Startseite
 
 
 
 
Livecam Wagenstedter Knoten
Brueckenbauer Mühlhausen
iPhone App download
Neue Lernkultur in Kommunen
Bauernkrieg Spektakel
Marienkonzerte
Grippe-Schutz Informationen
Mehrgenerationenhaus
Mühlhäuser Advent
Aktuelles
So 02.05.2010 - Aufruf zur Teilnahme am Mammographie-Screening-Programm
MAMMOGRAPHIE-SCREENING
Das Programm zur Früherkennung von Brustkrebs


Mit der Mammographie ist es möglich, Krebserkrankungen der Brust zu erkennen, lange bevor sie tastbar sind. Internationale Studien haben gezeigt: Eine frühe Erkennung verbessert die Behandlungsmöglichkeiten und damit die Heilungschancen. Dieses Früherkennungsprogramm existiert jetzt auch in Deutschland. Es basiert auf regelmäßigen, in zweijährigen Abständen durchgeführten Mammographien, so genannten Röntgenuntersuchungen der Brust. Deshalb haben alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren einen gesetzlichen Anspruch auf eine solche qualitätsgesicherte Früherkennungsuntersuchung der Brust, auch Mammographie-Screening genannt. Die auf Grundlage der landesrechtlichen Bestimmungen errichtete öffentliche Stelle "Zentrale Stelle" koordiniert die Einladungen und Termine.

Informationen zum Screeningprogramm

Früh erkannt ist Brustkrebs zu 96% heilbar. Das hat sich das bundesweite Deutsche Mammographie-Screening-Programm zum Ziel gesetzt, dessen Einführung der Bundestag im Jahr 2002 beschlossen hat. Eingeladen werden Frauen im Alter von 50 - 69 Jahren durch die Zentrale Stelle (Einladungsstelle) nach Postleitzahlen und zwar unabhängig von ihrer Krankenversicherung.

Sie erhalten einen festen Termin möglichst wohnortnah in einer der Mammographie-Einheiten (Feststationen oder Mammobile). Diesen Termin können sie unter der Telefonnummer 03643 / 742800 bestätigen oder verlegen.

Auch der direkte Zugang als "Selbsteinladerinnen" steht anspruchsberechtigten Frauen offen: Sie können sich direkt an die Zentrale Stelle (Einladungsstelle 03643 / 742800) wenden, die dann alles Erforderliche für sie veranlasst. Es fällt generell keine Praxisgebühr an, die Kosten werden von allen gesetzlichen und privaten Kassen übernommen.

Die digitalen Mammographien werden von mindestens 2 qualifizierten Ärztinnen und Ärzten beurteilt, die sich regelmäßigen Prüfungen unterziehen müssen.

Ist die Mammographie von zwei Experten unabhängig voneinander als unverdächtig eingestuft worden, erhalten die Teilnehmerinnen innerhalb von sieben Tagen ein persönliches Benachrichtigungsschreiben.

In der Konsensuskonferenz, an der die Programmverantwortlichen Ärzte, die Befunder und die Radiologischen Fachkräfte teilnehmen, werden auffällige Mammographien beurteilt und entschieden, ob Abklärungsbedarf vorliegt. Dies muss nicht bedeuten, dass Krebs festgestellt wurde. Vielmehr wird zunächst durch Spezialaufnahmen und Ultraschall der Brust festgestellt, ob tatsächlich ein Verdacht vorliegt.

Erst dann folgt in weiterhin verdächtigen Fällen eine minimalinvasive Diagnostik, bei der durch eine Nadel eine Gewebeprobe aus der Brust entnommen wird. Damit ist sichergestellt, dass gesicherte Verdachtsfälle innerhalb kürzester Zeit einer Behandlung zugeführt werden können.

Sowohl für den Fall eines glücklicherweise unauffälligen Ergebnisses als auch den Fall eines Verdachts werden Ihre behandelnden Ärztinnen und Ärzte informiert, sofern Sie als Patientin diesem nicht ausdrücklich widersprechen.

Der Untersuchungsablauf
Die Untersuchung
Untersucht werden Sie von einer speziell ausgebildete medizinische Fachkraft. Sie nimmt Sie in Empfang, erklärt Ihnen den Ablauf der Untersuchung und befragt Sie nach möglichen Beschwerden oder Erkrankungen der Brust. Dabei geht die Fachkraft mit Ihnen gemeinsam den Anamnesebogen durch. Haben Sie Fragen zur Mammographie, beantwortet die Fachkraft diese gern.
Die Mammographie selbst ist eine einfache und schnelle Untersuchung, sie dauert nur wenige Minuten. Dazu legt die radiologische Fachkraft Ihre Brust zwischen zwei strahlendurchlässige Plexiglasplatten, die dann kurz zusammengedrückt werden. Dieses Zusammendrücken kann unangenehm sein, wird aber möglichst schonend durchgeführt. Der Druck ist aber notwendig, um das Gewebe besser darstellen zu können. So können bei möglichst geringer Strahlenbelastung gut beurteilbare Bilder erzielt werden.
Von jeder Brust werden zwei Aufnahmen angefertigt - einmal von oben nach unten und einmal schräg von der Mitte her zur Seite. Danach ist für Sie die Untersuchung abgeschlossen.

