Pressemitteilung

Aktionsbündnis "Pro Kreisstadt Mühlhausen" bittet Bürgerinnen und Bürger um Unterstützung

Gemeinsam wollen wir uns für die Kreisstadt Mühlhausen stark machen. Dabei bittet das Aktionsbündnis "Pro Kreisstadt Mühlhausen" um Hilfe!

Mühlhausen ist die zentrale Stadt in der Region Unstrut-Hainich/Eichsfeld. Zudem ist Mühlhausen (34.500 Einwohner) die mit Abstand größte Stadt (Leinefelde-Worbis: 18.700 Einwohner, Bad Langensalza: 17.500 Einwohner, Heiligenstadt: 16.800 Einwohner).

„Verwaltungs-, Funktional- und Gebietsreform“ klingt bürokratisch und weit weg von unserem Alltag. Doch diese Reform durch die Thüringer Landesregierung wird die Kommunalverwaltung weitreichend verändern, neue Kreisgrenzen und auch Neuerungen bei den Kreisstädten mit sich bringen.

Die Folgen für Mühlhausen und die Bürgerinnen und Bürger sind enorm. Bei der Neugestaltung der Kreise ist ein Zusammenschluss von Unstrut-Hainich-Kreis und Landkreis Eichsfeld vorgesehen und für Ende März 2017 hat die Landesregierung eine Kabinettsvorlage zur Bestimmung der Kreisstadt geplant.

Für uns steht fest: Nur die Kreisstadt Mühlhausen entspricht der Lebenswirklichkeit in der Region. Mühlhausen ist das wirtschaftliche, kulturelle und soziale Zentrum im Nordwesten Thüringens – und muss es bleiben!

Das „Aktionsbündnis Pro Kreisstadt Mühlhausen“ macht sich deshalb für Mühlhausen stark. Gemeinsam wollen wir deutliche Zeichen setzen:

 

19.04.2017 Etappenziel erreicht: Mühlhausen soll nach Plänen der Landesregierung Kreisstadt bleiben

Bei der Vorstellung der Pläne für die Kreisgebietsreform schlägt das Thüringer Innenministerium Mühlhausen als Kreisstadt in einem künftigen aus Eichsfeld- und Unstrut-Hainich-Kreis zu bildenden Landkreis vor.

 

Am 02.04.2017 ab 11 Uhr bei einer Sternwanderung

Für den 2. April 2017 lud das Aktionsbündnis zu einer Sternwanderung unter dem Motto „Wir gehen dem Eichsfeld entgegen“ ein. Von Mühlhausen aus machten sich mehrere hundert Teilnehmer per Fahrrad, wandernd oder joggend auf den Weg durch die frühlingserwachte Natur gen Stadtwald.

Die Wanderer starteten am Schwanenteich, die Läufer am Stadion an der Aue und die Radfahrer am Rathaus. Gemeinsames Ziel war das Weiße Haus im Stadtwald, wo als abschließende Aktion eine besondere Eiersuche für die Kinder auf dem Programm stand: Zum Vorschein kamen nicht nur Süßigkeiten, sondern auch Botschaften zum Erhalt der Kreisstadt Mühlhausen.

 

 

Am 11.03.2017 ab 10.30 Uhr beim Bürgerfest "Mühlhausen muss Kreisstadt bleiben"

Musiker, Künstler, Vereine und Verbände präsentierten sich am Obermarkt vielstimmig für die Kreisstadt Mühlhausen.

Das Aktionsbündnis „Pro Kreisstadt Mühlhausen“ lädt am Samstag (11.3.2017) zu einem Bürgerfest. Bereits ab 10 Uhr werden Samba-Trommler rund um den Steinweg ordentlich Stimmung für den Erhalt der Kreisstadt machen. Von 10.30 Uhr bis 14 Uhr wartet dann auf dem Obermarkt ein abwechslungsreichen Bühnenprogramm, unter anderem mit Mr. Radio & Friends, Miles Shane, dem Trommlerzug Mulhusia, dem Spielmannszug Sachsensiedlung, Pipes & Drums, und Aufführungen der Kitas Butzemannhaus und Zwergenland.

 

Programmplanungen Bühne Obermarkt (Änderungen vorbehalten):

ab 10.00 Uhr: Samba-Trommler Körner (spielen von der Stätte bis zum Obermarkt, um Publikum auf das Bürgerfest aufmerksam zu machen)

10.15 Uhr: Schülerorchester der Kreismusikschule J. S. Bach

10.30 Uhr: Trommlerzug Mulhusia, anschl. Rede Oberbürgermeister Dr. Johannes Bruns und weitere Redner des Aktionsbündnisses, anschl. Mr. Radio (Mario Meinel) mit Freunden B. Wuttke, D. Groß

11.00 Uhr: „Grashüpfer-Gruppe“ der Kita Butzemannhaus

11.15 Uhr: Pipes & Drums

11.45 Uhr: Chor Harmonie, anschl. Mr. Radio & Friends

12.00 Uhr: Kita Zwergenland, anschl. Mr. Radio & Friends

12.30 Uhr: Miles Shane (vor der Bühne – Obermarkt)

12.45 Uhr: Rollstuhltanz (Steinweg vor Obermarkt-Brunnen), anschl. Mr. Radio & Friends

13.30 Uhr: Seniorentanz (Steinweg vor Obermarkt-Brunnen), anschl. Mr. Radio & Friends

ca. 14 Uhr: Abschluss mit Spielmannszug Sachsensiedlung

 

Teilnehmer/Aktionen auf dem Obermarkt und am Steinweg:

