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Mo 06.04.2009 - Radfahrer aus Münster auf Zwischenstopp
Klaus Benning und Jörn Fischer im Gespräch mit dem Mühlhäuser Extremsportler Giudo Kunze, Foto: StadtverwaltungBei Regenwetter in Münster gestartet, bei strahlendem Sonnenschein in Mühlhausen angekommen: Klaus Benning und Jörn Fischer machten auf ihrer 17.500 km langen Radfahrt von Münster nach Wladiwostok einen Zwischenstopp in der Partnerstadt Mühlhausen und berichteten von ihrer Aktion "Ammanu".

Klaus Benning und Jörn Fischer vor dem Rathaus, Foto: StadtverwaltungHerzlicher Empfang am Freitag vor dem Mühlhäuser Rathaus: Klaus Benning und Jörn Fischer machten auf ihrer 17.500 km langen Radfahrt von Münster nach Wladiwostok einen Zwischenstopp in der Partnerstadt Mühlhausen und berichteten von ihrer Aktion "Ammanu". "Manche nennen uns die Verrückten, dabei fahren wir nicht ohne Grund 17.500 km von Münster nach Wladiwostok: Wir besuchen Ammanu, einen kleinen Jungen, der ohne die Hilfe vieler Menschen heute nicht mehr leben würde." Natürlich wollten wir mehr über die bemerkenswerte Radtour wissen und im Pressegespräch bei herrlichem Sonnenschein auf dem Rathaushof erfuhren wir die Hintergründe dieser spektakulären Aktion:

Bei Ammanu, einem afghanischen Jungen wird im April 2004 in Dashte Qala ein schwerer Herzfehler festgestellt. Nur eine aufwendige Herz-Operation kann dem kleinen Jungen helfen. Doch diese Operation kann in Afghanistan nicht durchgeführt werden… Ammanu braucht Hilfe.
Klaus Benning, der zu dieser Zeit in Afghanistan als Krankenpfleger arbeitet, erfährt von Ammanu’s Schicksal und sucht nach Unterstützung. Diese findet er schließlich in Warendorf und Münster. Dank der ehrenamtlichen Hilfsorganisation Aktion Kleiner Prinz - Internationale Hilfe für Kinder in Not e.V. aus Warendorf wird die lebensrettende Operation am Universitätsklinikum Münster möglich. Der Verein übernimmt die Finanzierung und ermöglicht den Transport nach Deutschland.
Das lokale Medienecho ist groß und Ammanu schafft es sogar bis ins Fernsehen. Viele Menschen aus dem Münsterland und darüber hinaus nehmen Anteil am Schicksal des kleinen Afghanen. Nach der OP lebt Ammanu noch drei Monate in Saerbeck (bei Münster) und geht dort sogar in den Kindergarten. Nach erfolgreicher Reha kann Klaus Benning den kecken Jungen zurück zu seinen Eltern und seinem Opa bringen. Nun, 5 Jahre später, starten Klaus Benning und Jörn Fischer gemeinsam eine Radreise, um den heute 14 jährigen Ammanu zu besuchen.
Ihre Reise führt sie 10 Monate lang von Münster 17.500 km weit nach Wladiwostok. Auf dem Weg besuchen die Beiden Ammanu in einem Nachbarland Afghanistans - die Sicherheitslage erlaubt eine Einreise nach Afghanistan nicht.
Außerdem werden Jörn und Klaus drei Partnerstädte Münsters besuchen und schließlich mit der Transsibirischen Eisenbahn zurück nach Europa fahren. Die beiden erfüllen sich einen großen Traum mit dieser Reise…Mit der Radreise soll auf die Arbeit der Aktion Kleiner Prinz hingewiesen werden, sowie für Spenden geworben werden.

Stadtarchivarin Beate Kaiser führt Klaus Benning und Jörn Fischer durch das Reichstädtische Archiv, Foto: StadtverwaltungSehr an der Mühlhäuser Geschichte interessiert zeigten sich die Beiden während einer Führung durch Stadtarchivarin Beate Kaiser im Reichsstädtischen Archiv. Besonders bemerkenswert fanden sie die historisch wertvollen Urkunden und Rechnungsbücher, die den regen Handel Mühlhäuser Kaufleute dokumentieren.

Wir wünschen den Beiden aus unserer Partnerstadt Münster eine gute Fahrt und viele verständnisvolle Menschen, die sie bei ihrer Aktion unterstützen.

ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

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