Neuigkeiten aus der Stadt

Neuwahlen des Vorstandes und des Kreishandwerksmeisters der Kreishandwerkerschaft Kyffhäuser- Unstrut- Hainich

(Mitteilung der Kreishandwerkerschaft, veröffentlicht am 21.12.2016)

Vergangenen Monat fanden die Neuwahlen des Vorstandes und des Kreishandwerksmeisters der Kreishandwerkerschaft Kyffhäuser- Unstrut- Hainich in Allmenhausen statt. Für die nächsten 5 Jahre wurde Roland Reichenbach aus Mühlhausen als Kreishandwerksmeister wiedergewählt. Kurt Ullrich Hengstermann, Sondershausen, stellte sich nicht wieder zur Wahl in den Vorstand. Stattdessen wurde Bernd Weißenborn aus Langula als neuer Stellvertreter bestätigt. Wir danken den Handwerksmeistern für ihr Arrangement und ihre Bereitschaft die Interessen der Handwerkerschaft zu vertreten und sich im Ehrenamt für unsere Innungen, für unser regionales Handwerk einzusetzen.

Die Kreishandwerkerschaft, eine von fünf im Kammerbezirk Erfurt, vertritt die Interessen der Handwerksbetriebe aus den beiden Landkreisen. Je eine Geschäftsstelle befindet sich in Mühlhausen und in Sondershausen. Betreut werden ca. 300 Handwerksbetriebe in 16 Innungen. Über 800 Lehrlinge befinden sich derzeit in der Ausbildung zum Erlernen eines Handwerksberufes. Für die Prüfungsabnahme sind die Innungen mit den Prüfungsausschüssen verantwortlich.

Einladung zur Eröffnung des "Café International" am 22. September 2016

Im Rahmen der Interkulturellen Woche 2016 eröffnen wir unser "Café International" in der Görmarstraße 8 in 99974 Mühlhausen.

Mit dieser Einrichtung entsteht nicht nur eine Begegnungs-, Beratungs- und Anlaufstelle für alle Menschen dieser Stadt, ob Einheimische oder Geflüchtete, sondern es ist unser Ziel, gemeinsam mit Ihnen einen weiteren Ort der Humanität und des friedlichen Miteinanders zu schaffen.

Unter dem Motto „Begegnen, um zu verstehen“ laden wir deshalb Menschen aller Nationen und Kulturen ein, sich bei gutem Kaffee und internationalen Spezialitäten zu treffen und ins Gespräch zu kommen.

Wir  freuen  uns  sehr,  wenn  Sie  unserer  Einladung am 22.9.2016 ab 16 Uhr  folgen  können.                        

Kontakte:
Büro ThINKA Mühlhausen
Frau Schmauch/Herr Borostowski-Trautmann
Telefon: 03601/887527
Mail: thinka-muehlhausen@ekuja.de
Ev. Kirchenkreis Mühlhausen

Bundesweite Interkukturelle Woche 2016/ Eröffnungsveranstaltung am 17. September

Der Verein Miteinander: Netzwerk für Demokratie und Toleranz im Unstrut-Hainich-Kreis e.V. hat mit großer Unterstützung der Beauftragten für Integration, Migration und Flüchtlinge, Frau Mirjam Kruppa, der Stiftung Westthüringen und des Unstrut-Hainich-Kreis die Bundesweite Interkulturelle Woche 2016 auch für den Landkreis vorbereiten können. Engagiert haben sich auch die Sparkasse Unstrut-Hainich und viele ehrenamtliche MitarbeiterInnen sowie Mitglieder des Vereins Miteinander e.V.. 

Nun ist es bald so weit. Nicht nur eine Woche, sondern im Zeitraum vom September bis November 2016 engagieren sich Vereine, Gruppen, das Diakonische Werk , die Caritas, das DRK, die Polizei, die Petrigemeinde, die  Kirchengemeinde Schlotheim, der Deutsche Frauenring und viele andere mit Unterstützung durch Fördermittel und Spenden.

Das Fest der Begegnung, unter der Schirmherrschaft des Landrates, Herr Harald Zanker, findet am 17.9.2016 in der Volkshochschule (Meißnersgasse 1b) 10 bis 15 Uhr statt und ist zugleich die Eröffnungsveranstaltung für den UHK.

Eine bunte, vielfältige Interkulturelle Woche 2016. Darauf freuen wir uns!

 

Im Namen des Vorbereitungskreises IKW 16 und aller Mitwirkenden

Eberhard Vater, Vorsitzender des Vereins Miteinander e.V.

weitere Informationen

Stolpersteine für Mühlhausen

Das Kunstprojekt des Kölner Künstlers Gunter Demnig erinnert an die Opfer der NS-Zeit, indem vor dem letzten selbstgewählten Wohnort der Opfer Gedenktafeln aus Messing in das Straßenpflaster einfügt werden. Inzwischen liegen STOLPERSTEINE in über 500 Orten Deutschlands. Mit den verlegten Steinen vor den Häusern wird die Erinnerung an die Menschen  lebendig, die einst hier wohnten. Auch in Mühlhausen liegen inzwischen 41 Stolpersteine. 

Am Donnerstag, den 15. September, um 13 Uhr sollen die nächsten 12 Stolpersteine in Mühlhausen verlegt werden.    

Der Anfang wird Bei der Marienkirche 17 gemacht dann geht es über An der Burg 23 in die Tilesiusstraße 2; von dort in die Stülerstr. 3, in die Krümme 7, von dort auf dem Steinweg 72, in die Görmarstr. 11, zur Kilianistr. 9 und 35 und zum Abschluss an den Kiliansgraben 20       

Alle Steine werden durch Spenden von Mühlhäuser Bürgerinnen und Bürger finanziert.

Sparkasse veranstaltet zum zweiten Mal Sparkassen-Kulturherbst

Kartenvorverkauf für kulturelles Herbst-Programm startet mit einer „hör-mal im Denkmal“-Veranstaltung

Wieder fasst die Sparkasse Unstrut-Hainich kulturelle Highlights im „Sparkassen-Kulturherbst“ zusammen. Aus fünf Veranstaltungen unterschiedlichster Genres wurde für Interessierte ein besonderes kulturelles „Paket“ geschnürt.

Über die rein gesellschaftliche Bedeutung hinaus haben Freizeit, Sport, Kunst und Kultur auch nachhaltige Auswirkungen auf die Attraktivität und die Lebensqualität einer Region. Deshalb ist kulturelles Engagement ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmenskultur der Sparkasse Unstrut-Hainich. Zudem ist es der Sparkasse wichtig, die qualitative Vielfalt kultureller Angebote in der Region zu stärken – als Förderer und Veranstalter.

Starten wird die Kulturreihe am 9. September 2016 um 19:30 Uhr im Rahmen der Veranstaltungsreihe „hör-mal im Denkmal“, zu der die Sparkassen-Kultur-stiftung Hessen-Thüringen zusammen mit der Sparkasse Unstrut-Hainich in die Kirche St. Servator nach Schlotheim einlädt. Präsentiert wird Ladypower und Entertainment  vom Frauen-Saxophon-Quartett „Sistergold“.

Vier Frauen, vier Saxophone – ein mitreißender Sound. Inken Röhrs, Sigrun Krüger, Elisabeth Flämig und Kerstin Röhn begeistern seit 2009  ihr Publikum auf Konzerten voller Virtuosität und Charme. Die Leidenschaft zum Instrument, langjährige Erfahrung auf Konzert- und Theaterbühnen und eine große Portion Humor verbindet die vier studierten Musikerinnen. In ihrem Bühnenprogramm „Saxesse“ lädt „Sistergold“ zu einem amüsanten Ritt durch die Musikstile ein: Tango, Samba, Swing, Klassik, Popmusik und Eigenkompositionen vermischen sich zu einem Ganzen. Die vier Saxophon-Ladies bleiben sich dabei treu: punktgenaues Spiel, durchdachte Arrangements und pointierte Moderationen. Jede Musikerin für sich ist einzigartig -  als Team sind sie unschlagbar. Mittlerweile waren die „Goldschwestern“ u.a. auf dem Rheingau Musikfestival, dem Opernball Hannover, der Würzburger Residenznacht und der documenta Kassel zu Gast. Sie sind auf großen und kleinen Konzertbühnen in ganz Deutschland unterwegs.

 

Sparkassen-Kulturherbst    

hör-mal im Denkmal

mit Sistergold: 9.9.2016, St. Servator Kirche, Schlotheim

 

WortKlang mit Doppel U und Oliver Zsilko: 25.10.2016, Georgischule, Mühlhausen                            

 

Sparkassen-Kulturzeit

Kabarett mit Robert Griess: 2.12.2016, Gottesackerkirche, Bad Langensalza                                      

 

Ausstellungseröffnungen:

„Gesicht zeigen“: 20.9.2016, Sparkassenhaus, Mühlhausen

„Kunst in Kirchen“, 8.11.2016, Sparkassenhaus, Mühlhausen

 

Karten-Vorverkauf über alle Geschäftsstellen der Sparkasse Unstrut-Hainich     

Informationen zum Sparkassen-Kulturherbst:  www.spk-uh.de/kulturherbst

Mühlhäuser Kulturnacht – Die Tore der Nacht

Am 20. August ist es wieder soweit: Durch die „Tore der Nacht“ führt ab 18.30 Uhr das diesjährige Programm der Mühlhäuser Kulturnacht. Gemeinsam durchschreiten die Teilnehmer ein Tor nach dem anderen in diesem erlebnisreichen Gesamtprogramm. 

„Der Herr der Ringe“ ist das Thema des Abends, und die Theaterwerkstatt 3K erklärt ab 18.30 Uhr die Bühne mit Theater und Kleinkunst für RINGFREI.

Die berühmte Filmmusik von Howard Shore wird anschließend in der Marienkirche vom Soloposaunisten der Staatskapelle Halle, Hubertus Schmidt, Staatskapellenschlagzeuger Ivo Nitschke und Stadtorganist Denny Ph. Wilke außergewöhnlich interpretiert. Axel Thielmann, bekannt als Moderator für Radio- und Fernsehproduktionen des MDR, liest mit seiner eindrucksvollen Stimme die passenden Textstellen aus dem Buch „Herr der Ringe“.

Nachdem sich die Besucher mit allerlei Ratespielen der Theaterwerkstatt 3K durch die Holzstraße „gerungen“ haben, klingt der Abend wie immer romantisch im Fackelschein mit Musik auf dem Wehrgang aus.

Die Mühlhäuser Kulturnacht ist ein Projekt der Stadt Mühlhausen, der Mühlhäuser Museen sowie der Theaterwerkstatt 3K. Karten sind ab kommender Woche im Vorverkauf bei der Tourist-Information Mühlhausen sowie selbstverständlich an der Abendkasse der jeweiligen Veranstaltungsorte erhältlich. Die Kulturnacht ist ein abendliches Gesamtprogramm, es werden keine Eintrittskarten für einzelne Stationen angeboten. 

Karten:

VVK 12,00 € (erm. 10,00 €): Tourist Information Mühlhausen

AK 14,00 € (erm. 12,00 €): Abendkasse der jeweiligen Veranstaltungsorte

Auf der illuminierten Stadtmauer können Besucher romantisch flanieren und allerlei Musik genießen. © Mühlhäuser Museen

Ausstellung der Friedensbibliothek Berlin in der Bachkirche Divi Blasii in Mühlhausen

„Die Entwurzelung ist bei weitem „Die gefährlichste Krankheit“ der menschlichen Gesellschaft“

Die Texte der französischen Philosophin Simone Weil sind in den 1930er/1940er Jahren während Faschismus, Besatzung, Krieg und Ausbeutung vom Menschen entstanden, haben etwas zutiefst  Menschliches und sind bis heute aktuell. Dabei spielt auch das Thema Glauben eine große Rolle. Wie kann man angesichts der vielen Entwurzelten noch glauben? Was sollen wir tun? Wie können wir helfen?

Sie versucht am Beispiel der "Entwurzelung" und "Einwurzelung" einen Ausblick zu geben. Ausgewählte Fotografien geben ihren Aussagen einen bildlichen Ausdruck.

Simone Weil sucht ein Leben im Einklang mit den Armen, Flüchtlingen und Arbeitern bis zum Lebensende.

Die Eröffnung findet am Freitag, den 01.07.2016 um 17:00 in der Bachkirche statt.

Die Ausstellung wird vom 01.07.2016 – 06.09.2016 zu sehen sein.

Öffnungszeiten:  Di, Mi, Do, Sa 10:00 - 17:00 Uhr  Fr 11:00 -18:00 Uhr   So 13:00 - 17:00 Uhr

 

 

ASB Kita „Bienenkörbchen“ Mühlhausen wird erneut „Haus der kleinen Forscher“

Im Rahmen der Initiative „Thüringen – Land der kleinen Forscher“ wird die Kita „Bienenkörbchen“ in Mühlhausen, am Freitag (3.6.) für ihr herausragendes Engagement in der frühkindlichen Bildung im Bereich Naturwissenschaften, Mathematik und Technik zum „Haus der kleinen Forscher“ zertifiziert. Diese Zertifizierung ist ein besonderer Grund zum Feiern, denn die Kita ist die erste Einrichtung in Thüringen, die diese Auszeichnung bereits zum 4. Mal erhält.
Nach ihrer Erst-Zertifizierung im Jahr 2010 konnte die Einrichtung diese in den Jahren 2012 und 2014 erfolgreich verteidigen und erhält 2016 bereits ihre vierte Zertifizierung.

Dr. Sven Günther als Vertreter des lokalen Netzwerks „Land der kleinen Forscher – eine Initiative der STIFT und der Stiftung Bildung für Thüringen“ wird die Kita ab 15 Uhr besuchen und in Anwesenheit der kleinen Forscher und Forscherinnen, den Pädagogen sowie der Kita Leitung, Elternvertretern und weiteren Gästen der Einrichtung die Plakette der Stiftung Haus der kleinen Forscher feierlich übergeben.

„Thüringen – Land der kleinen Forscher“ ist der lokale Netzwerkpartner der gemeinnützigen und bundesweit tätigen Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ und ermöglicht den Pädagoginnen, Pädagogen und Kindern der Kitas, Horte und Grundschulen die alltägliche Begegnung mit naturwissenschaftlichen, mathematischen und technischen Themen. „Thüringen – Land der kleinen Forscher“ unterstützt die pädagogischen Fach- und Lehrkräfte bei der Umsetzung der Bildungsbereiche Naturwissenschaften, Mathematik und Technik im Alltag der Einrichtungen und bildet sie kontinuierlich fort.

Zwischen Fakten und Fiktion - Thomas-Müntzer-Gesellschaft beleuchtet Rolle des Reformators im Bauernkrieg

Mühlhausen. Der Reformator Thomas Müntzer gilt bis heute als bedeutendster Gegenspieler Martin Luthers. Dies liegt vor allem in seiner Verklärung als Anführer im deutschen Bauernkrieg von 1525 begründet, erklärt Thomas T. Müller. Der Direktor der Mühlhäuser Museen ist Vorstandsmitglied der im Jahr 2001 gegründeten internationalen Thomas-Müntzer-Gesellschaft und wird zur diesjährigen Zusammenkunft der Experten am Samstag, den 28. Mai, über „Thomas Müntzers Rolle im Bauernkrieg“ sprechen.

In seinem Vortrag, der um 10:30 Uhr im Kulturhistorischen Museum Mühlhausen beginnt und für alle Interessierten offen steht, will Müller aufzeigen, wie viel des gegenwärtigen Müntzerbildes auf Fiktionen beruht und welche verbürgten Fakten sich dem gegenüberstellen lassen. So gebe es zum Beispiel bereits zeitgenössische Nachrichten darüber, dass der Reformator keinesfalls eine militärische Funktion inne hatte und auch niemals selbst die Aufständischen angeführt habe. Auch das Bild vom Sozialrevolutionär Müntzer entspräche nicht der Wahrheit, so Müller.

Der Vortrag ist der Auftakt zur jährlichen Zusammenkunft der Mitglieder der Müntzer-Gesellschaft. Angekündigt haben sich, wie in jedem Jahr, auch diesmal wieder einige ausländische Müntzer-Experten. Dr. Peter Matheson hingegen, der bislang den weitesten Weg hatte, kann die Tagung auf Grund seines Alters leider nur aus der Ferne verfolgen. Für den neuseeländischen Forscher ist die Anreise inzwischen zu beschwerlich.

Wichtigster Tagungsordnungspunkt der Versammlung ist die Neuwahl des Vorstandes. Schon jetzt steht fest, dass der bisherige Vorsitzende, Prof. Dr. Hans-Jürgen Goertz aus Hamburg, nicht noch einmal antreten wird und das Amt in jüngere Hände übergeben will.

Das Thomas-Müntzer-Denkmal von Will Lammert erinnert seit 1956 vor dem Mühlhäuser Frauentor an den Reformator. Foto: Thomas T. Müller

Wie Flüchtlinge Deutschland seit 20 Jahren verändern

Die Bleibenden: Zur Buchlesung ist am Mittwoch, 15. Juni, 19.00 Uhr, in die Jugendkirche St. Martini eingeladen. 

Dieses Buch erzählt erstmals die Geschichte der Flüchtlingsbewegungen und Flüchtlingsproteste, die seit Anfang der 1990er-Jahre die Asylpolitik in Deutschland begleiteten. Die Willkommenskultur, von der heute oft die Rede ist, ist nicht von selbst und plötzlich entstanden, sondern das Ergebnis eines langen Kampfes um Anerkennung und Menschenwürde, den nicht zuletzt viele Flüchtlinge aktiv ausgefochten haben: Von der Gründung des „The Voice Refugee Forums“ 1994 in Jena über die Besetzung des Oranienplatzes in Berlin 2012 bis zur deutschen Aussetzung des Dublin-Verfahrens für Syrer im August 2015 führt ein roter Faden. Christian Jakob zeigt: Die Modernisierung der deutschen Gesellschaft ist zu großen Teilen das Werk der Migranten und Flüchtlinge selbst. Und sie ist, trotz aller Konflikte, nicht mehr zurückzudrehen. In einem abschließenden Kapitel beschreibt und bewertet der langjährige Beobachter der Flüchtlingspolitik die aktuellen Entwicklungen in der europäischen Asylarchitektur und nennt die Voraussetzungen, unter denen ein Wandel zu einer deutschen Einwanderungsgesetzgebung gelingen könnte. 

Christian Jakob, Jahrgang 1979, Studium der Soziologie, Volkswirtschaft, Philosophie in Bremen und Mailand, Global Studies in Berlin, Buenos Aires und Delhi. Seit 2006 Redakteur der tageszeitung, seit 2014 Reporter. 2008 erschien von ihm „Soziale Säuberung – Wie New Orleans nach der Flut seine Unterschicht vertrieb“ (mit F. Schorb), 2011 „Europa macht dicht“ (mit J. Gottschlich und S. am Orde). Für seine Berichterstattung zur Asylpolitik wurde er 2015 für den Journalistenpreis „Der lange Atem“ nominiert.

Thüringer Landschaften zeigen Lebensstationen

Neue Kunstausstellung mit Thüringer Maler Adolf Krause eröffnet im Kulturhistorischen Museum 

Mühlhausen. Farbenfrohe Gemälde und stimmungsvolle Aquarelle sind Kennzeichen des Weimarer Malers Adolf Krause. Am 28. April eröffnen die Mühlhäuser Museen um 19.30 Uhr die Sonderausstellung „Stationen einer Reise“ mit einer Auswahl seiner Werke im Kulturhistorischen Museum.

Bereits in jungen Jahren beschäftigte sich der gelernte Dekorationsmaler und studierte Kunsterzieher Adolf Krause (geb. 1935) intensiv mit seinem Metier. Seine Arbeiten erinnern in ihrer Lichtführung und manchmal skizzenhaften Andeutung des Bildgegenstandes an die letzte Generation der Weimarer Malerschule. Komplementäre Farbakkorde weisen auf expressionistische Werke, mitunter stärker geometrisierte Stadt- oder Dorflandschaften auf das Erbe kubistischer Kunst hin. Besonders in seinen Landschaften fängt Krause persönliche Eindrücke mit einer sinnlichen Farbgebung und bewusst gesetzten Lichtakzenten ein. Doch auch seine Portraits und Stillleben, seine Entwürfe und Skizzenbücher sind als „Stationen einer Reise“ zu verstehen und spiegeln seinen persönlichen und künstlerischen Werdegang wider. 

„Stationen einer Reise – Werke des Thüringer Malers Adolf Krause“

Kulturhistorisches Museum
Eröffnung: 28.04.2016, 19:30 Uhr
Sonderausstellung: 29.04.2016 - 31.07.2016

Adolf Krause: „Belvedere mit rotem Pavillon in Weimar“, 2004, © Mühlhäuser Museen, Foto: Alexander Diel

Nationalparkbus - Neue Anbindung von Mühlhausen zum Nationalpark Hainich/ Baumkronenpfad

Der Nationalparkbus verkehrt nun an den Wochenenden von Mühlhausen zum Baumkronenpfad und zurück. Auf seinem Weg liegen einige sehenswerte touristische Highlights, die einen Zwischenstopp wert sind.

Hat man die wunderschöne Altstadt Mühlhausens bereits erkundet, lohnt sich ein Ausflug Richtung Nationalpark. Ein Stopp in Nierderdorla bringt die Besucher für einen Schnappschuss an den geografischen Mittelpunkt Deutschlands sowie zur germanischen Siedlung „Opfermoor Vogtei“. In Kammerforst erwarten Besucher neben der Nationalpark-Information, dem Kletterwald Hainich und herzlichen Gastgebern auch die Umweltbildungsstation sowie der Wildkatzenkinderwald, ein Spielparadies für kleine Entdecker. In Weberstedt kann der MärchenNaturPfad Feensteig bis zur Thiemsburg am Baumkronenpfad erwandert werden. 

Darüber hinaus gibt es weiterhin die Verbindung zwischen Eisenach und Bad Langensalza durch den Wunderbaren Wanderbus (Linie 27a/ 726) mit Start an der Wartburg und der Anbindung des Wildkatzendorfes und des Baumkronenpfads.

Nationalparkbus

Der Wunderbare Wanderbus

Als der Adler seinen Kopf verlor

Eröffnung der ersten beiden Räume der Stadtgeschichte im Kulturhistorischen Museum

Mühlhausen. Mit der Geschichte der Freien Reichstadt und der Geschichte der Kirchenstadt präsentiert das Kulturhistorische Museum in Mühlhausen am Dienstag, dem 5. April um 19.30 Uhr, gleich zwei Bereiche der neuen Dauerausstellung.
Die Abteilung zur Stadtgeschichte folgt den beiden bereits eröffneten Ausstellungsteilen zur Archäologie in der Unstrut-Hainich-Region und zum Kunstland Thüringen im 20. Jahrhundert. Sie erklärt im ersten Raum die „Freie Reichsstadt“ als eigenständiges rechtlich-politisches Modell, das auch kulturelle Folgen hatte. In einem Rundgang durch die stilisierte mittelalterliche Stadtmauer wird anhand eindrucksvoller Objekte diese mehrere Jahrhunderte währende Selbständigkeit erzählt.

