmarstraße 68: Das Vorderhaus wurde Mitte des 18. Jahrhunderts erbaut und als Gasthaus genutzt, danach Nutzung als Gerberei bis Mitte des 20. Jahrhunderts. Foto: Ute Helbing
Wohnhaus von Thomas Müntzer, Bei der Marienkirche 7-9
Wohnhaus von Thomas Müntzer, Bei der Marienkirche 7-9: das Haus war von der Mitte des 13. bis Mitte 16. Jh. Sitz der Deutschordensherren in der Oberstadt. Von Feb. 1525 bis Mai 1525 wird es das Wohnhaus Thomas Müntzers. Nach Weggang des Dt. Ordens wird es Pfarrhaus von St. Marien bis 1975. 1689 wurde das Gebäude beim Stadtbrand stark zerstört. 1599 kauft der MHL Rat das gesamte Anwesen. Am 28.01.1800 wurde Friedrich August Stüler hier geboren. Heute ist es Kirchliches Verwaltungsamt für den UH-Kreis. Foto: Cindy Michael
Küsterhaus, Johann-Sebastian-Bach-Platz 3
Küsterhaus, Johann-Sebastian-Bach-Platz 3:Nach Holzaltersbestimmung wird das Baujahr auf 1742 datiert. Das innen weitgehend veränderte Fachwerkgebäude besticht in seinem Gebäudeäußeren durch die schlichte Fachwerkkonstruktion mit bündig schließenden Stockwerken unter einem Walmdach. In dem ehemaligen "Küsterhaus" der Kirchengemeinde Divi-Blasii wurde im oberen Stockwerk 2012 eine Ferienwohnung integriert. Foto: Christin Müller
Farbenhaus-Cramer, Untermarkt 6
Farbenhaus-Cramer, Untermarkt 6: 1562/63 als erstes evangelisches Gymnasium unter dem Patronat des Deutschen Ordens eröffnet, bis 1580 aber nur genutzt. Seit 1604 ist das Gebäude im Privatbesitz verschiedener Eigentümer, seit 1961 Firmensitz Cramer. Foto: Christin Müller
Steinweg 65/Breitenstr.1 „Mühlhäuser Hof“
Steinweg 65/Breitenstr.1 „Mühlhäuser Hof“: wurde auf dem Gelände des ehemaligen Dominikaner Klosters 1689 nach dem großen Stadtbrand errichtet, Hauptgebäude Barockstil. Im 19. Jhd. Bierbrauerei mit Ausschank, Gaststätte und seit 03/2006 Vier-Sterne-Hotel. Foto: Christin Müller
Zellscher Hof, Holzstraße 1
Zellscher Hof, Holzstraße 1: erbaut 1658-60 anstelle des 1649 abgebrannten Stadthofes des Eichsfeldklosters Zella. War ein Vorbild vieler Mühlhäuser Bürgerhäuser, im 18. Jhd. Turn- und Taxischer Posthof. Mit der Säkularisation des Klosters ist es 1810 in Privateigentum übergegangen. Die beiden In Stein gehauenen Rosetten erinnern an die alte Braugerechtigkeit in Mühlhausen. In diesem historischen Gebäude befand sich 1937 ein Autowaschplatz, eine Reparaturwerkstatt und eine Tankstelle. Foto: Ute Helbing
Brauhaus zum Löwen, Felchtaer Straße 2-4
Brauhaus zum Löwen, Felchtaer Straße 2-4: Vorgängerbau der "Löwenapotheke", erbaut in der 2. Hälfte des 16. Jhd. Die Pfeilerhalle und das Nachbarhaus wurden in den Neubau von 1707-1713 einbezogen. 1992/1993 erfolgte eine umfassende Sanierung. Heute ist das Gebäude das Mühlhäuser Brauhaus zum Löwen***. Foto: Brauhaus zum Löwen
Steinweg 84 Fachwerkhaus („Viba“)
Steinweg 84 Fachwerkhaus („Viba“): wurde 1689 gebaut. Ein marmoriertes Fachwerk, Eierstab und Palmettenstab zieren das Gebäude. Das Fachwerk wurde 1993 freigelegt. Foto: Christin Müller
Altes Fachwerkhaus mit „Sonnen“-Motiven, Jakobistraße 8
Altes Fachwerkhaus mit „Sonnen“-Motiven, Jakobistraße 8: erbaut 1571, gilt in MHL als "einziger bescheidener Ableger des niedersächsischen Fachwerkstils des 16. Jh." Auffällig sind die niedersächsischen Schmuckformen, wie die Fächerrosette - " halbe Sonnen- oder Sonnenscheiben" oberhalb des stark durchgebogenen Balkens. Weiterhin befinden sich Zahnschnitt und runder Taustab als Fachwerk am Haus. Foto: Christin Müller
Untermarkt 16 "Tilesius Haus"
Untermarkt 16 "Tilesius Haus": wurde 1729 im Rokoko-Stil erbaut. Der Bewohner Adolph Gottlieb Tilesius war der letzte Bürgermeister (1794-1802) der Freien Reichsstadt Mühlhausen. Foto: Christin Müller
Bäckerei Thiele, jetzt Stilzebach, Untermarkt 15
Bäckerei Thiele, jetzt Stilzebach, Untermarkt 15:seit vielen Jahrhunderten eine Bäckerei. Das heutige Gebäude ist von 1631, das verputzte Fachwerk mit den Andreaskreuzen wurde 1952 freigelegt, ein geschnitzter Neidkopf befindet sich an der Hausecke. Foto: Christin Müller
Steinweg 33 „Koffer-Beyreiß“
Steinweg 33 „Koffer-Beyreiß“: wurde 1902 im Jugendstil erbaut, Fachwerkerker mit Farbfenstern, „Bienenkorb“ unter dem Erker an der Hausecke. Seit 1930 befindet sich in dem Gebäude das Lederwarengeschäft Beyreiß. Foto: Christin Müller
Ehemaliges Gerberinnungshaus, Entenbühl 3
Ehemaliges Gerberinnungshaus, Entenbühl 3: stammt im wesentlichen aus dem Jahre 1689. Erworben wurde das Gebäude durch die Gerberfamilie Demme vermutlich 1744 (Schlußstein über der Tür). Bereits 1752 wurde das traufständige Gebäude um das 2. Obergeschoß aufgestockt. Eine weitere Aufstockung bis zum First erfolgte 1887. Das teilweise einsturzgefährdete Haus wurde 1999/2000 aufwendig saniert. Foto: Christin Müller
Steinweg 78 „Goldschmiede“
Steinweg 78 „Goldschmiede“–„schmalstes Haus“ mit 4,25 m Länge, 70 Stufen vom Keller bis zum Dach.Das Haus wurde im 17. Jhd. gebaut und 1906 umgebaut. Viele Jahrzehnte wurde es von Hutmachergeschäften genutzt, im Jahr 2000 saniert. Seit 2006 befindet sich die Goldschmiede in dem Gebäude. Foto: Christin Müller
„Beuren-Hof“ Untermarkt Nr. 7
„Beuren-Hof“ Untermarkt Nr. 7: 1251 Kauf des Freihofes durch das Zisterzienserinnen-Kloster Beuren. In der Kaufurkunde werden erstmals Bürgermeister und Rat von Mühlhausen erwähnt. 1609 Verkauf des Klostergutes. 1660 Rückkauf durch das wieder entstandene Kloster. 1810 Aufhebung des Klosters und Verkauf in Privathand. Foto: Christin Müller