Die Befundung
Da jede Ihrer Aufnahmen von mindestens zwei besonders geschulten und erfahrenen Ärzten beurteilt wird (Doppelbefundung), erhalten Sie das Untersuchungsergebnis nicht am gleichen Tag, sondern in der Regel innerhalb von sieben Werktagen nach der Untersuchung.
Bei etwa 95 Prozent aller Frauen zeigt die Mammographie keinen Hinweis auf Brustkrebs. In diesem Fall werden Sie schriftlich benachrichtigt und in zwei Jahren erneut zum Mammographie-Screening eingeladen.

Die Mammographie ist auffällig, was passiert dann?
Zeigen sich in der Röntgenaufnahme Veränderungen, die auf eine Brustkrebserkrankung hinweisen, sind weitere Untersuchungen notwendig. In diesem Fall bekommen Sie das Ergebnis Ihrer Mammographie und werden gleichzeitig kurzfristig zu weiteren Untersuchungen eingeladen, um die Auffälligkeit abzuklären. Die Einladung zu weiteren Untersuchungen sollte Sie nicht zu sehr beunruhigen. Nicht jede Auffälligkeit lässt auf einen bösartigen Tumor schließen. Bisherige Erfahrungen zeigen, dass 80 Prozent der Frauen, die wegen einer auffälligen Mammographie erneut eingeladen wurden, keinen Brustkrebs hatten.

Bei der Abklärungsuntersuchung erwartet Sie zunächst ein Gespräch mit dem Arzt, der die Screening-Einheit leitet. Er bespricht mit Ihnen Ihre Röntgenaufnahmen und informiert Sie über die weiteren Untersuchungen, die notwendig sind. Die Untersuchung beginnt damit, dass der Arzt sorgfältig Ihre Brust abtastet. Je nach Art der Gewebeveränderung können eine Ultraschalluntersuchung und/oder zusätzliche Röntgenaufnahmen notwendig sein.

Die Ultraschalluntersuchung oder auch Sonographie erlaubt eine ergänzende Beurteilung der in der Mammographie entdeckten Auffälligkeiten.

Bei wenigen Frauen kann allerdings die Entnahme einer Gewebeprobe, eine so genannte Biopsie, erforderlich sein, bevor abschließend eine Diagnose gestellt werden kann. Dazu wird mit einer Hohlnadel etwas Gewebe aus dem auffälligen Bezirk der Brust entnommen. Die Gewebeproben werden von einem Spezialisten beurteilt. Nach wenigen Tagen, wenn das Ergebnis vorliegt, bespricht der Arzt das Ergebnis persönlich mit Ihnen. Wenn Sie es wünschen, wird selbstverständlich auch der von Ihnen angegebene Arzt über das Ergebnis informiert. Das abschließende Ergebnis, Ihren Befund, erhalten Sie in der Regel innerhalb von zwei Tagen nach der Abklärungsuntersuchung. Sollte sich doch der Verdacht auf eine Krebserkrankung bestätigen, bespricht der Arzt, der die Abklärungsuntersuchungen durchgeführt hat, das weitere Vorgehen mit Ihnen.

Die Terminvergabe
Sie erhalten eine persönliche Einladung per Brief - ohne dass Sie sich darum kümmern müssen - wenn Sie eine Frau im Alter von 50 bis 69 Jahren sind. Die Reihenfolge der Einladungen erfolgt nach Regionen, Orten, Ortsteilen und Straßen.
Wenn Sie Fahrgemeinschaften bilden wollen, dann können Sie dies ja mit Frauen Ihrer Umgebung versuchen, die in der Regel zeitgleich eingeladen werden.
Eingeladen werden Sie möglichst wohnortnah in einer der Mammographie-Einheiten.
Wenn Sie nicht warten möchten können Sie sich aber auch sofort zu einem Termin anmelden. Dafür rufen Sie bitte die Zentrale Stelle Mammographie-Screening Thüringen an.

Zentrale Stelle:
Tel.: 0 36 43 / 74 28 00 (Hotline: Mo-Do 8-17 Uhr, Fr 8-15 Uhr)
Fax: 0 36 43 / 74 28 011
E-Mail: info@mammo-thr.de
Mehr Informationen:
Informationsbroschüre für Frauen
Faltblatt zum Mammographie-Screening

Information der Zentralen Stelle Thüringen, Mammographie-Screening Thüringen Nord / West mehr...

Zurück...