So steht eine rund 900 Jahre alte Einbaum-Truhe aus dem im 16. Jahrhundert abgebrochenen Mühlhäuser Dorf Eichen als Beispiel für das umfangreiche Herrschaftsgebiet der Reichsstadt. Natürlich sind auch ein äußerst seltenes, wertvolles Schutzwappen des Kaisers für eine jüdische Mühlhäuser Familie sowie die originale eiserne Wetterfahne des Rabenturms zu sehen. Dieses einzigartige historische Zeugnis der Stadt von 1665 ist mit einer Legende verbunden, wonach ein preußischer Scharfschütze im Zuge der Besetzung Mühlhausens im Jahre 1802 den doppelköpfigen habsburgischen Adler durch einen gezielten Schuss zu einem einköpfigen preußischen Adler gemacht haben soll. An einer Hörstation kann der von Johann Sebastian Bach 1708 zum Mühlhäuser Ratswechsel komponierten Kantate „Gott ist mein König“ gelauscht werden.

Im Raum KirchenSTADT geht es um die bedeutende Kirchengeschichte der alten Reichsstadt, in der Kreuzritter eine besondere Rolle spielten. Ein imposantes Modell der Marienkirche aus dem 19. Jahrhundert veranschaulicht ebenso wie verschiedene kostbare Objekte aus Mühlhäuser Gotteshäusern die Bedeutung der Kirchen und Klöster für die Reichsstadt. Anhand eines maßstabsgerechten Zinnfiguren-Dioramas der Marienkirche, für das die Mühlhäuser einen Design-Professor aus Newcastle gewinnen konnten, wird der verheerende Bildersturm während der Zeit der Reformation deutlich.

Der Eröffnung der beiden Themenräume sollen im laufenden und im kommenden Jahr noch drei weitere Bereiche zur Stadtgeschichte folgen.

Mühlhäuser STADTgeschichten
– Eröffnung der Bereiche „ReichsSTADT“ und „KirchenSTADT“

Kulturhistorisches Museum
Eröffnung: 05.04.2016, 19.30 Uhr

Mitarbeiter der Mühlhäuser Museen führen die letzten Handgriffe an den Ausstellungsobjekten aus. © Mühlhäuser Museen

Die Wunderwelt des Günther Jahn

Neue Mühlhäuser Sonderausstellung zum Thüringer Künstler zeigt seine „Fabelhaften Fantasien“

Eine Wunderwelt zum Staunen und Träumen lässt sich ab Donnerstag, dem 10. März, um 19.30 Uhr in einer Werkschau des Malers Günther Jahn im Kulturhistorischen Museum entdecken.

Nur wenige Thüringer Künstler der vergangenen Jahrzehnte haben zu einer solch originellen und gleichzeitig unverwechselbaren Bildsprache gefunden wie Günther Jahn (1933-2011). Besonders in seinem malerischen Werk entfalten sich seine charakteristischen, fantasievollen Universen. Der in Sondershausen geborene Jahn erfand in seiner Welt ein schier unendliches Sammelsurium an Gestalten. Er setzte dazu Menschen, Tiere, aber auch fantastische Gebäude und Apparaturen häufig vor tiefliegendem Horizont in Szene, um ihnen eine geradezu monumentale Wirkung zu verleihen.

Während er sich zunächst noch an den Werken der „Alten Meister“ wie etwa Albrecht Dürer orientierte, fand er bald seinen ganz eigenen Stil. Dies gilt auch für Jahns Zeichnungen, seine Aquarelle und Pastelle. Seine vor allem in den 1960er Jahren entstandenen Holzschnitte zeigen noch eine starke Rezeption der Vorkriegsmoderne und weisen Anklänge an expressionistische Arbeiten auf. Dies brachte ihn auch mit der Erfurter Ateliergemeinschaft in Berührung, die als Forum für nicht regimetreue und aus dem offiziellen Kunstbetrieb verbannte Künstler in der DDR fungierte.

Neben Gemälden und Grafiken Günther Jahns zeigt die Ausstellung einige Arbeiten seiner Künstlerkollegen und -freunde Alexander von Szpinger, Heinz Scharr und Werner Schubert-Deister sowie grafische Werke aus der Zusammenarbeit mit der Erfurter Ateliergemeinschaft zwischen 1964 und 1968. Surreal anmutende Gemälde Jahns werden außerdem gemeinsam mit vergleichbaren Werken weiterer Thüringer Künstler wie Karl Ortelt und Horst Sakulowski präsentiert. Übrigens wird auch ein Teil der Dauerausstellung zur Thüringer Kunst in die Sonderausstellung einbezogen und um weitere Werke Jahns sowie seiner Künstlerkollegen ergänzt. Die Schau nimmt damit die im Rundgang veranschaulichten künstlerischen und gesellschaftlichen Entwicklungen auf und reflektiert sie.
Gefördert wird die Ausstellung von ART-regio, dem Kulturförderprogramm der SV SparkassenVersicherung, der Günther-Jahn-Stiftung, die dem Museum Leihgaben zur Verfügung gestellt hat, sowie privaten Leihgebern.

Fabelhafte Fantasien – Günther Jahn und sein künstlerisches Umfeld in Thüringen

Kulturhistorisches Museum
11.03.2016 – 31.10.2016
Eröffnung: 10.03.2016, 19.30 Uhr

Günther Jahn: Ziege aus Mecklenburg, Öl auf Hartfaser, 2006 © Mühlhäuser Museen, Foto: Alexander Diel

Auf zu neuen Ufern. Ein Museum erfindet sich neu.

Das Kulturhistorische Museum am Lindenbühl in Mühlhausen öffnet im April gleich zwei Bereiche der neuen Dauerausstellung:  Zur Geschichte der Freien Reichstadt und zur Geschichte der Kirchenstadt. In der Kulturnacht bei MDR THÜRINGEN (18.02.2016, 22.00 Uhr) wird Museumsdirektor Thomas Tassilo Müller über die neuen Dauerausstellungen sprechen. Vor zwei Jahren wurde das Kulturhistorische Museum umfassend saniert. Nachdem bereits die Ausstellungsteile zur Archäologie in der Unstrut-Hainich-Region und zum Kunstland Thüringen im 20. Jahrhundert eröffnet worden sind, soll nun auch die Abteilung zur Stadtgeschichte folgen. In den ersten beiden Räumen entstehen derzeit die neuen Präsentationen. Unter anderem wird die mittelalterliche Stadtmauer nachempfunden, eine rund 1000 Jahre alte Einbaum-Truhe kommt zu neuen Ehren – möglicherweise handelt es sich dabei um die älteste ihrer Art in Deutschland. Anschaulich erzählt wird auch, wie aus einer Kiesrutsche ein bedeutendes Exponat zur Reichsstadt geworden ist.

Im Raum Kirchenstadt geht es um die bedeutende Kirchengeschichte der alten Reichsstadt, in der Kreuzritter eine besondere Rolle spielten. Es wird unter anderem die Geschichte von Bachs Ratswechselkantate erzählt, die der berühmte Komponist 1708 in Mühlhausen für den Ratswechsel komponierte. Noch heute ist sie in den großen Konzertsälen dieser Welt zu hören. Und sie ist die Repräsentationsmusik der ehemaligen Reichsstadt.

Außerdem geht es in der Kulturnacht um ein Diorama, für das die Mühlhäuser einen Design-Professor aus Newcastle gewinnen konnten. Prof. Doug Miller wird über seine Beziehung zur Geschichte Mühlhausens berichten.

Besondere Aufmerksamkeit haben die Mühlhäuser Museumsleute in den Dauerausstellungen den jüngsten Museumsbesuchern gewidmet. Für sie gibt es Spielstationen, Forscherebenen und eigens angefertigte Comics.

Kinder suchen ihr Lieblingsbild im Kulturhistorischen Museum Mühlhausen, Foto: Mühlhäuser Museen

Sympathie-Gala im Festsaal des Münsterschen Rathauses

Folgender Beitrag ist am 9. November 2015 in der Lokalausgabe der Thüringer Allgemeine von der Autorin Ruthild Vetter erschienen.

Münster. Klaus Meier, Initiator und bis heute Motor der Städtepartnerschaft zwischen Mühlhausen und Münster, hat mit der Organisation der Festlichkeiten aus Anlass der 25-jährigen Partnerschaft seiner Heimatstadt und seiner Wahlheimat seinem Engagement als Geschäftsführer des Vereins „Freunde Mühlhausens“ einen Höhepunkt gesetzt, der allen Anwesenden in Erinnerung bleiben wird.

Als Zeichen der Wertschätzung empfing die Mühlhäuser Delegation die Stadtfahne Mühlhausens am Rathaus wehend neben der Fahne Münsters. Die Mühlhäuser Delegation mit dem OB Johannes Bruns (SPD) und der Landtagsabgeordneten Elke Holzapfel (CDU) an der Spitze, wurde verstärkt von Mitgliedern des Stadtrates, darunter der frühere Stadtratsvorsitzende Edgar Schmerbauch mit Frau Annelie sowie Herbert und Carola Fabisch, Erhard und Brigitte Gotschol.

Die Mühlhäuser nahmen bereits am Nachmittag des 6. November an der Vernissage einer Ausstellung Mühlhäuser Künstler im Regierungspräsidiums im Freiherr-von-Stein-Haus teil. Werke von Mario Götting, Friedrich Helmstädter, Olaf Meines, Karl-Heinz Vogeley und Reinhard Wand werden bis 20. November zu sehen sein. Unter Regie des Mühlhäuser Kulturbundes wird damit die Ausstellung der Künstlergruppe Part 96 in der Jakobikirche in Mühlhausen erwidert. Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe (CDU) nannte die Kunst ein besonders geeignetes Mittel der Freundschaft. Von Anfang an sei der Kunstaustausch sehr intensiv gewesen. Diese Ausstellung sei ein weiterer Schritt.

Im Friedenssaal des Rathauses von Münster wurde anschließend der Unterzeichnung der Freundschaftsurkunde vom 14. September 1990 gedacht. Bruns durfte sich in das Goldene Buch der Stadt Münster eintragen und aus dem Goldenen Hahn trinken. Ein Ritual, das nur Ehrengästen vorbehalten ist. Der Hahn ist Symbol für Münsters Freiheit, weil einst ein fetter Hahn auf der Stadtmauer Belagerer von der Sinnlosigkeit ihres Vorhabens überzeugt und so die Stadt gerettet habe. Oberbürgermeister Lewe betonte in seiner Festansprache die Symbolik der Mühlhäuser Fahne am Rathaus als Zeichen von etwas Kostbaren. Beide OB sprachen aber auch von den aktuellen Herausforderungen unserer Zeit.

Globale Veränderungen führten zu einer Verschiebung von Prioritäten. Lewe verglich die Kriegssituation von 1648 mit Hungersnot und marodierenden Truppen mit der Lage in Syrien. Damals sei es gelungen, im Dialog mit Geduld und Toleranz zu Frieden zu kommen.

Höhepunkt war die abendliche Gala, zu der der Verein „Freunde Mühlhausens“ ein Gala-Journal herausgegeben hat, das die 25 Jahre Städtefreundschaft mit ihren Akteuren und Ereignissen würdigt. Mehr als 100 geladene Gäste waren der Einladung des Vereins gefolgt. Für die musikalische Begleitung sorgte am Flügel Lukas Fischer aus Effelder, Musikstudent im 5. Semester, sowie auf Seiten Münsters die Blechbläsergruppe „Brassissimo“ der Westfälischen Schule für Musik.

In seiner Begrüßung erinnerte der scheidende Vorsitzende des Vereins „Freunde Mühlhausens“ Dr. Friedrich-Adolf Jahn an die Entstehung der Partnerschaft und die Gründung des Vereins. „Nach der Freiheit kam die Einheit und die Städtefreundschaft wurde möglich.“

Elke Holzapfel stellte in ihrer Tischrede die menschliche Seite der Partnerschaft heraus und schlug vor, dem Beispiel Münsters zur Benennung einer Straße nach der Partnerstadt auch in Mühlhausen endlich zu folgen.

Besondere Gesprächsrunde im Rahmen der Ausstellung "Die Hälfte des Himmels 55 Frauen und DU"

Vom 20. Oktober bis zum 8. November 2015 ist in der Jugendkirche St. Martini die Ausstellung „Die Hälfte des Himmels - selbstbewusst gegen Diskriminierung und Gewalt!“ zu sehen. Sie stellt beeindruckend dar, welche Spuren Gewalt an Menschen hinterlässt und wie Menschen neue Wege suchen und Hoffnung für ihre Zukunft finden.

An den Wochentagen finden Gruppenveranstaltungen für Schüler und Jugendliche statt. Die Teilnehmer setzen sich mit dem Thema auseinander und erarbeiten Strategien einer aktiven Gewaltprävention für ihren Alltag. Für diese Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich. An den Wochenenden ist die Jugendkirche von 10 bis 18 Uhr ohne Anmeldung zugänglich. Der Eintritt ist frei.  

Herzlich eingeladen sind alle Interessierten zu einer Gesprächsrunde am Dienstag, den 3. November 2015, um 18 Uhr. Im Rahmen der Ausstellung spricht die Menschenrechtsexpertin Marion Böker zum Thema „Der Schmerz der einen ist das Versagen aller: Mit Menschenrecht und Würde zur Freiheit von Gewalt“.

Aus zwei mach eins – Verein der Welterberegion Wartburg Hainich erfolgreich fusioniert

In den zurückliegenden Monaten wurden zahlreiche Vorbereitungen zur Verschmelzung der beiden Vereine  Tourismusverband der Welterberegion Wartburg Hainich e.V. und Kommunale Arbeitsgemeinschaft Hainich-Werratal e.V. getroffen. Beide arbeiten bereits seit Jahren im Rahmen einer koordinierten Regional- und Tourismusentwicklung eng zusammen, seit 2011 in einer gemeinsamen Geschäftsstelle in Weberstedt.

Auf der gestrigen Mitgliederversammlung (27.10.) in Behringen wurde die neue Satzung und somit der neue gemeinsame Vereinsname „Welterberegion Wartburg Hainich e.V.“ bestätigt. „Dies ist ein weiterer Schritt in eine gefestigte kreis- und regionsübergreifenden Tourismus- und Regionalentwicklung“ sagt Bernhard Bischof, der gestern zum Vorstandsvorsitzenden gewählt wurde. Der Welterberegion Wartburg Hainich e.V. zählt nun 171 Mitglieder, bestehend aus dem Unstrut-Hainich- und Wartburgkreis, Städten und Gemeinden, Beherbergungs- und Gastronomiebetrieben sowie touristischen Leistungsträgern und Förderer der Region. Die Bündelung der Kräfte stärkt die Umsetzung der gemeinsamen Ziele im Rahmen der regionalen Entwicklungsstrategie und des Tourismusmarketings der Welterberegion. Gerade im Hinblick auf die kommenden Großereignisse der Lutherdekade sowie dem 117. Deutschen Wandertag in Eisenach wird die Marke Welterberegion Wartburg Hainich enorm an Stabilität im Innen- und Außenmarketing gewinnen. Hierzu braucht es eine starke Organisationsstruktur, die eine körperschaftsübergreifende Zusammenarbeit zum Nutzen aller befördert.

Ausstellung zum Thema Gleichberechtigung in der Jugendkirche St. Martini

Vom 20. Oktober bis zum 8. November 2015 ist in der Jugendkirche St. Martini die Ausstellung „Die Hälfte des Himmels - selbstbewusst gegen Diskriminierung und Gewalt!“ zu sehen. Sie stellt beeindruckend dar, welche Spuren Gewalt an Menschen hinterlässt und wie Menschen neue Wege suchen und Hoffnung für ihre Zukunft finden.

An den Wochentagen finden Gruppenveranstaltungen für Schüler und Jugendliche statt. Die Teilnehmer setzen sich mit dem Thema auseinander und erarbeiten Strategien einer aktiven Gewaltprävention für ihren Alltag. Für diese Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich. An den Wochenenden ist die Jugendkirche von 10 bis 18 Uhr ohne Anmeldung zugänglich. Der Eintritt ist frei.

Eröffnet wird die Ausstellung am Dienstag (20.10.) um 16.30 Uhr durch die Gleichstellungsbeauftragte des Unstrut-Hainich-Kreises, Frau Dorothea Lemke. Alle Interessenten sind herzlich eingeladen.

Thüringer Ausstellung ab 1. Oktober in Budapest

Heute (1.10.) um 14 Uhr eröffnet die Vizesekretärin der Ungarischen Akademie der Wissenschaften, Dr. Beáta Maria Barnabás, in Budapest eine Ausstellung der Mühlhäuser Museen über den Thüringer Architekten Friedrich August Stüler. Im prachtvollen Foyer der vor 150 Jahren von Stüler erbauten Akademie wird die Exposition bis Ende des Jahres zu sehen sein. Der um 1800 in Mühlhausen geborene Baumeister war als „Architekt des Königs“ Friedrich Wilhelm IV. europaweit tätig und entwarf viele international bekannte Bauwerke, darunter das Neue Museum in Berlin, den Berliner Dom, das Nationalmuseum in Stockholm und eben auch die Akademie der Wissenschaften in Budapest. Das 1865 – im Todesjahr Stülers – fertiggestellte Gebäude beherbergt heute neben den Räumlichkeiten der Akademie der Wissenschaften eine wertvolle wissenschaftliche Bibliothek sowie einen prächtig geschmückten Festsaal, in dem vielbesuchte Konzerte stattfinden.

Zur Eröffnung der in Ungarisch und Deutsch präsentierten Schau sprechen ausserdem der Direktor des Instituts für Kunstgeschichte, Dr. József Sisa und Thomas T. Müller, Direktor der Mühlhäuser Museen.

Gezeigt werden neben 12 großformatigen Texttafeln vor allem hochkarätige Architektur-Fotografien des Mühlhäuser Architekten und Fotografen Tino Sieland, der im 150 Todesjahr Stülers eine Auswahl bedeutender Bauwerke des Baumeisters besucht und mit der Kamera neu in Szene gesetzt hatte.

Den Anstoß für diese Sonderschau sowie deren Finanzierung übernahm der Freundeskreis der Mühlhäuser Museen. Um auf die Bedeutung Thüringer Ingenieurkunst für die Entwicklung stilbildender europäischer Großbauten im 19. Jahrhundert hinzuweisen, ist geplant, die Sonderschau anschließend ebenfalls in Stockholm, Königsberg und Breslau zu präsentieren. Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an den Direktor der Mühlhäuser Museen, Thomas T. Müller: 0049151-17292043

„Pläne für Europa – Der Mühlhäuser Baumeister Friedrich August Stüler“

EURÓPA TERVEZÖJE – A mühlhauseni építőmester Friedrich August Stüler

Laufzeit: 02.10.2015 - 31.12.2015

Akademie der Wissenschaften, Budapest

Öffnungszeiten: Mo-Do 9.00-16.00 Uhr, Fr 9.00-14.00 Uhr

Eintritt: frei

Mario Weingardt spendet private Foto-Sammlung mit rund 2.500 Aufnahmen zu Mühlhausen

Am 29. August berichtete Reiner Schmalzl in der Lokalausgabe der Thüringer Allgemeinen von der großzügigen Spende für das Mühlhäuser Stadtarchiv:

Mario Weingardt übergab 17 dicke Alben mit rund 2500 Aufnahmen seiner Heimatstadt Mühlhausen

Mühlhausen. Dass das Stadtarchiv rund 2500 historische Aufnahmen auf einen Schlag – noch dazu thematisch geordnet und mit Sachregister versehen – in seine Bestände übernehmen kann, ist selten und die große Ausnahme. Dafür sorgte jetzt Mario Weingardt, der als Hobbyhistoriker und Fotoexperte insgesamt 17 Bände mit historischen Postkarten und Fotografien von Mühlhausen aus seiner privaten Sammlung dem Stadtarchiv zur Verfügung stellt.

Dabei handelt es sich zumeist um Reproduktionen mehr oder weniger bekannter, aber auch äußerst seltener Aufnahmen. „Im Stadtarchiv sind sie doch prima aufgehoben und können weiteren Recherchen dienen“, sagte Weingardt am Freitag während der offiziellen Übergabe an Stadtarchivar Helge Wittmann. Die Schenkung des Mühlhäusers ist thematisch geordnet: Ausflugsziele, Gaststätten, Stadtwald, Gebäude, Firmen, Kirmes, Feste, Schulen, Militär.

„Herr Weingart unterstützt uns seit vielen Jahren ehrenamtlich. Ganz erheblich profitieren wir bei der Erforschung der historischen Fotobestände“, lobt der Stadtarchivar den stets bescheiden und hilfreich auftretenden Gönner. Um bestimmte Dinge oder Ereignisse zu identifizieren und Fotos zuordnen zu können, bedürfte es unbedingt eines Fotosammlers, Geschichtsinteressierten und überzeugten Mühlhäusers wie Mario Weingardt.

Nach Angaben Wittmanns sei man jetzt dabei, eine neue Fotosammlung aufzubauen. In diesem Zusammenhang erinnerte er daran, dass in den 1950er-Jahren die damalige historische Fotosammlung den Mühlhäuser Museen übergeben worden sei.

Um insbesondere die Zugänge aus den 1960er- bis 1980er-Jahren ordnen zu können, sei die Mitarbeit und Unterstützung eines Experten wie Mario Weingardt unerlässlich. Aus aktuellem Anlass ermuntert der Stadtarchivar ältere Bewohner oder auch Mühlhäuser in der Fremde, beispielsweise bei Haushaltsauflösungen etwa Fotoalben oder auch Heimatliteratur nicht wegzuwerfen, sondern auf das Stadtarchiv zuzugehen.

Man sei dankbar über jeden Neuzugang zur Bereicherung und Ergänzung der Bestände.

Kirmesimpressionen 2015

Ständchen vom Spielmannszug

Am Kirmesmontag überbringt traditionell der Spielmannszug der Stadt mehrere Ständchen vor dem historischen Rathaus.
Neben "The final Countdown" erklang unter anderem die Hymne der Eisbären Berlin, was viele Mitarbeiter der Stadt zum spontanen Schunkeln animierte.
Oberbürgermeister Dr. Johannes Bruns und Bürgermeisterin Beate Sill freuten sich sehr über die musikalischen Grüße.

Kindertanz zum Kirmesauftakt

Zum Kirmestanz waren über 200 Kinder in den Puschkingarten gekommen.
Gemeinsam mit Oberbürgermeister Dr. Johannes Bruns stimmten sie Lieder wie "Kommt herbei, kommt herbei" oder Baum, Baum, Baum, du schöner Kirmesbaum" an.
In diesem Jahr dabei waren die Pusteblumen, die Unstrutwichtel, die Forstbergspatzen, die Siedlungszwerge, die Nonnenbergeichhörnchen,...
...die Butzemänner, die Kinder aus den Kitas Kinderland und Friedrich Fröbel sowie die Schüler der evangelischen Grundschule.
Oberbürgermeister Bruns dankte allen Erziehern und für die Kleinen gab es zur Stärkung Eis und Tee.

Empfang der Schausteller

Nachdem im letzten Jahr der Empfang der Stadtverwaltung für die Schausteller des Festplatz Blobach im Rathaus stattfand, wurden sie am Donnerstagabend von Bürgermeisterin Beate Sill und Markus Edom im der Marienkirche begrüßt. Zu Beginn gab es ein kleines Orgelkonzert. Es spielte auf der Sauer-Orgel Herr Professor Henry Fairs – Universitätsorganist an der Uni in Birmingham. Nach Dankesworten der Bürgermeisterin Frau Sill für das Engagement der Schausteller zur Mühlhäuser Stadtkirmes folgte eine kleine aber durchaus sehr Informationsreiche Abhandlung über die Marienkirche von Friedrich Saemmler von den Mühlhäuser Museen. Vieles zur Geschichte der Kirche erfuhren die Schausteller. Eine schöne Sache, etwas über die Stadt zu erfahren, in der wir zu Gast sind, meinen René Otto und Jürgen Richter von den Schaustellern. So etwas gibt es nicht oft Mühlhausen und seine Stadtkirmes ist eben etwas ganz besonderes und Sie kommen auch immer wieder gerne hier her, fügten die beiden noch hinzu. Zum Ausklang gab es noch ein Glas Sekt und einen Mühlhäuser Überraschungsbeutel mit leckerem Inhalt.

