Pressemitteilung

Bundespräsident Steinmeier zu Besuch in Mühlhausen

Anlässlich seines Antrittsbesuches in Thüringen besuchte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gemeinsam mit Elke Büdenbender am 6. Dezember die Stadt.

Fotos: Tino Sieland

Nach der Begrüßung durch Oberbürgermeister Dr. Johannes Bruns und Landrat Harald Zanker stand zunächst mit der Mühlhäuser GmbH eines der traditionsreichsten Unternehmen der Stadt auf dem Besuchsprogramm. Nach einem Rundgang mit interessanten Einblicken in die Herstellung und Vermarktung des Mühlhäuser Pflaumenmus sowie Gesprächen mit den Mitarbeitern ging es weiter zur Marienkirche.

Bei der Besichtigung ließ sich der Bundespräsident nicht nur über architektonische Besonderheiten der zweitgrößten Kirche Thüringens informieren, sondern insbesondere auch über deren historische Bedeutung für die Demokratie: das Wirken Thomas Müntzers und die Marienkirche als Ort der Montagsdemonstrationen im Jahr 1989 standen dabei im Mittelpunkt.

Zu Fuß ging es weiter zum Historischen Rathaus, wobei Steinmeier die persönliche Begegnung und das Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern suchte. Nach dem Empfang in der Rathaushalle trugen sich der Bundespräsident und Elke Büdenbender ins Goldene Buch der Stadt ein. Als Erinnerung an seinen Mühlhausen-Besuch überreichte der Oberbürgermeister dem Bundespräsidenten eine Kopie aus dem Mühlhäuser Reichrechtbuchs als dem ältesten Stadtrechtsbuch in deutscher Sprache.

Anschließend nahm sich Steinmeier eine Stunde Zeit, um auf Einladung des Oberbürgermeisters mit den ehrenamtlichen Mitgliedern des Stadtrats ins Gespräch zu kommen. Neben der Stadtentwicklung stand auch hier das Thema Demokratie im Fokus: Ursachen der Politikverdrossenheit, des Sich-Abwendens vieler Menschen wurden besprochen; aber auch, wie insbesondere auf kommunaler Ebene Menschen für die Demokratie zurückgewonnen werden können – so durch ehrenamtliches Engagement oder durch sinnstiftende, die Bürgerschaft zusammenschweißende Stadtentwicklungsprojekte wie die Bewerbung für die Landesgartenschau 2024.

Er fühle sich geehrt in der Reihe derjenigen zu stehen, die die Stadt besuchten, erklärte Steinmeier. Seit dem letzten Besuch eines Amtsvorgängers, Richard von Weizsäcker im Oktober 1993, habe sich wahrhaftig viel getan; davon haben er sich heute mit eigenen Augen überzeugen können. Bewusst nutze er die Besuche in den Bundesländern, um auch die Regionen abseits der Hauptstädte kennenzulernen. Das Wirken der Stadt- und Gemeinderäte würdigte er als „Kern der Demokratie“.

„Es ist eine große Ehre für uns, den Bundespräsidenten empfangen zu können. Der Besuch rückt die Stadt Mühlhausen deutschlandweit in den Fokus. Zugleich trägt er dazu bei, das Selbstbewusstsein der Bürgerinnen und Bürger zu stärken. Die Begegnungen und Gespräche könne Impulse geben, Menschen für die Demokratie zurückzugewinnen und sich für den Einsatz für ihre Stadt zu begeistern“, so das Fazit von Oberbürgermeister Johannes Bruns.

Nach einer Besichtigung des Reichsstädtischen Archivs schloss sich ein Rundgang durch die Altstadt, vorbei an der Kornmarktkirche und der Divi-Blasii-Kirche, an. Auch hier zeigten sich der Bundespräsident und seine Gattin volksnah, schüttelten Hände, beantworteten Fragen und ließen die Bitte nach gemeinsamen Fotos bereitwillig zu.

Mit der Helmut Peterseim Strickwaren GmbH bildete ein weiteres traditionsreiches mittelständisches Mühlhäuser Unternehmen die letzte Station des zweitägigen Thüringen-Besuchs.

Erstellt am 07.12.2017