- Tourist Information

- Bildungswerk Thüringer Wirtschaft mit Buttonmaschine

- Verein XXL

- Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

- Frauenring

- Seniorenvertretung

- Luftballon-Figuren modellieren

- MGH Bastelaktion

- Kinderschminken mit der Kita Uferknirpse

- 3 K

- Boxsportverein

- Riesen-Dartspiel

 

Kinderaktionen auf dem Steinweg (Höhe Drogerie Müller):

- Kinderkarussell

- Mini-Scooter

- Hüpfburg

- Kisten stapeln in luftiger Höhe mit der Freiwilligen Feuerwehr

 

Essen- und Getränkeversorgungen:

- Schlachthof Speisen und Getränke

- Postkeller Getränke

- Gulaschkanone Kirmesgemeinde Sondershäuser Straße

- Süßwarenstand

- Café Schikore

 

Am 20.02.2017 ab 15 Uhr bei einer Demonstration

Startpunkt ist am Landratsamt (Lindenbühl 28/29). Der Demonstrationszug führt über den Untermarkt sowie die Ratsstraße und sammelt sich für eine Abschlusskundgebung am Obermarkt.

 

Warum ist die Kreisstadt-Frage so wichtig für Mühlhausen und die Bürgerinnen und Bürger?

Mühlhausen befürwortet den Zusammenschluss der Kreise Unstrut-Hainich und Eichsfeld. Für diese Kooperation – mit der Stadt Mühlhausen als Kreisstadt – spricht vieles:

• zentrale Lage, Funktion und Größe Mühlhausens (Mühlhausen ist nach dem Regionalplan die bedeutendste Stadt im Nordwesten Thüringens)

• historisch gewachsene Verflechtungen von Wirtschaft und Arbeitsmarkt

• etablierte Verkehrsströme (Pendlerverhalten und öffentlicher Nahverkehr sind auf Mühlhausen ausgerichtet)

• bestehende Verwaltungsstrukturen

 

Als Mittelzentrum mit Teilfunktionen eines Oberzentrums prägen Mühlhäuser Institutionen die überregionale Versorgung und Verwaltung:

• Landgericht und Amtsgericht

• Staatsanwaltschaft

• Finanzamt

• Landesfachkrankenhaus (ÖHK), Hufelandklinikum

• Berufsschulzentrum

• Sitz der Kreisverwaltung (moderner Zentralstandort ab 2017 in der ehemaligen Görmar-Kaserne)

 

Mit etwa 16.200 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen bildet Mühlhausen das ökonomische Rückgrat der Region. Jeder zweite Job des Unstrut-Hainich-Kreises findet sich in der Stadt. Mühlhausen verfügt über den größten Verflechtungsbereich in Nordwestthüringen.

Als Zentrum des „Entwicklungskorridors“ Bad Langensalza/ Mühlhausen/Leinefelde-Worbis ist Mühlhausen im Landesentwicklungsprogramm Thüringen 2025 Schwerpunktregion für die Thüringer Landesentwicklung.

Das Marktgebiet Nordwest-Thüringen (Einkaufsbeziehungen) umfasst etwa 130.000 Menschen. Mühlhausen fungiert dabei als Zentrum des Einzelhandels und als wichtigste Einkaufsstadt in der Region.

 

Die Kreisstadtfrage: Entscheidend für Mühlhausens Zukunft

In den vergangenen 25 Jahren entstanden Mühlhausen durch strukturpolitische Entscheidungen auf Landes- und Bundesebene erhebliche Nachteile:

• Verlegung der Pädagogische Hochschule nach Erfurt

• Verlegung des Straßenbauamtes nach Leinefelde-Worbis

• Verlegung des Katasteramtes/Gutachterausschusses nach Leinefelde-Worbis

• Verlegung des Landwirtschaftsamtes nach Leinefelde-Worbis

• Nichtberücksichtigung bei Fachhochschulgründung (Nordhausen erhielt Zuschlag)

• Nichtberücksichtigung bei der Trassenführung A 38 (mangelhafte Anbindung an Autobahnnetz)

• Schließung der Görmarkaserne als einziger Thüringer Standort im Rahmen der Bundeswehr-Strukturreform

 

Der Verlust des Kreisstadt-Status wäre eine weitere, nicht hinnehmbare Schwächung Mühlhausens:

• Das Ende der mehr als 200-jährigen Geschichte als Kreisstadt widerspräche der regionalen Bedeutung und dem Selbstverständnis Mühlhausens.

• Viele Arbeitsplätze würden verlorengehen. Zum einen in der Kreisverwaltung, zum anderen in großen Institutionen, Vereinen und Verbänden, die mit ihrem Kreisvorstand oder den Geschäftsstellen meist in der Kreisstadt ansässig sind.

• Der Verlust der Kreisverwaltung würde auch andere Arbeitsplätze infrage stellen. Erfahrungsgemäß sind mit einem Arbeitsplatz im öffentlichen Dienst drei Arbeitsplätze in der Wirtschaft verbunden. Das würde eine jüngst gestoppte Abwärtsspirale wieder in Gang setzen. Potenzielle Investoren orientieren sich in einer Region nicht zuletzt an der Kreisstadt. Es geht also auch um ein Stück wirtschaftliche Zukunft.

• Auch im Dienstleistungs- und Beratungssektor sowie im Handel könnten sich durch die Verlagerung der örtlichen Angebotsschwerpunkte erhebliche Nachteile für die Bürgerinnen und Bürger der Region ergeben.

 

Die Stärkung der Kreisstadt Mühlhausen ist ein strukturpolitisches Korrektiv, fördert die künftige Wettbewerbsfähigkeit der Stadt und reduziert die überdurchschnittlich hohe Arbeitslosenquote (aktuell 8,3 Prozent).

Erstellt am 08.02.2017