Text und Foto Glenn Meyer
Traditionsverein Mühlhausen

Benefizkonzert mit dem Polizeimusikkorps Thüringen am 28.8.2015

Mühlhausen am Freitagnachmittag (28.8.) um 15 Uhr - alle wichtigen Vorbereitungen zur Mühlhäuser Kirmes sind getroffen, die ersten Besucher eingetroffen und man hat Zeit (oder man nimmt sie sich ganz einfach) für einen schönen Nachmittag bei Kaffee und Kuchen mit Freunden im Garten des Puschkinhauses.

Und es gibt noch einen gewichtigeren Grund, diesen Termin unbedingt wahrzunehmen. Mit einem stimmungsvollen Benefizkonzert im Puschkingarten möchte das PMK auch in diesem Jahr einen Beitrag zur Kinder- und Jugendarbeit der Region leisten.

Für unsere Kita Butzemannhaus, die nach ihrem kürzlichen Umzug einen Spielgarten ohne Außenspielgeräte vorfand, sammeln wir für eine Schaukel und eine Rutsche. Sicher wird das Geld dafür nicht an einem Nachmittag zu sammeln sein, aber einen schönen Anfang dafür könnte man hoffentlich machen. Musikalisch liegt der Nachmittag in den bewährten Händen des Leiters des Polizeiorchesters André Weyh. Das breit gefächerte und umfassende Repertoire des Klangkörpers reicht von Kompositionen und Adaptionen der Klassik bis zu moderner, sinfonischer Blasmusik sowie aktuellen Hits und Evergreens aus den Bereichen Jazz, Film und Musical.

Des Weiteren liegt dem Orchester auch die Pflege und Präsentation der traditionellen Marschmusik und volkstümlicher Blasmusik am Herzen. Zu erleben ist ein facettenreicher, stimmungsvoller und faszinierender Hörgenuss virtuoser Bläserklänge, umrahmt von charmanter, kurzweiliger Moderation, Rezitation und Gesang. Also nicht lang gezaudert, Freunde informiert, Sitzkissen eingepackt und los geht's!

Mit freundlichen Grüßen

Wolf-Dieter Kirchner
Das Priorat für Kultur und Soziales gemn. e. V.

Mühlhäuser Bienenkörbchen im Kirmesfieber

Schon bei den kleinsten Mühlhäusern ist es auch angekommen - das Kirmesfieber. Seit einigen Wochen basteln die Kinder der ASB Kita Bienkörbchen in der Mühlhäuser Krollstraße mit vollem Elan Kirmesketten,  die viele große blaue Säcke füllen. Diese werden dann die Bäume an den öffentlichen Plätzen wie Obermarkt, Untermarkt, Bahnhofsvorplatz und Stätte schmücken. Das ist schon seit 15 Jahren eine gute Tradition. Die Kinder basteln und der Bauhof schmückt die Kirmesbäume dann. "Diese Zusammenarbeit klappt schon seit Jahren sehr gut", meint auch Andreas Weber von der Stadtverwaltung Mühlhausen. Die Kinder selbst schmücken immer Freitags zum Kirmesstart den Baum der Kirmesbahn.


Text und Foto Glenn Meyer
Traditionsverein Mühlhausen

Neues Schild für Ausflugsziel "Günzel´s Ruh"

Im Mühlhäuser Stadtwald werden Wanderer ab August mit einem neuen Schild empfangen. "Das alte Hinweisschild war in der Vergangenheit dem Vandalismus zum Opfer gefallen", beschreibt Markus Edom, Fachbereichsleiter Bürgerdienste, Kultur und Soziales der Stadt. "Die Mitarbeiter des Jugendtechnikzentrum haben es im Mühlhäuser Geschwister-Scholl-Heim/Mehrgenerationenhaus mit viel Mühe wieder aufgearbeitet." 

Das Jugendtechnikzentrum ist ein Projekt innerhalb des Mehrgenerationenhaus Mühlhausen. Hier können sich Kinder und Jugendliche unter fachkundiger Beratung in der Holz- und Metallbearbeitung testen.

Erhard Spieß vom Waldverein Mühlhausen (rechts im Bild) freute sich über das neue Schild.

Badische Zeitung schreibt über Mühlhäuser Toleranz-Tour

Erika Sieberts schreibt in einem Artikel der Badischen Zeitung am 7.7.2015 über die Toleranz-Tour des Mühlhäusers Andy Stiller und seine Stipp-Visite im Badischen Ettenheim.

zum Artikel...

Berauschendes Fest der Melodien in der Kornmarktkirche

Am 9. Juni blickte Iris Henning in der Lokalausgabe der Thüringer Allgemeinen auf das Mühlhäuser Festival "Clarinet & Friends" mit einem Beitrag über Helmut Eisel zurück:

Mühlhausen. Er ist einer, der vermutlich in allen Sprachen dieser Welt Geschichten erzählen, lachen, trösten, begeistern, schimpfen und weinen kann.

Sein in allen Sprachen übersetzender Babelfisch ist die Klarinette. Die Idee, mit der Klarinette zu kommunizieren, hatte der heute 60-jährige Helmut Eisel bereits in seiner Kindheit.

Der längst international bekannte und geschätzte Klarinettist aus Saarbrücken begeisterte jetzt über das gesamte Wochenende mit seiner „Sprechenden Klarinette“ ein großes Publikum in Mühlhausen. Eisel ist Initiator und künstlerischer Leiter des Festivals „Clarinet & Friends“, das jetzt Premiere feierte.

Termin für 2016 quasi per Handschlag

Ein großartiger Abend innerhalb dieses Festivals war der gemeinsame Auftritt von Helmut Eisel und dem Sebastian-Voltz-Trio im Konzertsaal in der Kornmarktkirche. „Talking Sinatra – Klezmer meets Jazz“ titelte das Programm. Eisel und das Voltz-Trio wollten gemeinsam mit ihren Gästen das Leben von Frank Sinatra feiern, jenem Charmeur mit der rauchigen Stimme, der vor 100 Jahren in den USA geboren wurde.

Für „Talking Sinatra“ hat Eisel gemeinsam mit dem experimentier- und improvisationsfreudigen Pianisten Sebastian Voltz ein schillerndes Bandprojekt entwickelt. Mit Mario Bar­tone am weltweit einzigen (da selbst gebaut) 9-saitigen E-Bass und Dirk Leibenguth an den Drums, ließen am Freitagabend Eisel und das Voltz-Trio die unvergesslichen Hits der 1930er- Jahre ebenso wie mitreißenden Klezmer-Swing-Mix aus der eigenen Feder hoch emotional durch den Kirchenraum toben.

Die Klarinette sang, schluchzte und schmetterte zwischen himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt, das Klavier assistierte, das Schlagzeug vibrierte, die Bass-Gitarre mischte mit – alles schien wie aus dem Moment geboren und allein dazu gemacht, gemeinsam mit dem Publikum ein (be)rauschendes Fest der Melodien zu feiern.

Genau das ist der Wunsch von Helmut Eisel: Die Zuhörer und die Teilnehmer der Festival-Workshops mit jedem einzelnen Konzert ganz persönlich anzusprechen, zu inspirieren und die Faszination in der musikalischen Vielfalt zu erleben in berauschenden Klangfarben zwischen dem Rot der Liebe, dem Schwarz der Trauer, dem Kunterbunt der Freude und dem Blau der Sehnsucht.

Vom viertägigen Festival zurück ließen Eisel, das Voltz-Trio und alle anderen beteiligten Künstler ein begeistertes Publikum und den Wunsch nach Fortsetzung dieses Klangerlebnisses von "Clarinet & Friends". So wurde noch während des Abschlusskonzerts am Sonntagabend im sommerlichen Puschkingarten der Termin für "Clarinet & Friends 2016" quasi per Handschlag vereinbart. Das soll schließlich vom 2. bis 4. Juni stattfinden.

So verabschiedete sich dann ein sichtlich glücklicher Helmut Eisel von Mühlhausen, einer Stadt, die es ihm angetan hat. Begeistert ist er von deren reichen kulturhistorischen Geschichte, ihren vielen Kirchen und der Fülle charmanter und charakteristischer Veranstaltungsorte. Und nicht zuletzt von den vielen musikliebenden Menschen, die er im musikalischen Dialog zwischen Bühne und Publikum kennengelernt hat - unter ihnen auch Oberbürgermeister Johannes Bruns (SPD) und Bürgermeisterin Beate Sill (pl), die gleichsam mit den mehreren hundert Besuchern dieses großartige Fest der Begegnung feierten.

Viel Fantasie und tolle Ergebnisse beim Kita-Malwettbewerb 2015

Mühlhausens Bürgermeisterin Beate Sill hat am 4. Juni die Gewinner des diesjährigen Kita-Malwettbewerbs ausgezeichnet. „Ich muss sagen, eigentlich gibt es hier heute in der Rathaushalle nur Gewinner, denn alle Bilder und Basteleien sind ganz wunderbar“, so die Bürgermeisterin.

Bereits zum dritten Mal hatten Stadtelternvertretung und Rathaus auch 2015 alle 18 Kindertagesstätten der Stadt zu dem Wettbewerb aufgerufen. Unterstützt vom Mühlhäuser Traditionsverein war das Motto in diesem Jahr die Kirmes.

Beteiligt haben sich das Kinderland am Wendewehr, die Kita Pusteblume, die Stupsnasen der AWO Unstrutwichtel, die Forstbergspatzen sowie die Kitas St. Josef, Zwergenland, Friedrich Fröbel und Elisabeth von Thüringen. Bis zum 30. April hatten die Kleinen Zeit, ihre Erlebnisse rund um die schönste Zeit des Mühlhäuser Sommers - die Kirmeswoche - in Bildern und Basteleien darzustellen. Im Mai hatte dann eine Jury mit Vertretern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft ihre Favoriten aus den eingereichten Kunstwerken ausgewählt.
Gewonnen hat in diesem Jahr die Kita „Elisabeth von Thüringen“ mit einem wunderbar gestalteten Kirmesbaum. Die Kleinen dürfen sich nun auf eine Fahrt mit der Mühlhäuser Straßenbahn freuen.
Platz zwei belegten die Forstbergspatzen, auf die eine Veranstaltung in der Stadtbibliothek wartet.
Die Kita „St. Josef“ hat mit dem dritten Platz einen Besuch bei der Mühlhäuser Feuerwehr gewonnen.
Leer ist natürlich keine Kita ausgegangen, waren die Basteleien doch allesamt bezaubernd. Die Kinder freuten sich über neue Mal- und Bastelutensilien und Fruchtbonbons satt.
Viel Freude auch bei den Kleinen der Kita "Kinderland".
Die Kita "Zwergenland" war mit ihrer Collage auch ganz vorne dabei.
Spaß hatte auch der Nachwuchs aus der Kita "Friedrich Fröbel".

Frühjahrsputz des Mühlhäuser Schülerparlaments

Die Idee zu einer Frühjahrsputzaktion entstand im Schülerparlament bei den Jahresplanungen. Den Schülern der Martinischule war schon lange aufgefallen, dass die Grünanlage hinter ihrer Schule einen Frühjahrsputz dringend nötig hat.

Am 22. April 2015 trafen sich die Mitglieder des Schülerparlamentes der Stadt Mühlhausen im Park hinter der Martinischule.  Eine dreiviertel Stunde suchten und fanden die Kinder und Jugendlichen viele Flaschen, Plastiktüten sowie allen nur erdenklichen Abfall. Sogar ein kleiner Wettbewerb entstand, welcher Müllsack am Ende wohl den meisten Unrat barg.

Das Schüpa will mit dieser Aktion ein klares Zeichen für ein sauberes Mühlhausen setzen. Dies nahmen auch die zahlreichen Bürger und Spaziergänger im Park an diesem Tag deutlich wahr.

Charlotte Trautmann
Vorsitzende Schülerparlament

Langer Abend zur Vorstandswahl des Traditionsvereins Mühlhäuser Heimatfeste e.V.

Gewählt wird der Vorstand entsprechend der Satzung alle vier Jahre neu. Dies geschah am Mittwochabend im Hopfensaal des Mühlhäuser Brauhaus zum Löwen. Vorsitzender und Stellvertreter werden als einzelnen Person direkt gewählt. Alle Restlichen 7 Vorstandmitglieder dann in einem Wahlgang. Die ganze Wahl erfolgt geheim. Wahlberechtigt sind alle Kirmesgemeinden bzw. deren Vertreter die zur Wahlversammlung erschienen sind. Auch kommen von denen die Vorschläge für die einzelnen Vorstandmitglieder. Zum Wahlergebnis. Helmut Mey wurde fast einstimmig wieder zum Vorsitzenden gewählt. Michael Leifer bleibt einstimmig für die nächsten 4 Jahre sein Stellvertreter. Für die restlichen Vorstandmitglieder gab es sogar einen Vorschlag mehr als benötigt Neuer Kandidat war Peter Hesse. Da es nach dem ersten Wahlgang ein Stimmgleichheit zwischen zwei der Kandidaten gab kam es am späten Abend dann noch zu einer Stichwahl. Am Ende nahm Peter Hesse die Wahl nicht an und der neue Vorstand ist komplett der selbe wie in den letzten 4 Jahren. Mit dabei sind allso wieder Regina Hesse, Ingeburg Krause, Hans Dieter Dörbaum, Glenn Meyer, Gerhard Opel, Thomas Essiger und Steffen Gretsch.

 

Mühlhausen, 8.12.2014

Glenn Meyer

6. Preisverleihung „Couragepreis 2014“ am 25. Februar 2015

Der Mühlhäuser Verein Miteinander: Netzwerk für Demokratie und Toleranz im Unstrut-Hainich-Kreis e.V. bereitet sich in diesen Tagen auf  seine 6. Preisverleihung „Couragepreis 2014“ am 25. Februar 2015 in den Räumen des Vereins „Kunst, Kultur und Kommunikation“ (3 K) vor.

Das Thema Zivilcourage hat seit Wochen eine besondere Brisanz erhalten durch die Pressemitteilung der Ausländerbehörde im UHK zur geplanten Umverteilung von Flüchtlingen insbesondere aus Eritreea und Syrien. Für den UHK ist ab 2015 eine Zahl von 1000 Flüchtlingen auszugehen.

Diese Mitteilung ist als realistisch einzustufen und wird verstärkt für Unruhe in der Bevölkerung sorgen. Die Flüchtlingspolitik wurde  ohnehin durch das Wahljahr 2014 sehr kontrovers geführt. Rechtspopulisten werden bis heute nicht müde, Ängste und Aversionen zu produzieren um sich selbst als Heilsbringer darzustellen.

Der Verein Miteinander e.V. ruft deshalb die Bürgerinnen und Bürger von Mühlhausen und des UHK zur Solidarität mit den Flüchtlingen in unserem Landkreis auf.  Denn Solidarität ist nicht selbstverständlich. Sie braucht Mut  und Zivilcourage . Es braucht ein Bündnis aller Bürgerinnen und Bürger für ein klares Bekenntnis und für Hilfe in vielen Situationen Zivilcourage ist gefragt. Toleranz und Akzeptanz ist auch in vielen anderen Bereichen der Bürgergesellschaft von weitreichender Bedeutung. Solidarität mit Fremden ist ein Prüfstein unserer Mitmenschlichkeit, die sich im täglichen Leben zu bewähren hat.  Deshalb versteht sich  die Auslobung eines 6.  Couragepreises für 2014 im UHK wie von selbst und bezieht sich auf alle Lebensbereiche der Familien,der Öffentlichkeit, den Schulen , den Ämtern , im Sport und Veranstaltungen.

Alle Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, Vorschläge einzureichen für Menschen, die ihnen in dem Jahr 2014 durch ihre mutige Haltung in unterschiedlichen sozialen Kontexten aufgefallen sind. Menschen, die es verdient haben, öffentlich für ihr Engagement und Mut anerkannt zu werden.

Vorschläge oder Hinweise können bis zum 10. Januar 2015 im Büro des Vereins und in der TA-Lokalredakion eingereicht werden.

 

Ab dem 24.11.2014 gilt auch für Miteinander e.V. die  neue Postadresse:

Wir sind mit der VHS des UH – Kreises umgezogen. 

Miteinander: Netzwerk für Demokratie und Toleranz

im Unstrut – Hainich – Kreis e.V.

Meißnersgasse 1b

Zi.:3.3

99974 Mühlhausen

Mitarbeiter: Christina Vater und Nune Kagramanjan

Telefon: 03601 – 855230

E-Mail: miteinander-uhk@gmx.de

www.miteinander-uhk.de

Sprechstunde: Donnerstag von 10:00 – 15:00

 

 

Mühlhausen, 27.11.2014

Eberhard Vater, Vorsitzender Miteinander e.V.

 

 

 

Mühlhäuser Marienkonzerte im Dezember

"Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden" - Die Lutherische Weihnachtsmesse zwischen Reformation und Dreißigjährigem Krieg

Pompös und schallend eröffnet das Konzert am Donnerstag, dem 04. Dezember, um 19 Uhr 30, in Mühlhausens Konzertkirche St. Marien, die besinnlichste Zeit des Jahres.

Der Lutherische Weihnachtsgottesdienst füllt sich mit Werken von Praetorius, wie sie um 1620 in einer größeren Kirchen Mitteldeutschlands erklungen sein mag und geht auf Luthers erarbeiteter Neuordnung des Gottesdienstes zurück, die sich im wesentlichen an die römisch – katholische Messe hält, jedoch flexibler gestaltet.

Dabei ist der Name Michael Praetorius eng mit der Stadt Mühlhausen verbunden, schenkte er doch dem Mühlhäuser Rat eines seiner größten Kompositionssammlungen der damaligen freien Reichsstadt. Das schöne Weihnachtslied "Es ist ein Ros' entsprungen" ist darin enthalten.

Das Fest Christi Geburt ist für Praetorius auch eine musikalisch prachtvolle Herzensangelegenheit. "...Mit Jubel und Freudengeschrei..."  gastiert das Leipziger Collegium Vocale, das Alte Musik - Ensemble Merseburger Hofmusik unter der Leitung von Gewandhausorganist Michael Schönheit in der zweitgrößten Kirche Thüringens. An der Sauer - Orgel nimmt Mühlhausens Stadtorganist Denny Ph. Wilke Platz.

 

Weihnachtliche Orgelmusik bei Kerzenschein

Am Freitag, dem 26. Dezember (2. Weihnachtsfeiertag), beginnt um 16 Uhr die halbstündige Orgelmusik zum Weihnachtsfest.

Der vormalige Mühlhäuser Stadtorganist und jetzige Erfurter Universitätsorganist Dr. Wieland Meinhold wählte ein Programm, in dessen Mittelpunkt Weihnachtsweisen wie "In dulci jubilo", "Es ist ein Ros' entsprungen", "Tochter Zion" und die Eichsfelder Weise "Maria durch ein Dornwald ging" stehen.

 

Vorhang auf! - eine Operngala mit der Königin

Das zur Tradition gewordene Orgelkonzert zum Jahresende steht ganz im Zeichen der Oper.

Orgelbearbeitungen wie Rossinis "Wilhelm Tell" - Ouvertüre oder Bizets "Carmen - Suite", wie auch der "Chor der Geharnischten" aus W. A. Mozarts "Zauberflöte" erwarten Freunde der Orgelmusik zum Silvesterkonzert am Mittwoch, dem 31. Dezember, um 18 Uhr. Wie jedes Jahr erklingt auch das wohl berühmteste Orgelwerk überhaupt: Johann Sebastian Bachs Toccata und Fuge d - Moll BWV 565 und seine Choralbearbeitung über "Das alte jahr vergangen ist" BWV 614.    

Stadtorganist Denny Ph. Wilke leitet mit der Sauer - Orgel von 1891, dem größten erhaltenen Instrument aus dem 19. Jahrhundert im Freistaat, das Neue Jahr ein.

(Denny Ph. Wilke)

Freiluftausstellung zeigt Mühlhäuser Dokumente der Wende

Am Freitag (31.10.) berichtete Felix Voigt in der Lokalausgabe der Thüringer Allgemeinen von der Ausstellungseröffnung auf dem Untermarkt:

Freiluftausstellung zeigt Mühlhäuser Dokumente der Wende

„Plätze der Demokratie – Thüringen in der friedlichen Revolution“ ist eine Woche lang auf dem Untermarkt zu sehen

Bauzäune stehen auf dem Untermarkt, doch niemand baut etwas. Spätestens seit dem gestrigen Donnerstagnachmittag ist klar, warum: Für eine Woche, genau genommen bis zum 6. November, ist dort eine Freilichtausstellung zu sehen. An den Bauzäunen sind große Plakate mit Collagen historischer Dokumente angebracht. Thema, wie sollte es in diesen jubiläumsreichen Tagen anders sein, ist die Wende.

Die Schau mit dem Titel „Plätze der Demokratie – Thüringen in der friedlichen Revolution“ wurde gestern von Mühlhausens Oberbürgermeister Johannes Bruns (SPD) und Andrea Herz eröffnet. Andrea Herz arbeitet für den Landesbeauftragten des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und ist mit historischer Aufarbeitung und politischer Bildung beschäftigt.

Bruns erinnerte in seiner Rede noch einmal an die Montagsdemonstrationen in Leipzig, wo völlig unklar war, was passiert – schlimmstenfalls hätte damals das Gleiche geschehen können wie wenige Monate zuvor auf dem Platz des himmlischen Friedens in Peking, als das Militär die Proteste gewaltsam niederschlug.

Andrea Herz erläuterte die Hintergründe der Ausstellung, die zuvor schon in fünf anderen Thüringer Städten zu sehen war. Jedoch nicht in dieser Form, denn anlässlich der Schau in Mühlhausen hatte sie ein eigenes Plakat speziell mit Dokumenten von hier zusammengestellt. Das sei in diesem Fall erstaunlich einfach gewesen, erklärte Herz, die Geschehnisse der Wendetage seien in Mühlhausen sehr gut und frühzeitig aufgearbeitet worden.

Unter den ausgestellten historischen Dokumenten befindet sich unter anderem ein Fernschreiben mit einem Bericht der hiesigen Kreisdienststelle über den Verlauf einer Versammlung am 10. November 1989, den die Bezirksverwaltung der Stasi in Erfurt nach Berlin weitergeleitet hatte. Oder ein Bericht des Kreisdienststellenleiters vom 24. November, aus dem hervorgeht, dass selbst am 22. November, also viele Tage nach dem Mauerfall, Schüler der Polytechnischen Oberschule Mühlhausen von der Stasi verhört worden waren, weil sie sich durch persönliche Aufzeichnungen umstürzlerischen Gedankenguts verdächtig gemacht hatten.

„Freiheit ist ein Geschenk, aber man muss jeden Tag dafür kämpfen“, sagte Oberbürgermeister Bruns in seiner Rede zur Eröffnung – selten galt das so sehr wie vor 25 Jahren.

Die Freiluftausstellung "Plätze der Demokratie - Thüringen in der friedlichen Revolution" ist bis zum 6. November auf dem Untermarkt und danach auf dem Syndikatshof zu sehen.

