Hansestadt

Mühlhausen und die Hanse

Die Reichsstadt Mühlhausen war nachweislich seit 1286 am hansischen Handel beteiligt.

Mühlhausen hatte im Mittelalter nur wenige befreundete Städte mit gleichgerichteten Interessen in unmittelbarer Nähe. Daher war die wirtschaftliche Verbindung zu den norddeutschen Küstenstädten, die im 14. und 15. Jahrhundert vor allem über die Städte des niedersächsischen Quartiers der Hanse verlief, von besonderer Bedeutung.

Wichtige Handelsstraßen führten durch Mühlhausen, und die Produkte der Mühlhäuser Tuchmacher wurden weithin verkauft, um die große Nachfrage in den hansischen Seestädten zu befriedigen. Von Lübeck aus exportierten die Kaufleute Mühlhäuser Tuche und Laken bis nach England, Livland, Russland und Schweden.

Die Bestrebungen, einen möglichst großräumigen Markt zu schaffen und die Furcht vor den bewaffneten Hussiten führten in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts zu einer Verdichtung der Beziehungen zwischen thüringischen Städten und der Hanse.

Im Jahr 1430 trat Mühlhausen gemeinsam mit Erfurt und Nordhausen, seit 1310 im Thüringer Dreistädtebund vereinigt, dem starken Goslarer Bund innerhalb der Hanse bei. Der Beitritt basierte auf der Grundlage einer langjährigen Interessengemeinschaft mit den sächsischen Hansestädten hinsichtlich des Handels und des Schutzes vor landesherrlicher Willkür.

1990 ist Mühlhausen der Hanse der Neuzeit beigetreten. Die Mühlhäuser Hansezeit hat inzwischen einen festen Platz im städtischen Bewusstsein eingenommen. 1996 wurde im Nordosten von Mühlhausen ein neues Wohngebiet mit Hanseviertel bezeichnet, in dem z. B. die Lübecker, Goslarer oder Königsberger Straße liegen.

Kogge, 1747, Haus zum Goldenen Schiff, Görmarstraße 68

Die Hanse

Weitere Informationen zur Hansestadt finden Sie unter:

www.hanse.org

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