250 Gäste beim Kirmesbürgermeisterball

Seit 61 Jahren ist es eine gute Tradition, dass sich immer am ersten Samstag im November die Mühlhäuser Kirmesgemeinden noch einmal zum Feiern treffen. 250 Kirmesfreunde und Ehrengäste waren zum Ausklang des Kirmesjahres gekommen, um verdienstvolle Kirmesfreunde zu ehern.

So wurde Ulli Thurau (Kräuterstraße) für 20 Jahre und Peter Bellstedt für 5 Jahre als Kirmesbürgermeister des Vogteier Platz geehrt. Auszeichnungen gab es auch für die besten fünf Bilder aus dem Kirmesumzug 2014. Nach diesem Teil galt es das große warm-kalte Büfett zu erstürmen. Viel Geduld war aufgrund der fast durch den Saal reichenden Schlange mitzubringen. Die "Ersatzband" des Abends Timeless aus dem Eichsfeld schaffte es, dass gleich zu Beginn der ersten Takte der Tanzmusik die Kirmesfeunde die Tanzfläche füllten. So blieb es auch den ganzen Abend. Der Spruch: "Manchmal ist der Ersatz besser als das Original" machte den ganzen Abend im Saal die Runde und war ein Zeichen, dass die Band die Herzen der Kirmesfreunde sofort erobert hatte. Vielleicht hört und sieht man Sie ja in den nächsten Jahren mal in einer Kirmesgemeinde wieder. Die besondere Überraschung zum 61. Kirmesbügermeisterball war Matthias Freyboth aus Eisenach. Als Herr Schlimmer begrüßte er schon am Einlass die Gäste mit und beim Tänzchen mit Gisela tobte der Saal. Aber das sollte noch überboten werden. Als Alfred Karasch auf die Bühne kam und mit seinen gefühlten über 100 Jahren "Atemlos" von Helene Fischer anstimmte, ging das Publikum quasi über Tisch und Stühle und forderte sogar eine Zugabe. Keiner wird diese Bauchrednernummer wohl so schnell vergessen. Bis tief in die Nacht hinein wurde noch ausgiebig getanzt und sicherlich schon so manch ein Plan fürs Umzugsbild 2015 geschmiedet.

Glenn Meyer
Mühlhäuser Traditionsverein

Aus den Händen vom Oberbürgermeister Dr. Johannes Bruns (rechts) und Kirmesoberbürgermeister Helmut Mey (Bildmitte) erhielten Peter Bellstedt und Ulli Thurau ihre Ehrungen für die Zeit als Kirmesbürgermeister.

Krümelzwerge laden Oberbürgermeister zum Vorlesetag ein

Am 23. Oktober waren die Krümelzwerge der Kindertagesstätte Butzemannhaus zu Gast im Rathaus, um Oberbürgermeister Dr. Johannes Bruns persönlich zum Vorlesetag am 21. November einzuladen.

Gleichzeitig nutzten sie die günstige Gelegenheit, um sämtliche Fragen zu stellen. So wollten die Zwerge zum Beispiel ganz genau wissen, was ein Oberbürgermeister alles macht.

Die große selbst gestaltete Einladung las Dr. Bruns den Kindern laut vor und freut sich nun auf seinen Besuch am 21. November.
Am bundesweiten Vorlesetag lesen deutschlandweit knapp 50.000 Menschen in Schulen, Kindergärten, Bibliotheken oder Buchhandlungen aus Lieblingsbüchern vor. Auch in Mühlhausens Stadtbibliothek ist der Tag bereits eine feste Tradition.    

Wir nehmen Abschied von Wolfgang Pilz

Sehr viele Jahre gehörte Wolfgang Pilz mit seiner Kamera in das Mühlhäuser Stadtbild. So haben auch eine nicht geringe Zahl der Mühlhäuser Jugendweihe Hochzeits- oder auch Einschulungsbilder mit dem berühmten Pilzstempel hinten drauf zu Hause in Ihren Fotoalben. Mit seiner netten freundlichen Art war * 4711 * oder auch der Haus und Hoffotograf einer, den alle kannten und mochten. Zu Hause war er auch am Mühlhäuser Schwanenteich, wenn dort Fasching gefeiert wurde. Wolfgang Rutsch, der langjährige Chef der Faschingsfeierenden Mühlhäuser am Schwanenteich, erinnert sich gerne an die Zeit zurück. Wolfgang war ein guter zuverlässiger Partner und hat so manch einen mit einem Schnappschuss erfreut.

Gern erinnern wir uns auch an seine Zeit im heutigen Traditionsverein Mühlhäuser Heimatfeste. Die Kirmes war sein Leben. Neben Günter Würfel prägte er von 1970-2005 das Geschehen Rund um die Mühlhäuser Stadtkirmes und hielt sie in tausenden Bilder fest. Die Kirmesgemeinde Rimbach, quasi nebenan, war über viele Jahre seine zweite Heimat in der Kirmeszeit. Auch dort sind unzählige Fotos entstanden. Noch zu Lebzeiten erfreute er sich darüber, dass seine Bilder im Internet so viel Zuspruch erleben. In diesem Jahr konnte er zur Musikschau und zum Festumzug noch einmal viele Hände schütteln.

Im Mühlhäuser Fotoklub, den er nach der Wende wieder mit ins Leben gerufen hatte, stand er immer gerne mit Rat und Tat zur Seite wenn es um Bilder ging. Hier hat er bis in den letzten Wochen mitgewirkt.

Er sagte oft "Wir sind hier alle nur zu Gast". Nun wo sein Gastspiel zu Ende ist, bleiben sehr viele gute Erinnerungen

Glenn Meyer
Traditionsverein Mühlhausen

In der Reihe Marienkonzerte empfängt Mühlhausen am 9. Oktober den Saalfelder Mädelchor

Chormusik aus fünf Jahrhunderten erklingt im Konzert des Mädelchores Saalfeld am Donnerstag (9.10.) um 19 Uhr in der St. Marienkirche zu Mühlhausen.

Unter der Leitung von Kantor Andreas Marquardt singen die Mädchen Motetten von Heinrich Schütz, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Johannes Brahms, Max Reger, Thomas Jennefelt u. a. Ins Programm aufgenommen werden auch zwei Orgelwerke, gespielt von Solveig Weigel.

Der Mädelchor wurde 1950 von Walter Schönheit an der Saalfelder Johanneskirche gegründet. Unter dem Motto „Soli Deo Gloria“ singt er jedoch nicht nur Konzerte, sondern ist auch regelmäßig in den Gottesdiensten der Johanneskirche zu hören. Ebenso wirkt er auch an chorsinfonischen Aufführungen mit den Thüringer Sängerknaben oder dem Oratorienchor Saalfeld mit, wie z. B. an der Aufführung des großen Oratoriums „Luther in Worms“ von Ludwig Meinardus am 31. Oktober 2014 in der Johanneskirche Saalfeld.

Der Mädelchor Saalfeld verfügt über kein Internat. Die jungen Sängerinnen, die alle aus Saalfeld und Umgebung kommen, treffen sich mehrmals wöchentlich zu Proben und erarbeiten dabei ein immer breiteres Repertoire, das neben geistlichen Chorwerken verschiedener musikalischer Epochen auch Volkslieder umfasst.

Andreas Marquardt wurde 1981 in Mühlhausen/Thür. geboren. Er entstammt einer Kirchenmusikerfamilie. Beide Eltern sind Kantoren. Auch der Großvater übte diesen Dienst aus. Den ersten Klavier- und Theorieunterricht erhielt Andreas Marquardt mit sieben Jahren beim Vater Klaus-Peter. Prägend war die Mitgliedschaft bei den Thüringer Sängerknaben in Saalfeld von 1989 bis 2000. Vom Jahr 2000 an absolvierte Andreas Marquardt ein Instrumentalstudium mit Hauptfach Orgel an der Hochschule für Musik Nürnberg-Augsburg. Hier waren Michael Schönheit, Sigrid Wildt und Prof. Markus Willinger seine Lehrer. Im Jahr 2004 erfolgte das Diplom und 2006 das Meisterklassendiplom. Er belegte Meisterkurse bei namhaften Organisten wie Guy Bovet, Luigi F. Tagliavini, Bernard Bartelink, Olivier Latry, Daniel Roth, Istvan Ella, Franz Lehrndorfer u. a. Im Sommer 2010 folgte das Examen Kirchenmusik A in Leipzig. Nachdem er im Jahr 2012 als Interimskantor in Saalfeld tätig war, wurde er im Januar 2013 in das Amt des Kantors und Organisten an der Johanneskirche berufen.

Solveig Weigel, geboren 1987 in Lauingen a. d. Donau, besuchte zunächst die Hochschule für Evangelische Kirchenmusik Bayreuth in der Orgelklasse von Thomas Rothert und schloss dort mit dem B-Diplom ab. Im Jahr 2012 wechselte sie an die Hochschule für Musik und Theater Leipzig in den Masterstudiengang Kirchenmusik und erhält seitdem Orgelunterricht bei Prof. Stefan Engels. Ergänzend dazu besuchte sie Meisterkurse bei u. a. Paolo Crivellaro, Martin Schmeding, Günther Kaunzinger, Ludger Lohmann, Michael Radulescu und Michel Bouvard.

Denny Ph. Wilke

Oberbürgermeister besucht Kirmesgemeinden

Auch in diesem Jahr besuchte Oberbürgermeister Dr. Johannes Bruns innerhalb der Kirmeswoche wieder zahlreiche Kirmesgemeinden  Es ist eine gute Tradition, dass sich der Oberbürgermeister mit einem Bierscheck für das Engagement und den Einsatz rund um die Kirmes bedankt.

Wilfried Zeng
Peter Bellstedt
Wieland Eisenhardt
Gerd Faupel
Mario Gericke
Andre Lehmann
Jörg Breitbarth

Spielmannszug brachte Kirmeslaune ins Rathaus

Gemeinsam mit Bürgermeisterin Beate Sill empfing Mühlhausens Oberbürgermeister Dr. Johannes Bruns am Kirmesmontag (1.9.) den Stadtspielmannszug Mühlhausen vor dem Rathaus.

Mit Titeln wie "Ring Of Fire" und dem Eisbären-Hit überbrachten die 20 Musiker um Stabführer Göran Schug allen Mitarbeitern der Stadtverwaltung musikalische Grüße und versetzten so das gesamte Rathaus in Kirmesstimmung. Pünktlich zu den ersten Klängen des Spielmannszuges ließ sich an diesem bedeckten Morgen zum ersten Mal die Sonne in der Neuen Straße blicken.

Die Sommerferien 2014 im Geschwister-Scholl-Heim/Mehrgenerationenhaus

Insgesamt 218 Kinder erlebten bei uns abwechslungsreiche und schöne Ferientage bei strahlendem Sonnenschein aber auch ein paar Tröpfchen Regen. An 15 Veranstaltungen konnten die Kinder sich aktiv betätigen, singen, zaubern, spielen, basteln, malen, wandern, kochen, sportlich sich fit halten, mit Wasser spritzen.

Oder sie konnten Interessantes über die Stadtmauer erfahren, einen langen Ferienabend erleben, bei einer Schnipseljagd Fragen beantworten, damit sie den richtigen Weg fanden, sich mit einem leckeren Eis erfrischen oder auch Pizza- und Eierkuchen essen. Zum Abschluss der Ferien wurden traditionell viele bunte Kirmesketten geklebt, der Kirmesbaum geschmückt und leckerer Kirmespflaumenkuchen gebacken.

Die Kinder waren teilweise ein bisschen traurig, als die Ferien zu Ende gingen und freuten sich aber auch wieder auf die Schule, neue Freunde, neue Unterrichtsfächer. Schon in den letzten Wochen erkundigten sich einige, was es bei uns in den Herbstferien interessantes zu erleben gibt.

Sabine Heinze für die Mitarbeiter im Geschwister-Scholl-Heim/Mehrgenerationenhaus

Mühlhäuser Feuerwehr verteidigt Kreismeister-Titel in Bickenriede

Am letzten Wochenende (21.6.) fand der jährliche Kreisausscheid der Feuerwehren statt. Unsere Feuerwehr hat es geschafft den Titel zu verteidigen. Sie setzte sich in der der Kategorie Gruppenfahrzeuge mit 2150 Punkten durch.

Unter anderen galt es, einen Gebäudebrand nach einer Explosion zu bekämpfen und dort zwei Personen zu retten. Ebenso war eine Person nach einem Verkehrsunfall zu bergen und zu betreuen. Das Problematische an diesem Einsatzszenario war, dass sich das Fahrzeug an einem Hang befand.

Ich bin als Wehrführer und Einsatzleiter der Übungen sehr stolz auf unsere Gruppe. Ich freue mich über die gezeigten Leistungen und möchte mich für das  Engagement auf diesem Wege bedanken.

Außerdem möchte ich den Kreisausbildern unter Leitung von Uwe Kruse für die jährliche Ausrichtung des Ausscheides und für ihre kontinuierliche Arbeit in Sachen Ausbildung recht herzlich danke sagen.

 

Stefan Wabner

Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Mühlhausen

Der Aufgabe als Botschafter gerecht geworden

Bereits zum vierten Mal durften wir, vom Drumcorps der Stadt Mühlhausen, zum großen Rosenmontagsumzug nach Münster fahren und Mühlhausen in unserer Partnerstadt vertreten, sowie musikalische Grüße überbringen. Da wir im vergangen Jahr nicht in Münster teilnahmen, war die Vorfreude und die Erwartung bei allen Mitwirkenden wieder reichlich vorhanden. Nach einer reibungslosen Fahrt und einer überpünktlichen Ankunft in der westfälischen Großstadt, dank unserer Busfahrerin Manuela Richardt, wurden wir wie gewohnt von Klaus Meier, Ehrenbürger Mühlhausens und Geschäftsführer des Vereins „Freunde Mühlhausens“, mit einem herzlichen “Helau“ empfangen. Ihm gilt unser besonderer Dank, für die Rundumversorgung, die Organisation und damit die Ermöglichung unserer Teilnahme am Umzug.

An unserem Busstellplatz bekamen wir dann Besuch von unserem Oberbürgermeister Dr. Johannes Bruns und dem Stadtratsvorsitzenden Edgar Schmerbauch, die uns für unser Engagement in Münster dankten. Wir seien ausgezeichnete Botschafter der Stadt bei so einer großen Veranstaltung. Dieser Aufgabe wurden wir auch durch unsere Fahne mit dem Prunkwappen der Stadt Mühlhausen und unseren breitem Banner an der Spitze gerecht, die schon von weiten sichtbar machten, woher wir kommen. Bei angenehmem Wetter starteten wir als Bild 55 von insgesamt 116 Bildern eine viertel
Stunde nach dem Umzugsbeginn. Beindruckend sind immer wieder die Kreativität der Umzugsbilder und Wagen mit politischen und gesellschaftlichen Themen. Wir selbst liefen ebenfalls in bunten, selbstgewählten Kostümen.
Der Umzug verlangte zwar wieder von jedem über drei Stunden Konzentration und körperliche Anstrengungen ab, aber die Belohnungen sind der Jubel, die Begeisterung und die Zugabe-Rufe der ca. 100.000 Zuschauer an der Umzugsstrecke durch die Innenstadt. Auch gab es nette Begegnungen am Rande und kurze Gespräche, wenn der Zug mal zum Stehen kam und wir uns eine Spielpause gönnten. So warben wir immer auch etwas für Mühlhausen und die Partnerschaft beider Städte oder gaben Auskunft über unsere Instrumente und die moderne Art der Musik. Etwas kurios, bisweilen auch ärgerlich sind die Zuschauer, die nicht am Rande stehen, sondern sich mit dem Umzug bewegen, so auch öfters durch unsere Formation. Eine Gruppe Zuschauer folgte uns über mehrere Kilometer des Umzuges. Ordnungskräfte waren selten zu finden und diese mussten sich eher um die großen Wagen kümmern.
Im Anschluss an den Umzug und nach einer kurzen Erfrischung, nahmen wir nochmals die Instrumente auf und begaben uns zum Theatercafé in der Innenstadt. Hier feierte die Karnevalsgesellschaft „Die Schlossgeister“, deren Gäste wir wieder seien durften. Wir boten nun noch einmal exklusiv unser Können dar. Unser Vereinsvorsitzender Martin Grabow bekam den Prinzenorden des Münsteraner Karnevals 2014 und unser Drum-Major Manuel Wenzel den Orden der KG „Die Schlossgeister“ überreicht. In der Abenddämmerung machten wir uns dann auf den Heimweg nach einem ereignisreichen Tag, der neben der Begeisterung die wir bereiten konnten, uns auch selber viel Freude und Zusammengehörigkeit vermittelte. Neben den bereits erwähnten Dankesworten möchten wir den Schlossgeistern für ihre Gastfreundschaft und der Stadt Mühlhausen für ihr Vertrauen in unsere Präsentation in Münster danken.

Florian Krieg
Stellv. Vereinsvorsitzender
Drumcorps der Stadt Mühlhausen e.V.

Internationale Fachtagung zur Reichsstadt-Geschichte vom 3. bis 5. März 2014

Nach dem erfolgreichen Auftakt im vergangenen Jahr veranstaltet der Arbeitskreis „Reichsstadtgeschichtsforschung“ auch 2014 eine internationale wissenschaftliche Tagung in Mühlhausen.

In Verbindung mit der Friedrich-Christian-Lesser-Stiftung und dem Mühlhäuser Geschichts- und Denkmalpflegeverein lädt die Stadt Mühlhausen vom 3. bis 5. März 2014 zu einer Konferenz mit dem Titel „Reichszeichen – Darstellungen und Symbole des Reichs ins Reichsstädten“.

In der Ankündigung heißt es zum Thema: „Reichsstädte sehen anders aus als andere Städte: Bis heute finden sich in allen ehemaligen Reichsstädten im öffentlichen Raum zahlreiche Symbole und Darstellungen von Königtum und Reich, die den Städten ein spezifisches ikonographisches Profil als Zeugnis ihrer reichsstädtischen Vergangenheit verleihen.“ Die Tagung will sich dem Reichtum dieser Überlieferungen widmen – nicht zuletzt auch in Mühlhausen. Zu Gast sind namhafte Wissenschaftler zum Beispiel aus Nürnberg, Frankfurt, Dortmund, Gießen, Halle, Speyer, Hamburg und auch aus Tschechien, Frankreich und der Schweiz.

Die verschiedenen Einzelveranstaltungen stehen auch der interessierten Bürgerschaft offen und sind kostenfrei. Lediglich für die Raumplanung ist eine Anmeldung erwünscht. Auftakt der Tagung im Puschkinhaus ist am 3. März um 13 Uhr. Beginn am 4. und 5. März ist jeweils 9 Uhr.

Für die geplante Exkursion zum Kyffhäuser Denkmal (5. März) ist eine Voranmeldung nötig. Die öffentliche Abendveranstaltung im Rathaus (3. März, 19 Uhr) kann auch spontan besucht werden.

Anmeldungen und Fragen zum Programm nimmt das Stadtarchiv Mühlhausen unter Tel. (03601) 452141 oder per E-Mail (stadtarchiv@muehlhausen.de) entgegen.

Auf dem Rabenturm ist das Reichszeichen des Doppeladlers zu sehen.

Kinder der Stadt haben die Weihnachtsbäume geschmückt

Advent, Advent...viele Lichter brennen - heißt es ab sofort in Mühlhausen. Die gesamte Innenstadt erstrahlt in weihnachtlichem Glanz. Dafür haben die Mühlhäuser in den letzten Tagen gemeinsam Hand angelegt. So brachte die Stadtverwaltung unter anderem die Weihnachtsbeleuchtung am Steinweg und am Kornmarkt an. Und die kleinsten Mühlhäuser halfen beim Dekorieren der Weihnachtsbäume. Nun ist alles festlich geschmückt und bereit für die schönste Zeit des Jahres.

Am Donnerstag (28.11.) wurde am Obermarkt letzte Hand an den Weihnachtsschmuck gelegt. Viele kleine Hände der AWO-Kitas „Zwergenland“, „Pusteblume“ und „Unstrutwichtel“ verzierten den Tannenbaum am Obermarkt. In den vergangenen Wochen hatten die Kleinen den Schmuck im Mehrgenerationenhaus gemeinsam mit Senioren der Stadt gebastelt. Diese Aktion „Weihnachtsbasteln der Generationen“ ist inzwischen eine feste Mühlhäuser Tradition, zu der alle Kitas der Stadt eingeladen sind.

Deshalb waren in der vergangenen Woche noch viel mehr kleine Weihnachtswichtel im Einsatz, um die Stadt in weihnachtliches Ambiente zu versetzen.

So hatten bereits am Montag (25.11.) die Kinder der Kita "Bienenkörbchen“ den Blobach und die Kleinen der Kitas „Kinderland“ und „Butzemannhaus“ den Untermarkt festlich geschmückt. Am Dienstag (26.11.) halfen die Evangelischen Kitas „St. Martini“ und „Elisabeth von Thüringen“ den Kristanplatz zu verschönen. Die evangelische Kita „St. Martini“ dekorierte am Mittwoch den Baum am Bahnhof und die Kinder der katholischen Kita "St. Josef" schmückten am Freitag (29.11.) den Baum auf dem Steinweg. Einen Herzlichen Dank an alle fleißigen Helfer.

Feuerwehrmann Christian Böde half den ganz mutigen Kindern in den Korb der Drehleiter.
Viele kleine Hände der AWO-Kitas „Zwergenland“, „Pusteblume“ und „Unstrutwichtel“ halfen am Donnerstag beim Verzieren des Tannenbaumes am Obermarkt.

Weihnachtsstimmung im Mühlhäuser Rathaus

In der Woche vor dem ersten Advent hielt auch im Mühlhäuser Rathaus Weihnachtsstimmung Einzug: So schmückten Maximilian, Pauline, Gabor, Vallery, Ayleen, Nele-Marie, Theodor, Tessa, Titus, Pénelopé und Charlotte von der Kita St. Josef einen Baum im Verwaltungsgebäude Ratsstraße 25. Zusammen mit Frau Hentrich und der Kita-Leiterin Frau Fiedler wurden dann auch noch ein paar Weihnachtslieder gesungen. Oberbürgermeister Dr. Johannes Bruns bedankte sich mit seinen Kolleginnen und Kollegin mit einer kleinen, süßen Überraschung.

Mitarbeiter der Stadtverwaltung hat bereits drei Mühlhäuser Uhren restauriert

Folgender Text von Jana Leonhardt ist am 28.11.2013 in der Mühlhäuser Lokalausgabe der "Thüringer Allgemeine" erschienen:

Turmuhr in Mühlhausen wieder zum Leben erweckt

Mühlhausen. Dem Schulleiter der freien Gemeinschaftsschule war die Instandsetzung wichtig, die Restaurierung dauerte drei Monate. An der ehemaligen Hochschule, der heutigen freien Gemeinschaftsschule, wurde mit Hilfe der Feuerwehr das Ziffernblatt der Turmuhr angebracht.

Seit dem Zweiten Weltkrieg soll sie nicht mehr in Betrieb gewesen sein - die Turmuhr an der heutigen Freien Gemeinschaftsschule "Janusz Korczak" in Mühlhausen. Das hat sich Schulleiter Martin Degner von Nachbarn sagen lassen. Seit gestern Mittag aber funktioniert sie wieder und ist auf ihrem ursprünglichen Platz zurück.

Schon bei dem ersten Rundgang durch das historische Gebäude sei ihm die Uhr aufgefallen. "Als wir den Tag der offenen Tür hatten, kamen über 2000 Menschen", erinnerte sich Degner. Das sei für ihn ein klares Zeichen, dass dieses Gebäude - egal welche Funktion es im Laufe der Zeit einmal hatte - eine Bedeutung für die Mühlhäuser hat. "Weil die Uhr so maßgebend und wichtig für die Menschen zur damaligen Zeit war, wollten wir sie auch wieder in Betrieb bringen ", nannte Martin Degner einen Beweggrund.

"Ende August habe ich sie ausgebaut", sagte Michael Eckelt, der die Restaurierung vornahm. Am Mittwoch wachte er mit Argusaugen über die Arbeiten, als das Ziffernblatt der Turmuhr mit Hilfe der Feuerwehrleiter in knapp 20 Meter Höhe gebracht wurde. Dort nahm es Eckelt dann in Empfang und übernahm anfallende Aufgaben, wie beispielsweise das Stellen der Uhr.

Läuten wird die Turmuhr allerdings nicht. "Es gibt keine Glocken mehr", verriet Degner. Diese seien entweder einst entwendet oder gar eingeschmolzen worden, vermutet er.

Michael Eckelt in seinem Element: Für historische Uhren hat der Mitarbeiter der Stadtverwaltung ein gutes Händchen. In Feierabendarbeit hat er schon drei Mühlhäuser Uhren restauriert.
Letzte Handgriffe am Uhrwerk - um 11:39 tickte die Uhr wieder richtig.
Eine kleine Öffnung im Ziffernblatt gibt einen herrlichen Blick über die Stadt frei. Einmal pro Woche muss die Uhr nun aufgezogen werden - die Schüler wollen dafür vielleicht einen Klassendienst einrichten.

Mühlhäuser Geschichtsverein erhält Friedrich-Christian-Lesser-Preis

Folgender Text von Frank Börner ist am 27.11.2013 in der Mühlhäuser Lokalausgabe der "Thüringer Allgemeine" erschienen:

Jahrzehntelange Geschichtsforschung gewürdigt

Öffentliche Anerkennung gab es am Abend für den Mühlhäuser Geschichts- und Denkmalpflegeverein. Die jahrzehntelange Forschungsarbeit in der Stadt- und Regionalgeschichte des Vereins wurde mit dem Friedrich-Christian-Lesser-Preis gewürdigt. Der Preis ist mit 1000 Euro dotiert.

Zunächst hatte Bürgermeisterin Beate Sill (pl) den hohen Qualitätsanspruch der Forschungen hervorgehoben und davon gesprochen, das der Verein ein wesentlicher Bestandteil des kulturellen Lebens der Stadt Mühlhausen ist.

Ausgewählt für die Preisverleihung hat den Mühlhäuser Verein die Historische Kommission Thüringens. In seiner Laudatio sprach Werner Greiling, Vorsitzender der Kommission und Professor an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, von der "respektheischenden Leistung des Vereins", ehrenamtliches Engagement, das man öffentlich machen und würdigen wolle. Der Uni-Professor rief zugleich dazu auf, dass sich die jungen und wissenschaftlich gut gebildeten Geschichtslehrer mehr in der lokalen Geschichtsforschung einbringen sollten.

Der aus München angereiste Preis-Stifter, Andreas Lesser, erklärte in der Mühlhäuser Rathaushalle seine Absicht, die örtliche Geschichtsforschung fördern zu wollen. Dabei gehe es ihm nicht vordergründig um die 1000 Euro, mit denen der Lesser-Preis dotiert ist, sondern vielmehr um die damit verbundene öffentliche Anerkennung.

Der Mühlhäuser Geschichts- und Denkmalpflegeverein wurde im Januar 1990 gegründet und zählt heute mehr als 80 Mitglieder. Der Verein beteiligt sich seit 1991 an der Herausgabe der Geschichtszeitschrift "Mühlhäuser Beiträge", von der bisher 35 Jahres- und 23 Sonderhefte erschienen sind.

Heft 36 ist inzwischen in  Druck, gestern vorgestellt wurde Sonderheft Nummer 24 mit dem Titel „Die Mühlhäuser Bürgermeister und Oberbürgermeister von 1803 bis 2012“ von der Autorin Roswitha Henning. Bereits 2010 hatte sich die Lesser-Stiftung finanziell in Mühlhausen engagiert. Damals für das Mühlhäuser Rathaus und seine 700-jährige Geschichte.

 

 

Der Vereinsvorsitzende und Mitarbeiter im Mühlhäuser Stadtarchiv Martin Sünder (Mitte) bekam von Werner Greiling (links) und Falk Burkhardt, Vorsitzender und Geschäftsführer der Historischen Kommission Thüringens, den mit 1000 Euro dotierten Friedrich-Christian-Lesser-Peis.

Benefiz-Konzert des Wehrbereichsmusikkorps III Erfurt begeisterte das Publikum am Schwanenteich

Am 21. November um 19.30 Uhr spielte das Wehrbereichsmusikkorps III Erfurt zugunsten der Weihnachts-Spendenaktion der „Thüringer Allgemeine“ erstmals auch in der Kulturstätte Schwanenteich in Mühlhausen auf. Der Erlös kam der Aktion „Thüringen hilft“ zugute.

„Musikalischer Schwerpunkt des Abends war das 200-jährige Jubiläum der Völkerschlacht bei Leipzig“, so der Leiter des Ensembles, Oberstleutnant Roland Kahle. So stand der „Marsch der Freiwilligen Jäger“ im Programm, erzählte „Waidmannsheil – Jägermarsch“ von Lützow‘s wilder, verwegener Jagd. Gefreut haben sich die Gäste auch auf einen musikalischen Lebenslauf Napoleons mit vielen Hymnen.

Neben Werken von Wagner und Verdi (beide wurden vor 200 Jahren geboren), etwa dem Triumphmarsch aus „Aida“, hat das sinfonische Blasorchester mit großer Besetzung aber auch mit Szenen aus dem Musical „Les Misérables“ begeistert – und brachte deswegen eigens eine Sängerin mit: die Sopranistin Anja Augustin aus dem Theater Erfurt. Ihr Debüt feierte sie an der Bayerischen Staatsoper München, mit dem Kammerchor Stuttgart tourt sie durch Europa, Nordamerika, Israel und Asien, ihr erstes Fest-Engagement folgte 2003 am Theater Erfurt. Dort ist sie derzeit als „Golde“ in „Anatevka“ zu erleben. Als Oratorien-, Konzert- und Liedsängerin tritt die sie Deutschlandweit, sowie in der Schweiz, in Frankreich, Spanien, Irland, Österreich und Polen auf.

Stadtverwaltung und Schutzgemeinschaft Deutscher Wald pflanzen gemeinsam neue Bäume

Vertreter des Landesvorstandes und des Kreisverbandes Unstrut-Hainich der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V. (SDW) haben am 13. November 2013 gemeinsam mit der Stadtverwaltung Mühlhausen eine Baumallee im Gewerbegebiet Trift angepflanzt.

Insgesamt 44 Bäume haben eine neue Heimat gefunden, darunter auch nicht-alltägliche Sorten wie Walnuss, Süßkirsche, Speierling oder Mehlbeere. Es war eines von verschiedenen erfolgreichen Gemeinschaftsprojekten: Die SDW stiftet die Bäume und die Stadt kümmert sich um Einpflanzung und Pflege – im Gegenwert von mehreren tausend Euro. Demnächst sollen 46 weitere Apfel- und Pflaumenbäume am Quellenweg/Schneidemühlenweg gepflanzt werden. 2013 sind mit Unterstützung der SDW im Stadtgebiet dann über 1250 Straßenmeter neu mit Bäumen ausgestattet bzw. wieder bepflanzt.

Holger Neid (Fachbereichsleiter Grün- und Verkehrsflächen) und der ehemalige Oberbürgermeister Hans-Dieter Dörbaum (stellv. Landesvorsitzende der SDW Thüringen e.V.) mit Erinnerungstafeln zur Pflanzung.
Stefan Fiebrich, Peter Weiland und Achim Dubois von der Stadtverwaltung bei den Pflanzarbeiten.

Dreharbeiten im Mühlhäuser Rathaus für das Fantasy-Abenteuer "Saphirblau"

Folgender Text von TA-Redakteur Frank Börner ist am 29.10.2013 im Mühlhäuser Lokalteil der "Thüringer Allgemeine" erschienen:

Mühlhausen. Nach dem Film "Rubinrot" sind erneut Ratsstube, Kanzlei und Archiv die Schauplätze für die Fortsetzung der Zeitreise-Geschichte. Seit dem 22. Oktober halten Filmleute den historischen Teil des Mühlhäuser Rathauses und den kompletten Rathaushof in Beschlag.

Die historische große Ratsstube im Rathaus ist mit Requisiten vollgestellt - London 19. Jahrhundert. Einen ganzen Laster voll davon haben die Filmleute mitgebracht, damit die Kulissen für die verschiedenen Zeitepochen stimmen. Scheinwerfer strahlen durch die Fenster und tauchen den Raum in grelles Licht. Im Film "Saphirblau" ist die historische Ratsstube der Logenraum mit dem Chronographen, in dem unter anderem Gwendolyn Shepherd (Maria Ehrich) von ihrem Mentor Mr. Withman (Johannes von Matuschka) das Ziel einer neuen Zeitreise genannt bekommt. Ein Windstoß wirbelt Gwens Haare durcheinander. Ein neues Abenteuer beginnt . . .

Maria Ehrich und Jannis Niewöhner sind jung, aber bereits alte Hasen, was die Filmschauplätze in Mühlhausen angeht. In den Hauptrollen als Gwendolyn Shepherd und Gideon De Villiers sind die beiden nach der Verfilmung von "Rubinrot" im Februar 2012 für den zweiten Teil "Saphirblau" an die Film-Schauplätze im Mühlhäuser Rathaus zurückgekehrt.

Seit dem 22. Oktober halten die Filmleute der beiden Produktionsfirmen, Lieblingsfilm und mem-Film, den historischen Teil des Mühlhäuser Rathauses und den kompletten Rathaushof in Beschlag. Wie schon in der Fantasy-Verfilmung "Rubinrot" sind auch für die Fortsetzung "Saphirblau" die historische Ratsstube, die Alte Kanzlei und das Reichsstädtische Archiv die Kulissen für die Verfilmung des gleichnamigen zweiten Teils aus der erfolgreichen Roman-Trilogie "Liebe geht durch alle Zeiten" von Kerstin Gier.

Budget für "Saphirblau" bei 5,5 Millionen Euro

6,7 Millionen Euro kostete die Verfilmung von "Rubinrot". Für "Saphirblau" fällt das Budget mit 5,5 Millionen Euro um einiges schmaler aus. Deswegen verzichte man diesmal auf Dreharbeiten in London, war gestern von den beiden Produzenten, Thomas Blieninger und Philipp Budeweg, zu erfahren. Denn eigentlich spielt die Geschichte im London des 19. Jahrhunderts. Doch die passenden Drehorte lassen sich auch in Deutschland finden, unter anderem in Mühlhausen. Also wird diesmal ausschließlich in Deutschland gedreht, hieß es gestern. "Der Fokus des Films liegt diesmal auf der Liebesgeschichte von Gwen und Gideon", ist zu erfahren. Da in Mühlhausen auch nur Innenaufnahmen stattfinden, die sich um die "Loge" drehen, sind keine Statisten am Set.

Neben Marie Ehrich und Jannis Niewöhner sind Johannes von Matuschka (Mr. Whitman), Rüdiger Vogler (Mr. George) und Bastian Trost (Lucas Montrose) bei den Dreharbeiten in Mühlhausen dabei. Am heutigen Dienstag wird mit Peter Simonischek als Graf von Saint Germain der absolute Bösewicht des Films zu den Aufnahmen im Rathaus erwartet.

Das wird auch gleichzeitig der letzte Drehtag in Mühlhausen sein. Dann verlässt die fast 70-köpfige Mannschaft Thüringen und reist zu Aufnahmen in Berlin, Potsdam, Köln und in Aachen weiter. Drehstart für den zweiten Teil des Fantasy-Abenteuers unter der Regie von Felix Fuchssteiner und Katharina Schöde, die auch das Drehbuch schrieb, war am 7. Oktober. 34 Drehtage sind insgesamt für "Saphirblau" geplant. Bis zum 1. Dezember soll laut Philipp Budeweg alles "im Kasten" sein. Als Kinostart sei der 7. August 2014 geplant.

Mühlhausens Bürgermeisterin Beate Sill (pl) besuchte gestern ebenfalls die Dreharbeiten vor Ort und sprach von einem Imagegewinn für die Stadt als Filmkulisse. Faszinierend sind ihrer Meinung nach die Mühlhäuser Schauplätze im Film "Rubinrot", der inzwischen auf DVD erschienen ist.

 

 

Schauspieler, Filmmannschaft und die Gastgeber aus der Stadtverwaltung: Die historische Ratsstube ist in den Filmsequenzen kaum wiederzuerkennen.

Saniertes Tilesius-Grabdenkmal in Partnerstadt Kronstadt eingeweiht

Auf dem St. Petersburger Smolenskoje Friedhof weihte Mühlhausens Oberbürgermeister Johannes Bruns kürzlich das neu sanierte Grabdenkmal zu Ehren von Adolf Tilesius von Tilenau ein. Es war der Höhepunkt des Besuchs in der Partnerstadt Kronstadt. Gemeinsam mit Rolf Schadeberg von der Stadtverwaltung nutzte Bruns die Einladung nach Kronstadt vom 16. bis 20. Oktober, um für die touristischen und wirtschaftlichen Angebote Mühlhausens zu werben.

Mit einer Spendenaktion hatten sich Bürger aus Mühlhausen und St. Petersburg in den vergangenen Monaten gemeinsam für die Wiedererrichtung und den Erhalt des Grabdenkmales auf dem Smolenskoje Friedhof eingesetzt. Während fleißiger Arbeitseinsätze an den Wochenenden wurde auch das Umfeld des Grabdenkmales auf dem Friedhof neu gestaltet. Die St. Petersburger Pianistin Valeria Vassilieva gab ein Benefizkonzert im Mühlhäuser Rathaus und die Mühlhäuser Dietrich Hose und Alban Huschenbeth übernahmen die Planung für das fehlende Postament und die denkmalpflegerische Wiederherstellung des Kreuzes. An der Einweihung des Grabdenkmals nahm auch die deutsche Generalkonsulin Dr. Heike Peitsch teil. Sie würdigte das Projekt als gelungenes Beispiel deutsch-russischer Zusammenarbeit.

„Adolf Tilesius von Tilenau war der letzte Vertreter der für Mühlhausen bedeutenden Gelehrtenfamilie von Tilenau, die unsere Stadt seit der Reformationszeit  stark geprägt und gefördert hat“, sagte Oberbürgermeister Bruns. „Viele Stiftungen verdanken wir ihm und seinen Vorfahren, für das Tilesius-Gymnasium, das zu Recht diesen Namen trägt, und für die Mädchenschule, die Hieronymus Tilesius im Jahre 1564 gründete.“ 

Während eines offiziellen Empfangs hatte Bruns zuvor mit hochrangigen Vertretern der Kronstädter Verwaltung die Entwicklung Mühlhausens seit 1990 diskutiert. Vor allem die anstehende Umnutzung der Görmar-Kaserne und das Thema Tourismusförderung stießen bei den Kronstädtern auf großes Interesse. Auch der Besuch eines Ganztags-Gymnasiums eröffnete neue Kooperationsmöglichkeiten: „Nach einer Umfrage bevorzugen 90 Prozent der Kronstädter Eltern Deutsch als zweite Fremdsprache“, so Bruns. Hier bestünden viele Ansatzpunkte.

Am Rande der Ausstellungseröffnung „Mühlhausen“ kam Oberbürgermeister Bruns im Deutsch-Russischen-Begegnungszentrum am Newski Prospekt auch mit interessierten St. Petersburger Bürgern ins Gespräch. Die Ausstellung zeigt einen Imagefilm sowie sechs Tafeln rund um Mühlhausens Geschichte, Wirtschaft und touristische Stärken und ist noch bis Anfang 2014 zu sehen. Entstanden sind die Exponate in Zusammenarbeit mit der Mühlhäuser Tourist-Information und dem Stadtarchiv.

2015 steht das 20-jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft zwischen Mühlhausen und Kronstadt an.

Dreharbeiten für MDR-Serie "Unterwegs in Thüringen"

Demnächst berichtet die Fernsehreportage-Reihe "Unterwegs in Thüringen" aus Mühlhausen. Natürlich steht die Kirmes im Mittelpunkt - das Fest der Feste in der Stadt. Aber es wird auch um einen besonderen Travertinkeller gehen und um die Fragen, was es mit dem Unstrutschlamm auf sich hat und mit der „Sieben-Sekunden-Verzögerung-des-Klanges“ in der Marienkirche.

Selbstverständlich spielen auch die Spuren von Johann Sebastian Bach, Thomas Müntzer und Johann August Roebling eine wichtige Rolle. Seien Sie gespannt auf die Gesichter, Geschichte und Geschichten dieser großartigen Stadt und seien Sie mit "Unterwegs in Mühlhausen". Ausgestrahlt wird die Sendung am 19. Oktober (Samstag) um 18.15 Uhr und nochmals am 22. Oktober (Dienstag) um 5.45 Uhr im MDR-Fernsehen.

Dreharbeiten im historischen Gefängnis des Rathauses. Die Reporterin Steffi Peltzer-Büssow lässt sich von Stadtarchivar Dr. Helge Wittmann originale Dokumente der Stadtgeschichte erklären. Die Schätze des Reichsstädtischen Archivs stehen auch allen Besuchern offen.
Die Zuschauer erwarten in der Sendung großartige Aufnahmen. Gefilmt wurde mit einer fliegenden Kamera, die ferngesteuert über die Stadt schwebte.

Wiedereröffnung des Museums am Lindenbühl

Das Museum am Lindenbühl strahlt im neuen, alten Glanz. Mit der Eröffnung der Sonderausstellung „Umsonst ist der Tod!“ öffnet am 28. September 2013 auch gleichzeitig das umfassend sanierte Museum wieder seine Pforten. Seit 2009 wurden insgesamt 2,8 Millionen Euro in das Haus investiert.

„Die historischen Schätze gehören zu den größten Chancen für die Zukunft der Stadt. Um diese Brücke zu schlagen, sind unsere reiche Museumslandschaft und die angeschlossene wissenschaftliche Expertise ganz entscheidend", so Mühlhausens Oberbürgermeister Dr. Johannes Bruns anlässlich der Eröffnung. "Die Eröffnungsausstellung unterstreicht den Anspruch und die Ambition der Mühlhäuser Museen, das Zentrum für Mittelalter-Themen in Thüringen zu sein. Das fügt sich ein in die reichsstädtische Geschichte Mühlhausens, die unsere Stadt weit über die Region hinaus einmalig macht.“

Noch bis zum 13. April 2014 haben Besucher die Möglichkeit, anhand von 300 Exponaten die religiöse Alltagspraxis des 15. und 16. Jahrhunderts zu entdecken.

Noch bis zum 13. April 2014 haben Besucher die Möglichkeit, anhand von 300 Exponaten die religiöse Alltagspraxis des 15. und 16. Jahrhunderts zu entdecken.
Experten und Fachjournalisten haben sich bereits ein Urteil zur Sonderausstellung gebildet: Sie waren begeistert, welch Auftakt dem Museum zur Wiedereröffnung gelungen ist.

Tag des offenen Denkmals lockte auch 2013 viele Besucher

Folgender Text zum Tag des offenen Denkmals 2013 ist am 8. September 2013 der Mühlhäuser Lokalausgabe der "Thüringer Allgemeine" erschienen:

Unbequeme Denkmale sollen in Mühlhausen mit privaten Partnerschaften saniert werden (von Jügen Wand)

 

Der Mühlhäuser Oberbürgermeister ermuntert, die niedrigen Zinsen für private Sanierungspartnerschaften zu nutzen.

Als ein typisches Beispiel der Wohnkultur des Mühlhäuser Mittelstandes im 18. Jahrhundert bezeichnet die Denkmalschutzbehörde das zweistöckige Fachwerkgebäude in der Erfurter Straße 36, Ecke Webergasse, das mit dem angrenzenden, ebenso seit Jahren leerstehenden Doppelwohnhaus 34/35 der Stadt gehört. Unbequeme Denkmale, weil für ihre Sanierung ein enormer Finanzierungsbedarf besteht, den die Stadt nicht stemmen kann.

Die Rede ist von je 600.000 bis 700.000 Euro. Alle drei Gebäude gehörten als Ensemble zu den 13 Denkmalen Mühlhausens, die am Sonntag zum Tag des offenen Denkmals zum Thema "Jenseits des Guten und Schönen - Unbequeme Denkmale?" die Öffentlichkeit einluden. Wie Oberbürgermeister Johannes Bruns (SPD) unserer Zeitung am Rande der städtischen Eröffnung im "AntoniQ"-Spital sagte, gebe es aber bereits gute Ansätze. Die müssten jetzt, in Zeiten niedriger Zinsen, mit privaten Partnern angegangen werden.

Bruns lud die Besucher zu den 13 ausgewiesenen Gebäuden ein, die zu den über 300 Denkmalen der Stadt gehören, die zumeist schon nicht mehr unbequem und restauriert seien und immer wieder Erstaunen bei Besuchern der Stadt hervorriefen.

Einen kleinen Blick hinter die Kulissen gewährte auch das historische Amtsgerichtsgebäude, das gegenwärtig saniert und umgebaut wird und wofür das Erfurter Justizministerium 8,6 Millionen Euro bereitstellte. Hier und da wurde den Besuchern von den Eigentümern auch Kaffee und Kuchen angeboten. Der Erlös soll einem gemeinnützigen Zweck zugehen, hieß es.

Anlass für die Eröffnung im "AntoniQ" war ein keines Jubiläum: zehn Jahre Thüringer Jugendbauhütte in Mühlhausen. Projektleiter Jens Hasert lud die Teilnehmer auf einen Rundgang durch eine Wanderausstellung in dem ältesten Spital Deutschlands (1207!) ein, die ab Dienstagabend für eine Woche auch in der Rathaushalle zu sehen sein wird. Bislang seien 250 Jugendliche ausgebildet worden. Und Silke Strauch von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, würdigte gegenüber dem Reporter die Arbeit der Mühlhäuser als eine von insgesamt 13 Jugendbauhütten in der Republik.

Insgesamt öffneten gestern 50 Denkmale im Unstrut-Hainich-Kreis, oft auch gepaart mit kulturellen Veranstaltungen. Zu den Objekten gehörten etwa die Marktkirche, die Wasserburg Ufhoven und die Kapelle "St. Gangolpi" in Bad Langensalza, Kloster Volkenroda, das Opfermoor in Niederdorla, die Kirche "St. Servator" in Schlotheim, die Kanonenbahn in Lengenfeld/Stein, die Eigenrieder Kirche "St. Ulrich" und Kloster Zella.

 

 

In der Erfurter Straße 30 stand den Besuchern ein altes Kellergewölbe offen - mit besonderem Ambiente und dem ein oder anderen guten Tropfen Wein.

Lesestübchen im Syndikatshof

Zum Lesestübchen trafen sich zahlreiche Lesebegeisterte am Donnerstag (29.8.) im Syndikatshof. Bei Kaffee und Kuchen und wunderbarem Wetter ließen sie einmal alle Sorgen fallen.

Dabei stellte Autor Joachim Jonas sein aktuelles Projekt „Neues aus der Werkstatt“ vor. Der ehemalige Konstrukteur begleitet seit einigen Jahren die angenehmen Leserunden mit seinen Gedichten und Geschichten. Im Anschluss lud Elisabeth Schmack mit sorgsam ausgewählten Gedichten aus der eigenen Feder und aus derer Louis Fürnbergs zum Nachdenken ein.

„Ich freue mich sehr, dass unsere Autoren uns wieder mal eine Stunde Auszeit vom Alltag bescheren. Wir wünschen Ihnen noch viele neue Ideen“, sagte Carola Albrecht vom Frauenring.

Das nächste „Lesestübchen“ findet am 26. September um 14 Uhr im Bildungszentrum für Frauen, Neue Straße 3 statt. Dann stellen verschiedene Leser Gedichte und Rezitationen zum Thema Ehrenamt vor.

Elisabeth Schmack und Joachim Jonas präsentierten ihre Gedichte zum Schmunzeln und Nachdenken.
Markus Edom begrüßte die Gäste des "Lesestübchens" auf dem Syndikatshof.

Ständchen vor dem Rathaus

Am Kirmesmontag (26.8.) brachte der Stadtspielmannszug Mühlhausen seinem Oberbürgermeister Dr. Johannes Bruns und seiner Bürgermeisterin Beate Sill sowie der gesamten Stadtverwaltung mehrere begeisternde Ständchen. Von Johnny Cashs "Ring of Fire" aus dem Jahr 1963 bis zum "Hey, wir wollen die Eisbären sehn" animierten die Darbietungen zu spontanem Schunkeln der Mitarbeiter.

Traditionell begeistert der Stadtspielmannszug am Kirmesmontag mit Ständchen vor dem Rathaus.
Oberbürgermeister Johannes Bruns sagte, es sei schön, vom Spielmannszug abends zu Bett gebracht und morgens wieder geweckt zu werden.

Kulturnacht begann am 17. August fulminant

Mit einem musikalischen Meisterwerk begann die traditionelle Mühlhäuser Kulturnacht in diesem Jahr am 17. August, in „St. Marien“. Felix Mendelssohn Bartholdys  großartiges Paulus-Oratorium erklang um 19 Uhr in der zweitgrößten Kirche Thüringens.

Insgesamt wirkten über 100 Orchestermusiker und Sänger an der Aufführung des opulenten Werkes mit. Nicht zuletzt die Spitzenbesetzung bei den Solisten sorgte für einen ganz besonderen Kunstgenuss. Christine Wolff, die beiden Gesangsprofessoren Markus Schäfer und Britta Schwarz und der Bariton Daniel Ochoa, derzeit Solist an der berühmten Wiener Volksoper werden ebenso mitwirken, wie das Collegium Vocale Leipzig, der Kammerchor der Schloßkapelle Saalfeld und das Barockorchester Merseburger Hofmusik. Dirigiert wurden sie von Gewandhausorganist Michael Schönheit, die Sauerorgel spielte Stadtorganist Denny Ph. Wilke.

Das Konzert war zugleich der Beginn eines bis zum Jahresende anhaltenden Musikfestivals, das im Rahmen der von der Bundesregierung und der Evangelischen Kirche in Deutschland ausgerufenen Lutherdekade stattfindet.

zum Musikzyklus

Bürgermeisterin Beate Sill begrüßte die Gäste und eröffnete das Konzert in der Konzertkirche St. Marien.
Spitzenbesetzung bei den Solisten - das Paulus-Oratorium wird den Mühlhäusern lange in Erinnerung bleiben.

Mühlhausens zweiter öffentlicher Bücherschrank steht nun im Syndikatshof

Mühlhausens Bürgermeisterin Beate Sill hat am Mittwoch (14.8.) den zweiten öffentlichen Bücherschrank im Syndikatshof eingeweiht. Neben der "wandelbaren Bibliothek" auf dem Gelände des Geschwister-Scholl-Heims/Mehrgenerationenhaus können interessierte Bürger jetzt auch in der Nähe des Rathauses Bücher lesen, ausleihen oder tauschen.

Die Bürgermeisterin dankte allen Beteiligten, die mit ihrem Engagement die attaktive Leseecke im Syndikatshof verwirklicht haben, allen voran Stadtbibliotheksleiter Peter Rink, der die Bücher für den Schrank bereitstellte und dem Deutschen Frauenring Mühlhausen e.V., der die Patenschaft für dieses Leseprojekt übernimmt.

Seit 14. August können Mühlhäuser im ruhigen Ambiente des Syndikatshofes Bücher lesen, ausleihen oder tauschen.
Sachbücher, Belletristik oder Lexika - die wandelbare Bibliothek bietet für jeden Lesefreund etwas.

Mühlhausens Kreative trafen sich im Rathaus

Auf Initiative der Mühlhäuser Wirtschaftsförderung und des Regionalmanagements des Unstrut-Hainich-Kreises war am 6. August die Thüringer Agentur für die Kreativwirtschaft (THAK) zu Gast im Rathaus. Oberbürgermeister Dr. Johannes Bruns begrüßte Unternehmer und Freischaffende aus der Kultur- und Kreativszene der Stadt zu diesem ersten Ideenaustausch.

"Derzeitige Projekte, Erfahrungen und Schwerpunkte ihrer Arbeit sollen zukünftig besser vernetzt werden. Egal, ob es um eine Idee oder ein Geschäftsmodell, Fragen im Marketing oder einfach um die Weiterentwicklung einer Vision geht - wir wollen für die Kreativen unserer Stadt erste Ansprechpartner sein", sagte Wirtschaftsförderer Philipp Buchheit am Rande der Veranstaltung.

Heinz Günther, ein bekannter Holzbildhauer aus Hüpstedt, berichtete über diverse Bildhauer-Symposien, Kunsthandwerker-Treffen, Lehrangebote und Skulpturenpfade im thüringischen und internationalen Raum von Osteuropa bis nach Italien. Mediendesigner Toni Trabert schilderte seine gemeinnützigen Projekte und Softwarelösungen für die Stadt Mühlhausen.

Vor allem branchenübergreifende Projekte und Kooperationen sollen in Zukunft voran getrieben werden.

Auch die freischaffende Lehrerin Gabriele Lopez (rechts) und der Kunsthandwerker Heinz Günther (links im Bild) diskutierten über aktuelle Projekte und Möglichkeiten der Vernetzung.
Elke Klinger von der B2B-Beratungsagentur Art Kon Tor aus Jena referierte über den Mehrwert branchenübergreifender Projekte, Kooperationen und Vernetzungen.
Philipp Buchheit, Mühlhausens Wirtschaftsförderer, erläuterte die Möglichkeit von Kooperationen zur Förderung von Innovationskraft, Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit.

Frank Jüttner Unternehmer des Jahres

In einem Beitrag der Lokalausgabe Mühlhausen der Thüringer Allgemeine berichtete Jürgen Wand am 27. Juli von der Auszeichnung Frank Jüttners zum Unternehmer des Jahres 2013:

Unternehmer des Jahres 2013 im Unstrut-Hainich-Kreis ist Frank Jüttner von der Jüttner Orthopädie KG in Mühlhausen. Darauf verständigte sich am Freitag im Rathaus der Kreisstadt die vom Wirtschaftsverband BVMW mit Kreischef Hermann Klöppner berufene Jury.

Gleichzeitig qualifizierte sich der Sieger für den Thüringer Unternehmerpreis 2013, bei dem ihm gute Chancen eingeräumt werden. Der Firmenchef betreibt sein Familienunternehmen, das zu den führenden in der Orthopädie-Branche gehört, in der zweite Generation. Insgesamt 225 Mitarbeiter sind in den 21 Filialen in Thüringen und Niedersachsen beschäftigt. Die Ehrung erfolgt auf einer gesonderten Veranstaltung, vielleicht wie im Vorjahr in der Rathaushalle. Wie Klöppner sagte, stehe der Termin aber noch nicht fest. Erst vor wenigen Tagen hatte die Ministerpräsidentin zum Auftakt ihrer Sommertour die Firma im Flarchen besucht.

Frank Jüttner führt sein Familienunternehmen, die Jüttner Orthopädie KG, in zweiter Generation.

Sichtbare Fortschritte am Amtsgericht: Im Herzen der Stadt wird der Justiz-Standort ausgebaut

Mühlhausens Oberbürgermeister Dr. Johannes Bruns hat sich am 23. Juli 2013 über den Stand der Erweiterungsarbeiten am Amtsgericht informiert. Gemeinsam mit Thüringens Justizminister Holger Poppenhäger und Landrat Harald Zanker besuchte er die Baustelle.

folgender Text von Claudia Götze ist am 24.7.2013 im Mühlhäuser Lokalteil der "Thüringer Allgemeine" erschienen:

Großbaustelle Amtsgericht am Untermarkt inspiziert

Stippvisite vom Thüringer Justizminister. Gründungsarbeiten fürs neue dreistöckige Hinterhaus planmäßig begonnen.

Die größte Baustelle der Stadt ist im Vorbeigehen kaum zu bemerken. Doch hinter dem Vorderhaus des Mühlhäuser Amtsgerichtes tut sich ein millionenschwerer Bauplatz auf. Zwei Kräne und schwere Technik verwandeln den Innenhof in eine riesige Baugrube für die Gründungsarbeiten am neuen Hinterhauskomplex. Bis zu elf Meter geht es in die Tiefe, sollen 135 Betonpfeiler den Neubau auf Travertinuntergrund stützen. "Die Umbauarbeiten am Mühlhäuser Amtsgericht laufen planmäßig", verrät der Weimarer Architekt Martin Hesse seinen Zuhörern. Justizminister Holger Poppenhäger (SPD) sah sich schon zum zweiten Mal auf seiner derzeit größten Baustelle um. Mit ihm ließen sich Landgerichtspräsident Norbert Hükelheim, Amtsgerichtsdirektor Ralf Willms, Landrat Harald Zanker (SPD) und Mühlhausens Oberbürgermeister Johannes Bruns (SPD) den Baufortschritt erklären. In zwei Jahren sollen das Hinterhaus neu gebaut und das Vorderhaus komplett saniert sein.

"Eine Herausforderung", erklärt Hesse. Zwei Weimarer Architekturbüros hatten sich nach der Ausschreibung zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen und ein anspruchsvolles Projekt entworfen. Sie waren die einzigen Büros, die den Abriss des Hinterhauses aus den 20er Jahren des vorigen Jahrhundert vorgeschlagen hatten. Und weil die Mühlhäuser Altstadtsatzung Satteldächer vorschreibt, wird das neue Hinterhaus kein Flachdach bekommen, sondern Ziegeln auf einem Dachsattel. Dass der verschoben und das Dach auch nicht über das Mauerwerk hinaus stehen wird, gehört zu vielen Besonderheiten des Neubaus. Der Entwurf erinnert ein wenig an mittelalterliche Klosterbauten - wären da nicht vier große auffällige Fenster, die zu den vier neuen Verhandlungssälen gehören. Dieses dreistöckige Hinterhaus in L-Form bekommt öffentlich zugängliche Bereiche, aber auch Arbeitsbereiche für alle bisherigen drei Haupt-, Außen-und Zweigstellen in Mühlhausen und Bad Langensalza. Dass Arbeits- und öffentliche Bereiche voneinander getrennt und nicht für jeden erreichbar sind, hat etwas mit den neuen Sicherheitsvorkehrungen in Gerichten zu tun.

Entgegen des ursprünglichen Entwurfes wird es aber eine Unterkellerung geben - aber nur unter dem hinteren Bereich des Neubaus. Dafür aber eben ein geräumiges Dach für die immer mehr werdenden Gerichtsakten, wie Direktor Ralf Wilms erklärte. Deren Volumen nehme allein durch das Aus- und Neu-Einlagern um ein Drittel zu, berichtete er. Durch den Neubau wird sich der Hof etwas verkleinern: 43 Stellplätze stehen dennoch zur Verfügung.

Wenn der Rohbau errichtet ist, sind die ersten zwei Millionen Euro verbaut, erklärt Hesse. Mehr als acht Millionen Euro soll das Projekt kosten und bis September 2015 fertiggestellt sein. Zwischen Hinterhaus und Vordergebäude wird es einen "Verbinder" geben. Darin enthalten ein Treppenhaus und geräumiger Fahrstuhl, der auch Platz für eine Notfallliege bietet. Notfall-Treppenhäuser wird es im Vorderhaus und im Neubau geben. Das Vordergebäude soll einen weißen Fassadenanstrich erhalten. Die Farbe der Dachziegel für beide Gebäudeteile wird noch ermittelt. Da hat die Stadt Mühlhausen ein gewichtiges Wort mit zureden.

Das historische Vordergebäude ist mittlerweile entkernt und im Innenbereich kaum wiederzuerkennen. Die große Eingangshalle wird erhalten bleiben. Dort sollen unter anderem Wachtmeisterei, Poststelle und Kasse untergebracht werden. Im ersten Obergeschoss wird es zwei Sitzungssäle sowie die Bibliothek geben. Während der Abbrucharbeiten war einer der drei Gewölbekeller, die sich unter der Eingangshalle zusammengebrochen.

Mühlhausens Oberbürgermeister Dr. Johannes Bruns hat sich am 23. Juli 2013 über den Stand der Erweiterungsarbeiten am Amtsgericht informiert. Gemeinsam mit Thüringens Justizminister Holger Poppenhäger und Landrat Harald Zanker besuchte er die Baustelle.

Ministerpräsidentin besucht Mühlhäuser Traditionsunternehmen Jüttner Orthopädie KG

Zum Auftakt ihrer Sommertour durch Thüringen machte Christine Lieberknecht Station in Mühlhausen. Die Tour, die in diesem Jahr unter dem Motto „Land und Leute“ steht, führte die Ministerpräsidentin zu einem Mühlhäuser Familienunternehmen, der Jüttner Orthopädie KG.

In einem kurzen Vortrag stellte Geschäftsführer Frank Jüttner die Firma vor, die ihre Kunden mit orthopädischen und medizinischen Hilfsmitteln versorgt. 225 Mitarbeiter sind dafür mittlerweile in 21 Filialen in Thüringen und Niedersachsen beschäftigt.

Kathrin Jüttner, die in der Dritten Generation im Unternehmen tätig ist, betonte aber auch, dass der Fachkräftemangel ein großes Problem darstellt. Umso wichtiger sei es, selbst für eine gute Ausbildung zu sorgen und damit die jungen Menschen in der Region zu halten.
Beim anschließenden Firmenrundgang kam die Ministerpräsidentin dann auch direkt mit Auszubildenden und Mitarbeitern ins Gespräch und informierte sich über die Produkte des Unternehmens sowie deren Produktion.

Kathrin Jüttner informiert über das Familienunternehmen Jüttner Orthopädie KG.
Beim Rundgang durch das Unternehmen...
... erfuhr die Ministerpräsidentin einiges über Technik und Produkte.
Frank Jüttner überreicht eine Spende über 5.000 € für die Hochwasseropfer.
Verabschiedung von der Minister- präsidentin vor dem Firmengebäude.

Fördermittel für Interkulturelle Woche im September

Petra Heß, die Ausländerbeauftrage des Freistaates Thüringen, hat am 11. Juli 2013 einen Fördermittelbescheid über 4.516,84 Euro für die Ausgestaltung der diesjährigen Interkulturellen Woche in Mühlhausen und Umgebung überreicht. Auftakt und erster Höhepunkt der Woche wird das „Fest der Kulturen“ am 21. September 2013 rund um den Kornmarkt.

Die Interkulturelle Woche, die in Mühlhausen immer länger als sieben Tage dauert, umfasst über 20 verschiedene Veranstaltungen. Sie reichen vom Kinderfest zum Weltkindertag über Gesprächs- und Begegnungsangebote bis hin zu Informationsveranstaltungen über die Arbeit des Ausländerbeirates der Stadt Mühlhausen und der hiesigen Ausländerbehörde.

Seit zehn Jahren wird die Interkulturelle Woche in Mühlhausen von einem Vorbereitungskreis unter der Federführung des Vereins Miteinander e.V. durch Christina und Eberhard Vater getragen. Vereine, Verbände, Organisationen und Vertreter von Stadt und Kirchen arbeiten dabei eng zusammen.

Pfarrer Andreas Schwarze (links) nahm von der Thüringer Ausländerbeauftragten Petra Heß (2. von links) den Fördermittelbescheid entgegen. Auch die Eheleute Vater vom Miteinander e.V. freuten sich in der Kornmarktkirche über die Zuwendung für die Interkulturelle Woche im September.

Sommerfest der Generationen bot für jedes Alter beste Unterhaltung

Begonnen hat das Sommerfest im Geschwister-Scholl-Heim/Mehrgenerationenhaus am 10. Juli 2013 mit einer Theateraufführung für die kleinen Gäste: Das 3K präsentierte „Die Geschichte von den drei kleinen Schweinchen und dem bösen Wolf“.  Um 14 Uhr begrüßten dann Oberbürgermeister Dr. Johannes Bruns, die MGH-Leiterin Jenny Rauch und die Gleichstellungsbeauftragte Isabell Schmauch ganz offiziell die Gäste.

„Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht – nicht nur beim Lachyoga“, meinte Isabell Schmauch und hob besonders den generationenübergreifenden Aspekt hervor. „Wenn Jung und Alt gemeinsam tanzen, singen und spielen, haben wir unser Ziel schon erreicht.“ So spricht der Tag der offenen Tür wieder alle Familienmitglieder an.

Natürlich wurden die Gäste auch kulinarisch bestens versorgt. Mit heißem Grill und kalten Getränken gab es abwechslungsreiche Stunden. Für Spannung sorgte eine Tombola des Deutschen Frauenrings.

Oberbürgermeister Bruns lobte das MGH, das wunderbare Voraussetzungen für den Zusammenhalt der Generationen biete. "Hier kommen Menschen jeden Alters und aus allen Schichten der Bevölkerung zusammen, finden den Platz und die Zeit für Gemeinsamkeit", so Bruns. „Das Sommerfest ist auch ein kleines Dankeschön für alle, die sich hier im MGH und in der Stadt für ihre Mitmenschen engagieren“, sagte Bruns weiter.

Natürlich gab es auch Kaffee und Kuchen. Die Damen des Frauenrings hatten fleißig gebacken. Die Seniorentanzgruppe "Lebensfreude" unterhielt derweil mit einer schwungvollen Tanzvorführung.

Feierstunde für Mühlhäuser Jubilare am Schwanenteich

Mittlerweile ist es schon eine kleine Tradition geworden - zum dritten Mal folgten Mühlhausens besondere Jubilare am 9. Juli der Einladung der Stadtverwaltung um gemeinsam noch einmal auf die vergangenen Jahre anzustoßen und den Nachmittag in froher Runde bei Kaffee und Kuchen zu verbringen.

"Sie alle haben mitgeholfen, Mühlhausen zu der Stadt zu machen, die sie heute ist", bedankte sich Oberbürgermeister Dr. Johannes Bruns bei den 24 Jubelpaaren und den drei anwesenden 90-jährigen Mühlhäusern.

Mit von der Partie waren auch Ingeborg und Ulli Eulenberg. Sie im tschechischen Teplice, er in Ammern geboren, gehörten sie an diesem Nachmittag zu den vier Diamant-Paaren, die bereits seit über 60 Jahren verheiratet sind. Als Sudentendeutsche kam Ingeborg 1949 nach Mühlhausen und fing wie ihr späterer Mann bei Mülana an. Dort lernten sich die beiden auch kennen. Auf die Frage ob es Liebe auf den ersten Blick gewesen sei, antworteten beide einstimmig: „Nein, das hat sich langsam zusammengesponnen“.  

Zur Hochzeit kam es dann am 19. Juni 1953. „Zwei Tage nach dem Aufstand heirateten wir in unsichere Zeiten“, bemerkte Ulli Eulenberg und man spürt ganz genau eine innere Verbundenheit zwischen den beiden.

20 Goldene, vier Diamantene Hochzeitspaare und drei 90-jährige Geburtstagskinder, die zwischen April und Juni ihr Jubiläum begingen, erlebten frohe Stunden und tauschten viele Erinnerungen aus.
Dr. Johannes Bruns überbrachte jedem Jubilar seine ganz persönlichen Glückwünsche: Ingeborg und Ulli Eulenberg gaben sich zwei Tage nach dem Volksaufstand vom 17. Juni das Jawort und sind seit dem über 60 Jahre verheiratet.

Schüler unterhalten Mühlhausen während der Schultheatertage

Hochprofessionell und innovativ - so präsentierte sich Mühlhausen bei der Eröffnung der 21. Schultheatertage vom 3. bis 6. Juli. Markus Edom begrüßte die Gäste mit einem Zitat von Gustav Seibt: „Theater ist ein wunderbarer Zauberkasten: Es zeigt wirklich, was in Wirklichkeit nicht ist. Hamlet stirbt und geht anschließend Spaghetti essen.“

Iris Henning berichtete in der Mühlhäuser Lokalausgabe der Thüringer Allgemeinen am 9. Juli von den 21. Thüringer Schultheatertagen, die vom 3. bis 6. Juli mehr als 150 Kinder und Jugendliche nach Mühlhausen lockten:

Zehn Theatervorstellungen, mindestens genauso viel Nachgespräche und Beratungsworkshops, mehr als hundert neue freundschaftliche Kontakte, mehr als 100 Erstbesucher von Mühlhausen und ungezählte Eindrücke vor, auf und hinter der Bühne. Das ist das erste Resümee der 21. Thüringer Schultheatertage, die Samstag mit einer großen Abschlussveranstaltung in der 3K-Spielstätte Kilianikirche zu Ende gingen. Hinzu kommen etwa 450 Frühstücksmahlzeiten und genauso viel Mittagessen, tausende belegte Brotscheiben an den drei Abenden, zig Liter Limonade, Cola, Wasser und Kaffee (für Spielleiter, Jury und 3K-Aktive). Vier Tage lang war die Kreisstadt Gastgeber für 150 Kinder und Jugendliche aus ganz Thüringen, die ihr Können im Darstellenden Spiel vor großem Publikum auf der Bühne zeigten und die den Mut hatten, sich und ihre Darbietungen auch der Kritik einer fachkundigen Jury auszusetzen. "Es hat unglaublich viel Spaß gemacht", meinte Vincent Müller aus Erfurt. Der junge Mann, der selbst noch wie ein Gymnasiast wirkt, begleitete als Autor und Spielleiter seine Gruppe. Mit der Aufführung "Siegfried" dargeboten von der Theater-AG Klasse 6 und 7 des evangelischen Ratsgymnasiums Erfurt - gab er seinen Einstand im Reigen der traditionellen Thüringer Schultheatertage.

Große Bandbreite an Darbietungen

Ihren ersten Auftritt hatten die 12- bis 14-Jährigen dabei gar nicht in Mühlhausen, sondern bereits am Erfurter Hauptbahnhof. "Unser Zug fiel aus, und wir mussten über eine halbe Stunde warten", schildert Vincent. "In dieser unfreiwilligen Warteposition holte einer unserer Darsteller seine Ukulele aus dem Rucksack und entwickelte einen Festivalsong. So machten 26 Erfurter Schüler den Bahnsteig 9 zu ihrer Bühne und sangen Nach Mühlhausen, nach Mühlhausen, nach Mühlhausen". Auch in der Gastgeberstadt machten sie Theater auf der Straße. "Wir hatten unermessliche Spielfreude und brachten sogar die Mühlhäuser Bimmelbahn mit unserer Interpretation von Highway to Hell zum Tanzen. Sie fuhr in Schlängellinie durch die Einkaufsstraße", blickt Vincent auf ein Erlebnis. Zufrieden über das Festival zeigte sich auch Uta Homberg, die Geschäftsführerin der Landesarbeitsgemeinschaft Spiel und Theater mit Sitz in Mühlhausen: "Es gab eine große Bandbreite an Theaterformen vom Schauspiel, Musical, Tanztheater, Autobiografisches bis hin zum Simultantheater mit performativen Elementen. Und auch die Auswahl der bearbeiteten Stoffe konnte sich sehen lassen. Neben Eigenproduktionen standen Bearbeitungen von Märchen, Novellen, Romanen, Balladen und anderen Literaturformen auf dem Programm. Eine Vielfalt die sich so schnell auf wohl keinem anderen Theaterfestival finden lässt", so Hombergs Bilanz. Im nächsten Jahr wird Erfurt Gastgeber für die dann 22. Thüringer Schultheatertage sein. "Dafür wünsche ich mir noch mehr Bewerbungen als in diesem Jahr, vor allem aus den Kreisen, die sich sehr zurückgehalten haben, wie der Unstrut-Hainich-Kreis", so Homberg.

Ganz Eschwege erstaunt über "Pipes & Drums" aus Mühlhausen

Zum Johannisfest zogen Eschweges Schulen in diesem Jahr unter dem Motto „Der Sport im Wandel der Zeiten“ durch unsere Partnerstadt. Erstmalig nahm am 30. Juni das Pipes & Drums Orchestra Unstruttal mit neun Musikern am Umzug teil.

„Die Eschweger und ihre Gäste waren erstaunt, eine Pipeformation mit schottischen Dudelsäcken in ihrem Umzug zu erleben. Vielen war nicht bekannt, dass ihre Partnerstadt Mühlhausen dieses Genre pflegt und belohnten unser Engagement mit viel Beifall“, sagte Wolfgang Jäntsch, Vorsitzender des Pipes & Drums Orchestra Unstruttal.

In diesem Zusammenhang bedankte sich der Vereinsvorsitzende bei der Regionalbus GmbH und bei der Stadtverwaltung Mühlhausen für die organisatorische Unterstützung.

„Die dicht von Zuschauern gesäumte Umzugsstrecke war eine Herausforderung für unseren Verein. Immerhin verlangt die Great Highland Bagpipe eine gute Kondition von jedem Piper ab. Aber die Freude über unseren Beitrag ist unser schönster Lohn“, so Jäntsch.

Siedlungszwerge zu Gast im Rathaus

Nico, Tim, Pascal, Nils, Jette, Felix, Anton, Valentin, Jean-Dilara, Lenny, Leila, Noreia, Leon und Patrice besuchten am 8. Juli ihr Rathaus.
Dr. Johannes Bruns erzählte den Mühlhäuser Siedlungszwergen von seiner Arbeit als Oberbürgermeister und was es im Rathaus alles so zu entdecken gibt.

Malwettbewerb entschieden

Der Katholische Kindergarten St. Josef gewinnt den ersten Preis beim Mühlhäuser Malwettbewerb.

Zwölf der 18 Mühlhäuser Kindertagesstätten hatten bis Mitte Juni wunderschöne Zeichnungen, Collagen und handgefertigte Kunstwerke beim Stadtmarketing eingereicht. Eine unabhängige Jury wählte den Favoriten aus. „Gewinner sind aber alle Kinder, die teilgenommen haben“, betonte Oberbürgermeister Dr. Johannes Bruns in seiner Auszeichnungsrede und bedankte sich recht herzlich bei allen Kindertagesstätten und den Stadtelternsprechern.

Auf die Kinder der Gewinner-Einrichtung wartet nun eine Straßenbahntour SPEZIAL mit dem Oberbürgermeister, der zweite Preis ist ein Besuch im Fernmeldemuseum und der Drittplatzierte wird mit einem Kinderstadtrundgang ausgezeichnet.

Noch mehr Bilder von der Preisverleihung gibt es hier!

Restaurierte Bleiglasfenster zurück in der Marienkirche

Die historischen Bleiglasfenster aus dem 14. Jahrhundert schmücken seit heute wieder vollständig den Chor der Mühlhäuser Marienkirche. Über sechs Monate hatte Diplomrestauratorin für Glasmalerei und Glasfenster Nicole Sterzing (36) aus Seebergen die 133 Glasmalereifelder von Grund auf restauriert. Im Zuge dieser Maßnehmen tauschte die 36-jährige die 1973 eingebaute Außenschutzverglasung durch eine robustere Neuverglasung.

"Seit Ende letzten Jahres habe ich die Glasmalereien gründlich gereinigt, lockere Malschichten befestigt, Sprünge geklebt oder auch sonstige Schäden beseitigt", sagte Nicole Sterzing zum Abschluss der Arbeiten. Die Glasmalereien der Marienkirche zeigen Heiligenbilder und szenische Darstellungen. So zeichnen fortlaufende Motive den Leidensweg Christi nach und zeugen von der Flucht nach Jerusalem.

Im Rahmen der Innenraumsanierung hatten die Restauratoren vor drei Jahren Schäden an den Chorfenstern festgestellt. Diese waren hautsächlich aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit im Inneren der Kirche entstanden. Regelmäßige Kontrollen im nächsten Jahr sollen ein Fortschreiten der Schäden zukünftig verhindern. Die Gesamtkosten der Restaurierung belaufen sich auf 94.000 Euro, davon kommen 40.000 Euro vom Thüringer Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie. Die restlichen 54.000 Euro finanzierte die Stadt  aus EFRE-Mitteln.

„Ich freue mich, dass Mühlhausens Wahrzeichen ab heute wieder im neuen Glanz erstrahlt. Die Glasmalereien aus dem 14. Jahrhundert sind einer der wertvollen Schätze dieser Stadt“, so Oberbürgermeister Johannes Bruns. Die Marienkirche zählt pro Jahr etwa 18.000 Besucher. Nach den abgeschlossenen Bauarbeiten können die Mühlhäuser und die Gäste der Stadt wieder ihre volle Schönheit betrachten.

 

Seit 5. Juli sorgen die restaurierten 133 Bleiglasscheiben in der Marienkirche wieder für eine stimmungsvolle Atmosphäre.
Diplom-Restauratorin Nicole Sterzing hat über sechs Monate an der Erneuerung der Bleiglasscheiben gearbeitet.

Paulus-Oratorium zur Kulturnacht

Neue Form der Zusammenarbeit Mühlhäuser Kulturschaffender

Mit einem musikalischen Meisterwerk beginnt die traditionelle Mühlhäuser Kulturnacht in diesem Jahr am Sonnabend, dem 17. August, in „St. Marien“. Felix Mendelssohn Bartholdys  großartiges Paulus-Oratorium wird ab 19 Uhr in der zweitgrößten Kirche Thüringens erklingen. Insgesamt wirken über 100 Orchestermusiker und Sänger an der Aufführung des opulenten Werkes mit. Nicht zuletzt die Spitzenbesetzung bei den Solisten verspricht einen ganz besonderen Kunstgenuss. Christine Wolff, die beiden Gesangsprofessoren Markus Schäfer und Britta Schwarz und der Bariton Daniel Ochoa, derzeit Solist an der berühmten Wiener Volksoper werden ebenso mitwirken, wie das Collegium Vocale Leipzig, der Kammerchor der Schloßkapelle Saalfeld und das Barockorchester Merseburger Hofmusik. Dirigiert werden sie von Gewandhausorganist Michael Schönheit, die Sauerorgel spielt Stadtorganist Denny Ph. Wilke.

Das Konzert ist jedoch nicht nur der fulminante Auftakt zur Mühlhäuser Kulturnacht, sondern zugleich der Beginn eines bis zum Jahresende anhaltenden Musikfestivals, das im Rahmen der von der Bundesregierung und der Evangelischen Kirche in Deutschland ausgerufenen Lutherdekade stattfindet. Das Festival unter dem Titel "Wir glauben all an einen Gott" ist der musikalische Beitrag zum Themenjahr „Toleranz und Reformation“ und wurde vom Mühlhäuser Stadtorganisten Denny Ph. Wilke konzipiert. Die Stadt Mühlhausen ist Träger dieser hochkarätigen Konzertreihe, die unter der Schirmherrschaft des Bundestagsabgeordneten Johannes Selle (MdB) steht.

Im Anschluss an das Konzert führt der Weg die Besucher der Kulturnacht durch die Holzstraße zum Frauentor. Mit einem interaktiven Spiel gestalten dabei die Akteure der Mühlhäuser Theaterwerkstatt 3K den Weg von der Marienkirche bis zur Stadtmauer. Dabei wird der Besucher auf die Probe gestellt, denn es gilt berühmte und außergewöhnliche Persönlichkeiten zu erkennen und zu erraten. Und das wird sicherlich nicht immer ganz einfach sein. 

Auf dem romantisch beleuchteten Wehrgang laden schließlich die Mühlhäuser Museen – wie gewohnt – gemeinsam mit den Lehrern der Kreismusikschule „Johann Sebastian Bach“ zu einem musikalischen Ausklang des Abends ein. Wie immer ist dabei auch für das leibliche Wohl gesorgt.

Das Konzert wird mit freundlicher Unterstützung von folgenden Institutionen realisiert:

Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Freistaat Thüringen - Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kunst, Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, SV Sparkassen-Versicherung, Sparkasse Unstrut-Hainich, Stadt Mühlhausen, Mühlhäuser Museen und dem Förderverein Sauer-Orgel St. Marien

Karten für die Kulturnacht sind in der Tourist Information Mühlhausen und – soweit noch vorhanden – auch an der Abendkasse erhältlich.

Mühlhausen hat eine „wandelbare Bibliothek“

Mühlhausens erster öffentlicher Bücherschrank steht seit Freitag (28.6.) auf dem Gelände des Geschwister-Scholl-Heims/Mehrgenerationenhauses (MGH). Den wetterfesten Bücherschrank hatten zuvor Schüler der Praxisklasse aus der Petrischule gemeinsam mit Oliver Preuß und Rene Mier vom Jugendtechnikzentrum in einem sechswöchigen Projekt gebaut.

„Nun sind hier Bücher zu entdecken, die zu einem großen Teil die Stadtbibliothek zur Verfügung stellte, die aber auch aus den Beständen des MGH kommen“, erklärte Markus Edom, Fachbereichsleiter Bürgerdienste, Kultur und Soziales, im Rahmen der Einweihung.

Er bedankte sich bei den Schülern für ihre professionelle Arbeit und ihr Engagement und übergab den Schlüssel zur „wandelbaren Bibliothek“ an eine Schülerin der Praxisklasse.

Von nun an kann die attraktive Leseecke von allen interessierten Bürgern der Stadt zum Lesen, Geben, Nehmen und Tauschen von Büchern innerhalb der Öffnungszeiten des MGH genutzt werden.

Den wetterfesten Bücherschrank bauten Schüler der Praxisklasse aus der Petrischule mit Unterstützung des Jugendtechnikzentrums in einem sechswöchigen Projekt.

Mühlhäuser Feuerwehr gewinnt Kreisausscheid

Die Freiwillige Feuerwehr Mühlhausen hat am 22. Juni beim Kreisausscheid der Feuerwehren des Unstrut-Hainich Kreises in Oberdorla den ersten Platz belegt. Mit insgesamt 2407 Punkten setzten sie sich in der Kategorie Gruppenfahrzeug gegen fünf weitere Feuerwehrmannschaften durch.

An drei Stationen mussten Einsatzkräfte Feuerwehrknoten mit verbundenen Augen binden und lösen oder Personen aus Extremsituationen, etwa nach einer Gasexplosion oder aus einem vereisten Teich, befreien.

„Wir freuen uns sehr, dass wir das erste Mal seit neun Jahren den Wanderpokal wieder nach Mühlhausen holen konnten“, freute sich Einsatzleiter Stefan Wabner bei der Preisverleihung am Abend.

Der Wettbewerb wird jedes Jahr von den Kreisausbildern der Feuerwehren organisiert.

Erstmals seit 2004 ging der begehrte Pokal wieder an die Kameraden aus Mühlhausen.

Buch über jüdisches Leben wird in Mühlhausen vorgestellt

"Distanzen - jüdisches Leben in Mühlhausen"; dieses Buch wird am Montag, um 13.30 Uhr, in der großen Ratsstube des Mühlhäuser Rathauses vorgestellt.  Von Claudia Bachmann, Mühlhäuser Lokalausgabe der Thüringer Allgemeine, 16. Juni 2013.

Als Gast erwartet man Reinhard Schramm, den Vorsitzenden der jüdischen Landesgemeinde in Thüringen. Die vom Stadtarchiv Mühlhausen herausgegebene Publikation dokumentiert die gleichlautende Ausstellung im Rathaus. Enthalten sind auch die Ergebnisse des Schüler-Forschungsprojektes "Arisierung in Mühlhausen". Die im Jahr 2011 daran beteiligten Tilesius-Schüler sind zur Buchvorstellung mit eingeladen. Im Anschluss an die Buchvorstellung sind Gespräche mit Mühlhäuser Vertretern der evangelischen und katholischen Kirchen geplant. Finanziell gefördert wurde die Publikation vor allem durch die Friedrich-Christian-Lesser-Stiftung, die Sparkasse sowie den Förderverein des Tilesius-Gymnasiums der Kreisstadt.

Oberbürgermeister Dr. Johannes Bruns (links) und Stadtarchivar Dr. Helge Wittmann (rechts) begrüßten zur Buchvorstellung die Spitze der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen um Professor Schramm.

Malwettbewerb der Mühlhäuser Kindertagesstätten geht in die entscheidende Phase

Noch bis zum 4. Juli sind wunderschöne Zeichnungen, Collagen und handgefertigte Kunstwerke rund um unsere schöne Stadt im Rathaus zu besichtigen. Bereits vor einigen Wochen hatte die Stadtelternvertretung gemeinsam mit der Stadtverwaltung die jüngsten Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, die Heimatstadt aus ihrer Perspektive zu malen. Bis zum 14. Juni reichten zwölf der 18 Mühlhäuser Kindertagesstätten ihre Kunstwerke ein. Seit Montag läuft die Bewertung durch eine Jury. Interessierte Bürger können sich in der Großen Ratsstube selbst ein Bild zu den kreativen Entwürfen machen und ihren ganz persönlichen Favoriten auswählen.

Auf die Kinder der Gewinner-Einrichtung wartet eine Straßenbahntour SPEZIAL mit Oberbürgermeister Johannes Bruns, der zweite Preis ist ein Besuch im Fernmeldemuseum und der Drittplatzierte wird mit einem Kinderstadtrundgang ausgezeichnet.
Die Stadtelternvertretung prämiert am 4. Juli gemeinsam mit dem Oberbürgermeister die Kunstwerke.

Kunstwerke der kleinsten Bürger Mühlhausens können derzeit im Rathaus begutachtet werden.

Johannisfest in der Partnerstadt Eschwege

Vom 27. Juni - 1. Juli. 2013 feiert unsere Partnerstadt wieder ihr traditionelles Johannisfest. Die Eröffnung ist am 27. Juni um 20.00 Uhr.

Gäste aus Mühlhausen sind herzlich willkommen!

Weitere Informationen finden Sie hier.

Die Bundeswehr hat sich mit einem Großen Zapfenstreich von Mühlhausen verabschiedet

Am 16. Mai 2013 hat sich die Bundeswehr mit einem Großen Zapfenstreich vom Traditionsstandort Mühlhausen verabschiedet. „Der Große Zapfenstreich“ ist das höchste militärische Zeremoniell in unserem Land und stellvertretend für die Stadt möchte ich sagen: Mühlhausen fühlt sich geehrt, dass uns die Bundeswehr diese Ehre zuteilwerden lässt“, so Oberbürgermeister Dr. Johannes Bruns während des festlichen Empfangs im Rathaus.

Den Soldatinnen und Soldaten des Artillerieregiments „Freistaat Thüringen“ und des Mühlhäuser Bataillons dankte Bruns für Ihren Dienst in Mühlhausen und für Deutschland: „Sie gehen dorthin, wo sie gebraucht werden und wohin der Befehl Sie ruft. Natürlich fällt es dabei schwer, die liebgewonnene Heimat zu verlassen. Wir hoffen, dass die Wurzeln in der Region so stark geworden sind, dass viele Familien doch bleiben können. Allen, die gehen müssen, möchte ich heute sagen: Behalten Sie Mühlhausen in guter Erinnerung – wir jedenfalls werden Sie nicht vergessen.“

Oberbürgermeister Bruns bedauerte, dass eine über 200 Jahre alte Tradition ein Ende findet und dass viele Menschen der Stadt den Rücken kehren müssen, die Wegbegleiter und Freunde geworden sind.

Mühlhausen ist in Thüringen die am stärksten vom Umbau der Bundeswehr betroffene Stadt. Der Standort mit seinen rund 850 Dienstposten wird im Zuge der Reform der Streitkräfte zum 30. Juni 2014 aufgelöst. Ab Januar 2015 steht das Gelände der Görmar-Kaserne zur zivilen Nachnutzung zur Verfügung.

Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht, Regimentskommandeur Axel Hermeling (links) sowie Divisionskommandeur Carsten Jacobson trugen sich als Ehrengäste des Empfangs im Rathaus ins Goldene Buch der Stadt ein. Oberbürgermeister Dr. Johannes Bruns dankte der Bundeswehr für die Ehre des Großen Zapfenstreichs.
Die Bundeswehr verabschiedete sich mit einem Großen Zapfenstreich vom Traditionsstandort und den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt. Mühlhausen wird im Zuge der Strukturreform als einzigem Standort diese Ehre zuteil.

„Auf eine Tasse Kaffee mit OB Bruns“ hieß es beim Verein Lebensbrücke e.V.

Am 28. Mai 2013 nutzten im „Kaffee Kaos“ in der Feldstraße knapp 30 Bürgerinnen und Bürger die Chance, mit Oberbürgermeister Dr. Johannes Bruns ins Gespräch zu kommen. Moderiert von Marcel Jäger, Geschäftsführer des Vereins Lebensbrücke Mühlhausen, entwickelte sich eine lebendige Diskussion. Von Interesse waren unter anderem die Themen bezahlbarer Wohnraum, behindertengerechte Infrastruktur oder auch die Zukunft des Schwanenteich-Geländes. Die Gesprächsreihe „Auf eine Tasse Kaffee mit OB Bruns“ gibt allen Bürgern die Möglichkeit, regelmäßig Ideen oder auch Sorgen direkt mit Johannes Bruns zu diskutieren. Wechselnde Orten des öffentlichen Lebens – zuletzt etwa beim Jugendprojekt Boje oder in der Volkssolidarität – bieten den Rahmen für diesen ungezwungenen Austausch.

Studenten erforschen Stadtgeschichte von Mühlhausen

30 Studenten dreier Universitäten sind in dieser Woche in Mühlhausen unterwegs, um zu Stadtbüchern zu forschen. Sie kommen von der Fernuniversität Hagen, der Leibniz-Universität Hannover und der Universität Lübeck. Von Claudia Bachmann, Mühlhäuser Lokalausgabe der Thüringer Allgemeine, 23. Mai 2013.

"Mühlhausen hat sich für diese Arbeit angeboten; es gibt so viele Überlieferungen, an denen man forschen kann", begründet Felicitas Schmieder, die die Studenten der Fernuniversität Hagen betreut, die Wahl der Stadt für dieses viertägige Seminar, in dem die Anfänge der Geschichtsschreibung im Mittelpunkt stehen.

Innerhalb des Blockseminars zur mittelalterlichen Stadtgeschichte besuchten sie gestern das Reichsstädtische Archiv, "das Gedächtnis der Stadt", so Schmieder, und ließen sich die Stadt zeigen. Mit Unterstützung vom Fachbereichsleiter des Mühlhäuser Stadtarchivs, Helge Wittmann, und Stadtarchivar Martin Sünder bekamen die Studierenden die Möglichkeit, Kern­thesen der Geschichtswissenschaft zu überprüfen. "Unsere für die Forschung ungeheuer wertvollen mittelalterlichen Bestände sind bestens für die wissenschaftliche Arbeit und das praxisnahe Studium geeignet", geht Wittmann auf die historische Bedeutung der Mühlhäuser Überlieferungen ein. Seit Jahren pflegt Wittmann enge Kontakte zu Professoren des historischen Instituts der Fernuniversität Hagen, des historischen Seminars der Leibniz-Universität Hannover und des Zentrums für Fernstudium und Weiterbildung der Universität Lübeck. "In enger Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Stadtentwicklung und Bauordnung der Kreisstadt steht dabei die Frage im Mittelpunkt: Wie hat sich die Stadtplanung im Laufe der Zeit und durch ihre Geschichte verändert?", nennt Helge Wittmann weitere Schwerpunkte. Dazu wird Stadtentwicklungs-Fachmann Thomas Kaiser heute mit den Studenten ins Gespräch kommen.

Für einen sind die Tage in Mühlhausen fast schon ein Heimspiel: Michael Rothmann von der Universität in Hannover hat in der Vergangenheit schon öfters in Mühlhausen geforscht. Und ein neues Projekt ist derzeit bereits in der Vorbereitung. "Hier gibt es eine hervorragende Überlieferungslage und jede Menge Arbeit für die wissenschaftliche Forschung", weiß er.

Feuerwehr Mühlhausen hat in einer Anlage für Brandsimulation ihr Können bewiesen

Kürzlich war ein mobiler Brand-Simulator auf der Mühlhäuser Feuerwehrwache am Bastmarkt zu Gast. In einem Übungs-Truck wurden verschiedene Brände simuliert und die Männer der Freiwilligen Feuerwehr und der hauptamtlichen Kräfte konnten ihr Können unter Beweis stellen. Auch Stefan Wabner und Kevin Leutbecher (im Bild) hatten alle Hände voll zu tun.
Hans-Erwin Blaul aus Sachsen sorgte im Leitstand der Brandsimulationsanlage für realitätsnahe Bedingungen. Dicker Rauch, plötzlich auftretende neue Brandherde und Temperaturen von bis zu 600 Grad Celsius machten die Übung zu einem Praxistest, der es in sich hatte.

Gäste aus der Partnerstadt Tourcoing besuchten Mühlhausen

Im Jubiläumsjahr des deutsch-französischen Freundschaftsvertrages erneuerte auch Mühlhausen seine guten Beziehungen nach Frankreich. Seit 1993 verbindet Tourcoing und Mühlhausen eine Städtepartnerschaft - bereits 1961 wurden erste freundschaftliche Kontakte geschlossen.

Am Pfingstwochenende war Tourcoings Bürgermeister Michel Francois Delannoy in Mühlhausen zu Gast. Am 11. Mai wurden während eines Festaktes im Rathaus der 50. Jahrestag des Élysée-Vertrages gewürdigt und natürlich auch zwei Jahrzehnte Städtepartnerschaft gefeiert.

„Bundesweit mehr als 2000 Städtepartnerschaften sind ein wichtiger Baustein dafür, dass zwischen Frankreich und Deutschland eine unverbrüchliche Freundschaft gewachsen ist. Mühlhausen ist stolz darauf, schon seit Beginn der 60er Jahre diese Beziehungen mitgestaltet zu haben“, so Oberbürgermeister Dr. Johannes Bruns während des Besuchs. Erst Ende Januar waren Schüler des Tilesius-Gymnasiums zu Gast in Nordfrankreich.

Für die französischen Gäste standen rund um das Mühlhäuser Stadtfest einige historische und kulturelle Höhepunkte auf dem Programm. Direkt an den Festakt schloss sich etwa eine Multimediapräsentation zu 50 Jahren Élysée-Vertrag an. In dieser Dokumentation berichtete der Mainzer Journalist und Politologe Ingo Espenschied im Detail über die Historie des Freundschaftspaktes. Neben Live-Musik und speziellen Stadtführungen wurde den Gästen am Sonntag eine Matinee mit französischer Orgelmusik in der Marienkirche geboten.

Gemeinsam mit Tourcoings Bürgermeister Michel Francois Delannoy erneuerte Oberbürgermeister Dr. Johannes Bruns den Städtepartnerschaftsvertrag von 1993 und regte gemeinsame Projekte zur Wirtschaftsförderung an.
Bereits wenige Tage nach dem Festakt wurde die Städtepartnerschaft Tourcoing-Mühlhausen weiter mit Leben gefüllt. Am 30. Mai 2013 begrüßte Mühlhausens Oberbürgermeister Dr. Johannes Bruns 13 französische Schüler im Rathaus, die einen Besuch von Mühlhäuser Schülern in Tourcoing im Januar erwiderten.

Petrischüler bauen ersten Freiluft-Bücherschrank für Mühlhausen

Schüler der Petrischule haben gemeinsam mit dem Jugendtechnikzentrum im Geschwister-Scholl-Heim/Mehrgenerationenhaus am 16. und 17. Mai damit begonnen, den ersten öffentlichen Bücherschrank für Mühlhausen zu fertigen. Nach der endgültigen Fertigstellung wird dieser im Syndikatshof (gegenüber Rathaus) aufgestellt, um interessierten Bürgern die Möglichkeit zu geben, untereinander Literatur auszutauschen.

Fachbereichsleiter Bürgerdienste, Kultur und Soziales Markus Edom dankte allen Schülern für ihr Engagement, dem Bildungswerk der Thüringer Wirtschaft und dem Jugendtechnikzentrum für das Bereitstellen der Räumlichkeiten und Werkzeuge zum Bau des Schrankes. Ein ganz besonderer Dank gilt dem Leiter der Stadtbibliothek, Peter Rink, der die Bücher für den Schrank bereitstellt.

„Mit einem solchen Projekt sehen junge Menschen, wie ihr eigenes Schaffen unser Stadtbild prägt und wie ihr Bücherschrank hoffentlich vielen Mühlhäusern Lesefreude bereiten wird“, meint Markus Edom. Er rechnet damit, den Schrank gemeinsam mit dem Oberbürgermeister noch im Mai einweihen zu können.

Der wetterfeste Bücherschrank soll im Syndikatshof Mittelpunkt einer attraktiven Leseecke werden und zu den gewohnten Öffnungszeiten der Stadtverwaltung für jedermann kostenfrei zugänglich sein.

Grundschule Rodeberg gewinnt die Waldjugendspiele im Stadtwald – Mühlhäuser Pestalozzischule auf Rang 2

Mit 126 Punkten gewannen am Mittwoch (14. Mai) die Schüler aus Rodeberg die 21. Waldjugendspiele. Damit setzten sie sich gegen 18 weitere Schulklassen aus 13 Schulen des Unstrut-Hainich- und des Wartburgkreises durch. Auf Platz 2 kam die Pestalozzischule aus Mühlhausen und den 3. Platz teilten sich die Förderschule „Janusz Korczak“ aus Höngeda und die 4a der Grundschule Unstruttal.

Gemeinsam mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald hatte das hiesige Forstamt Hainich-Werratal in den Mühlhäuser Stadtwald/Weißes Haus eingeladen. Außerhalb des Klassenzimmers konnten die Kinder erlerntes Wissen vor Ort praktisch anwenden.

„An 12 Stationen testeten knapp 400 Kinder gemeinsam mit Lehrern und Forstpaten ihr Wissen rund um Wald und Forstwirtschaft, Jagd und Erste Hilfe.“, sagte Jörg Willner,  Fachdienstleiter Forst der Stadt Mühlhausen. Neben Zapfen-Zielwerfen, Holz-Sägen oder Holzstapel-Umschichten gab es eine so genannte Späher-Station. Hier sollten mit Hilfe eines Fernglases vorher versteckte Waldbewohner entdeckt und benannt werden. Wildkatzen zum Anfassen gab es beim letzten Stand „Zur wilden Mäusefängerin“.

Bürgermeisterin Beate Sill zeigte sich vor Ort beeindruckt von dem Projekt und gratulierte während der Siegerehrung allen Schulklassen und Lehrern. Sie dankte den Organisatoren  für die jährliche Ausrichtung der Waldjugendspiele und bekräftigte, dass Mühlhausen gern Gastgeber einer solchen Veranstaltung ist.

„Jede teilnehmende Schule ist ein Gewinner. Neben unzähligen Eindrücken, viel Erlerntem und einer Menge Spaß nimmt jede Klasse auch ein Baum des Jahres 2013, einen Wildapfel, mit nach Hause.“, resümierte Willner das gelungene Wald-Spektakel und verwies schon jetzt auf die Waldjugendspiele im nächsten Jahr.

Insgesamt absolvierten die Schulklassen einen etwa drei Kilometer langen Parcours. Die Sieger aus Rodeberg können sich über 150 Euro für die Klassenkasse freuen.
BUND Biologin und Standbetreuerin Alexandra Schubert zeigte pädagogische Qualitäten und erklärte geduldig 19 Mal alles über die Wildkatze.

Erster Thüringer 24-Stunden-Rekordlauf ist in Mühlhausen geglückt

Im Mühlhäuser Stadion an der Aue ist am 11. und 12. Mai 2013 der erste Thüringer 24-Stunden-Staffellauf gelungen. 24 Frauen und 24 Männer haben für jeweils eine Stunde im Stadion ihre Bahnen gezogen.

Noch nie gab es im Freistaat einen solchen Versuch. Und: Alle Beteiligten waren entweder gebürtige Mühlhäuser, wohnen jetzt in unserer Stadt oder sind in einem der hiesigen Sportvereine aktiv.

"Einen 24-Stunden-Lauf ohne Unterbrechung zu schaffen, erfordert von allen Athleten größte Kraftanstrengungen, Willensstärke und Kondition", würdigte Mühlhausens Oberbürgermeister Johannes Bruns die Leistung der Läuferinnen und Läufer.

Bruns dankte auch den Organisatoren um Andreas Seise und Thomas Enkardt. "Solche Ideen bringen unsere Stadt nach vorn und demonstrieren nach außen, was Mühlhausen drauf hat", so der Oberbürgermeister. Im Rathaus würde man sich freuen, wenn die Veranstaltung zu einer Tradition würde und zu einem Markenzeichen des Sports in der Stadt.

Die Organisatoren um Thomas Enkardt (links) und Andreas Seise (rechts) hatten eine gute Idee, die das Zeug zu einer festen Tradition hat. Die Stadt ist stolz auf diese Leistung.
Über die gesamten 24 Stunden fanden sich Sportbegeisterte, die die Läuferinnen und Läufer im Stadion an der Aue anfeuerten. Besonders hart waren natürlich die Etappen während der Nachtstunden.

Stadt Mühlhausen beteiligt sich am Nachhaltigkeitsprojekt „Schüler pflanzen Bäume – ein Baum für jedes Kind“

Schüler der Petrischule haben am 14. Mai gemeinsam mit Mitarbeitern der Stadtverwaltung zwei Rotbuchen und eine Stieleiche auf dem Günther-Picht-Sportplatz gepflanzt.

Bereits im April bekam das Geschwister-Scholl-Heim/Mehrgenerationenhaus (MGH) drei von insgesamt 40 Bäumen geschenkt. Diese hatten die Schüler zuvor beim Nachhaltigkeitsprojekt „Schüler pflanzen Bäume – ein Baum für jedes Kind“ für Mühlhausen gewonnen.

Für die Stadtverwaltung dankte Markus Edom den Petrischülern und deren Lehrerin Pia Schulze. „Bäume sind ein klares Zeichen für Leben und mit der Pflege übernehmen junge Menschen Verantwortung für Umwelt und Natur“, so der Leiter des Fachbereiches Bürgerdienste, Kultur und Soziales.Neben dem MGH profitierten verschiedene Alten- und Pflegeheime in Mühlhausen und der Verein Lebensbrücke von dem Projekt, das über 15.000 Bäumen in ganz Deutschland neue Wurzeln schlagen lässt.

Angelina, Latifa, Pauline (v.l.n.r.) trotzten dem strömenden Regen und pflanzten gemeinsam mit ihrer Lehrerin Pia Schulze eine Stieleiche und eine Rotbuche auf den Günther-Picht-Sportplatz.
Die Leiterin des MGH Jenny Rauch (links) und Markus Edom freuten sich über zwei Rotbuchen und eine Stieleiche, die von nun an auf dem Gelände des Günther-Picht-Sportplatzes stehen.

Mühlhausen erinnert mit 12 weiteren "Stolpersteinen" an deportierte jüdische Mitbürger

Unter großer Anteilnahme der Öffentlichkeit sowie Gästen aus Israel und Uruguay wurden am Samstag zwölf Stolpersteine für deportierte jüdische Mühlhäuser Bürger verlegt.

Das Projekt des Kölner Künstlers Gunter Demnig erinnert an die Opfer der NS-Zeit, indem vor dem letzten Wohnort der Opfer Gedenktafeln aus Messing in das Straßenpflaster eingefügt wurden. Zu den wenigen Überlebenden gehört Eva Weil (geborene Freudenheim) die extra aus Uruguay angereist war. Die 84-Jährige appellierte an die Anwesenden, gegen die Machenschaften der NPD aktiv zu werden. "Mit den jüdischen Bürgerinnen und Bürgern hat Mühlhausen eine tragende kulturelle und intellektuelle Säule verloren - bis zum heutigen Tag", sagte Oberbürgermeister Johannes Bruns bei einem abschließenden Empfang im Rathaus.

Text: Reiner Schmalzl, Mühlhäuser Lokalausgabe der Thüringer Allgemeine, 13.5.2013.

Während eines Empfangs in der Großen Ratsstube im Mühlhäuser Rathaus kamen die Gäste ins Gespräch. Oberbürgermeister Dr. Johannes Bruns dankte auch Pfarrer Teja Begrich, der die treibende Kraft der Stolperstein-Tradition in Mühlhausen ist. Nunmehr erinnern in der Stadt 30 "Stolpersteine" an die Deportation und Ermordung von jüdischen Bürgerinnen und Bürgern.
Am Steinweg 45 wurde Kurt Pinkus und dessen Sohn Manfred Pinkus gedacht, die beide dem Holocaust zum Opfer gefallen sind. Weiterhin wurden am 11. Mai 2013 Stolpersteine für Johanna Fackenheim (geborene Bacharach), Kurt Michael Fackenheim, Anna Fackenheim, Withold Freudenheim, Hedwig Freudenheim (geborene Manasse), Fritz Freudenheim, Eva Freudenheim, Leopold Löbenstein, Frieda Löbenstein (geborene Hirsch), Elfriede Löbenstein und Arno Löbenstein verlegt.

Neuer Kräuterführer für Kinder: "Herr Estragon geht auf Reisen"

Am 8. Mai 2013 haben die Mühlhäuser Museen den Kräuterführer für Kinder „Herr Estragon geht auf Reisen“ vorgestellt. Das reich illustrierte Heft erzählt die Geschichte des Herrn Estragon, der den Franziskanermönch Sebastian auf dessen Reise von Italien nach Mühlhausen begleitet und im Mühlhäuser Klostergarten der Franziskaner allerhand über Herkunft, Eigenschaften und Verwendung seiner Artverwandten lernt.

Unterstützt wurde das Buchprojekt vom Lions Club Mühlhausen, den Mühlhäuser Rotariern und dem Freundeskreises der Mühlhäuser Museen.

Für die Mühlhäuser Museen ist die Publikation vor allem ein pädagogisches Projekt. Interessierte Kindergarten- oder Schülergruppen sind im Mühlhäuser Klostergarten hinter der Kornmarktkirche jederzeit herzlich willkommen. Dort kann die Vielfalt der Kräuterwelt im wahrsten Sinne des Wortes begriffen werden.


Kontakt Mühlhäuser Museen

  • Telefon (03601) 8566-0
  • E-Mail: info@muehlhaeuser-museen.de
Steffi Maass mit ihrer Publikation "Herr Estragon geht auf Reisen. Eine kleine Kräuterkunde für Kinder" im Klostergarten hinter der Kornmarktkirche. Illustriert wurde das Buch von Bernhard Schauer. Eine Bestellung ist am einfachsten über die Mühlhäuser Museen möglich (ISBN 978-3-935547-53-6).

Beim 9. Mühlhäuser Röblinglauf sorgte die Stadt für einen guten Zweck für sportliche Höchstleistungen

Etwa 2700 Läuferinnen und Läufer gaben am 3. Mai 2013 beim Mühlhäuser Röblinglauf am Schwanenteich ihr Bestes. Die 9. Auflage des Laufs stand unter dem Motto „Sport trifft Musik“. Der Erlös der Veranstaltung kommt der Kinderhospitzarbeit zugute. Auch die Stadtverwaltung Mühlhausen war mit einer 25 Mann und Frau starken Mannschaft am Start.

"Basar der Vereine" stand im Jahr 2013 ganz im Zeichen von Mobilität

Der Behinderten- und Seniorenbeirat der Stadt Mühlhausen hat auch in diesem Jahr wieder den "Basar der Vereine" veranstaltet. Als Auftaktveranstaltung der „Woche der Menschen mit Behinderung 2013“ lockte der Basar am 2. Mai 2013 viele Besucher auf den Untermarkt.

Neben Vereinen und Verbänden haben auch verschiedene Organisationen und Firmen ihre wichtige Arbeit vorgestellt. Schwerpunkt war in diesem Jahr das Thema Sport und Mobilität für Menschen mit Behinderung beziehungsweise Bürgerinnen und Bürger im fortgeschrittenen Alter. In einem Rollstuhl-Parcours konnte jedermann ausprobieren, wie schwierig es bisweilen ist, mit einem Rollstuhl unterwegs zu sein.

Am Untermarkt konnte ausprobiert werden, wie schwierig Mobilität mit einer Behinderung sein kann.
Viele Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit und informierten sich über die Arbeit von Vereinen, Organisationen und Firmen.

Dankeschön-Frühstück für die Mühlhäuser Feuerwehr nach Einsatz in der Gartenstraße

Der Schreck war groß, als am 17. April 2013 plötzlich beißender Rauch in der Küche des Alten- und Pflegeheimes in der Gartenstraße stand. Das schnelle und umsichtige Eingreifen der Mühlhäuser Feuerwehr verhinderte Schlimmeres, ohne dass es dabei zu unnötigen Schäden etwa durch Löschwasser kam. Dafür wollten Dagmar Rothe und Michael Schuster vom Pflegeheim den Einsatzkräften einen Präsentkorb überreichen – auch im Namen der Bewohner. Um sich für diese wirklich nette Geste zu bedanken, fuhr die Frühschicht der Feuerwehr am 2. Mai samt Präsentkorb zu einem gemeinsamen Frühstück in die Gartenstraße. Bei einer guten Tasse Kaffee und belegten Brötchen gab es viel zu erzählen – eine willkommene Abwechslung sowohl im Pflegeheim als auch für die Feuerwehleute.

Nonnenberg-Eichhörnchen auf den Spuren der Bremer Stadtmusikanten

Collin, Kevelin, Cem, larissa, Maya, Fabian, Erik, Anni, Emely, lena, Jan-Lukas und Frau Boning und Frau Diegmann von der Kita Nonnenberg-Eichhörnchen haben der Stadtverwaltung am 22. April 2013 eine große Freude gemacht. Neben einem tollen Ständchen gab es ein selbstgebasteltes Plakat mit den „Bremer Stadtmusikanten“ als Geschenk.
Die Kleinen haben dieses Stück nämlich einstudiert und freuen sich darauf, es bald einmal aufführen zu können. Oberbürgermeister Johannes Bruns bedankte sich im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung. Anschließend gab es noch eine kleine Erkundungstour durch die alten und spannenden Gemäuer des Rathauses.

US-Generalkonsul Powell von Mühlhausen beeindruckt

Mühlhausen wurde am 17. April 2013 von US-Generalkonsul Mark Powell besucht. Von Leipzig aus vertritt er die USA in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Powell zeigte sich besonders von den Stadtarchivschätzen rund um Johann-August-Röbling beeindruckt. Mit der Brooklyn Bridge in New York hatte der 1831 aus Mühlhausen ausgewanderte Röbling ein amerikanisches Wahrzeichen entworfen. Diese besondere Brücke zwischen Mühlhausen und den USA würdigte Powell auch in seinem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt.

Neben einer Diskussion mit Abiturienten des Tilesius-Gymnasiums stand auch eine Gesprächsrunde mit Wirtschaftsvertretern der Stadt auf dem Besuchsplan. „Ziel der Einladung war es, die Stärken des Standortes auch im Ausland zur Geltung zu bringen. Immerhin sind die USA der größte ausländische Investor in Thüringen und Amerika ist außerhalb der EU der wichtigste Absatzmarkt für hiesige Firmen“, so Oberbürgermeister Johannes Bruns.

Nach Einschätzung der Stadtverwaltung zeigte sich Powell in der Gesprächsrunde mit Unternehmern und regionalen Wirtschaftsverbänden beeindruckt von der Stadt. Beste Voraussetzungen durch gut ausgebildete Fachkräfte, die zentrale Lage in Deutschland und Europa und weiche Standortfaktoren wie gute Kinderbetreuung, das schöne Wohnumfeld oder das kulturelle Angeboten machten die Stadt zu einem attraktiven Standort. Neue Möglichkeiten bestünden nicht zuletzt auch durch die zivile Nutzung des Kasernengeländes in Görmar ab 2015, machten die Vertreter Mühlhausens deutlich.

Wirtschaftsvertreter aus Erfurt unterstrichen dabei, dass eine amerikanische Analyse Thüringen bereits dreimal nacheinander zum besten Ort für Investitionen in Deutschland gekürt hat. Auch Mühlhausen habe dabei seine Chancen. Aus Sicht von Johannes Bruns ist Mühlhausen im Wettbewerb der Städte dabei um einige Plätze nach oben gewandert: „Das Leipziger Generalkonsulat informiert Interessenten aus den USA regelmäßig über Investitionsmöglichkeiten in Mitteldeutschland. Mühlhausen ist dabei ab sofort mit auf der Landkarte“, so Bruns.

Oberbürgermeiser Johannes Bruns (l.) und Stadtarchivar Helge Wittmann (r.) konnten Generalkonsul Mark Powell mit den Archiv-Schätzen rund um Johann-August-Röbling begeistern.
Mühlhäuser Unternehmer und Vertreter regionaler Wirtschaftsverbände unterstrichen in einer Gesprächsrunde mit Powell die Potenziale der Stadt.

Große Resonanz auf Wanderausstellung zur "Weißen Rose"

70 Jahre nach der Ermordung von Hans und Sophie Scholl hat das Gedenken an die Mitglieder der „Weißen Rose“ im Geschwister-Scholl-Heim/Mehrgenerationenhaus der Stadt besondere Bedeutung. Nach der feierlichen Einweihung einer Ehrentafel am 21. Februar 2013, dem Jahrestag der Ermordung durch die Nationalsozialisten, startete am 15. März eine Wanderausstellung.

Einen Monat lang waren unter dem Titel „Weiße Rose. Der Widerstand von Studenten gegen Hitler, München 1942/43“ Exponate und Tafeln zu sehen, die eindrucksvoll das Aufbäumen deutscher Studenten gegen die Diktatur dokumentieren. Mühlhausen war die einzige Thüringer Station der Wanderausstellung der Weiße Rose Stiftung e.V. Viele Schulen nutzen dieses Chance, sich mit einem Hoffnungsfunken in der dunkelsten Stunde der deutschen Geschichte auseinanderzusetzen.

Zur Eröffnung am 15. März sind viele junge Menschen ins Geschwister-Scholl-Heim gekommen.
40 Exponate und Tafeln waren zu sehen.

3000 Euro Fördermittel für den Röblinglauf

Oberbürgermeister Johannes Bruns freute sich, die Veranstalter des traditionellen Röblinglaufs mit Fördermitteln in Höhe von 3000 Euro unterstützen zu können. Der symbolische Scheck wurde am 12. April 2013 ganz passend vor dem Röbling-Denkmal am Mühlhäuser Untermarkt überreicht.

Die Mittel stammen aus den Überschüssen der Staatslotterien und werden vom Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur zur Verfügung gestellt. Das Geld soll für einen neuen Zeitmesser Verwendung finden.

Beim 9. Röblinglauf am 3. Mai ist auch die Stadtverwaltung wieder mit einem Läufer-Team am Start. Mit über 30 Läuferinnen und Läufern ist die Mannschaft doppelt so stark wie im vergangenen Jahr.

Mit den Fördermitteln in Höhe von 3.000 Euro soll eine neue Zeitmessanlage gekauft werden.

Herzlichen Dank an alle Teilnehmer der Ideenwerkstatt "Stadtmarketing"

Am 9. und 10. April trafen sich 31 Bürgerinnen und Bürger im Geschwister-Scholl-Heim/Mehrgenerationenhaus, um gemeinsam Ideen zu sammeln, die in das Mühlhäuser Stadtmarketingkonzept einfließen sollen. Was sind die Stärken und Schwächen unserer Stadt, was macht Mühlhausen aus und mit welchen Ideen kann unser Image verbessert werden - darüber wurde heiß diskutiert.

Wir möchten uns an dieser Stelle recht herzlich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für die tolle Veranstaltung und vor allem für die vielen konstruktiven Gedanken und Gespräche bedanken.

In den nächsten Monaten werden alle Vorschläge und Anregungen ausgewertet und weiter besprochen. Über die Ergebnisse werden wir auf unserer Internetseite informieren.

VIELEN DANK!

Begrüßung der Teilnehmer durch den Oberbürgermeister
Die Stärken- und Schwächen-Analyse ...
... erforderte intensives Nachdenken.
Gemeinsam mit den Moderatoren wurden die Ergebnisse ausgewertet und diskutiert.

Mühlhausen ehrte besondere Jubilare wieder mit einer Feierstunde

Am 9. April hat die Stadt zum zweiten Mal ihre besonderen Jubilare zu einer kleinen Feierstunde eingeladen. Im Café Schwan in der Kulturstätte am Schwanenteich begrüßt Oberbürgermeister Johannes Bruns Paare, die zwischen Januar und März goldene oder diamantene Hochzeit gefeiert haben und auch Geburtstagskinder, die bereits auf stolze 90 Lebensjahre zurückblicken können.

Viele Jubilare nutzte diese Gelegenheit, um bei Kaffee, Kuchen oder einem Gläschen Sekt gesellig beisammen zu sein. Miteinander ins Gespräch zu kommen war auch für Johannes Bruns der Grund, von einzelnen Gratulationen zu einer kleinen Feierstunde überzugehen.

Die Eheleute Monika und Günter Wolff zeigten sich von dieser Idee begeistert. Das Paar feierte am 16. Februar 2013 Goldene Hochzeit. Sie schwelgten in Erinnerungen – und es gab viel zu erzählen. Etwa, wie Herr Wolff Anfang der 60er Jahre durch den Armeedienst nach Mühlhausen kam und während eines Ausgangs beim Tanz in Prinzenhaus seine Monika kennengelernt hat. „Sie hat mich richtig rumgeschleudert“ erinnerte sich der damals tänzerisch eher unbedarfte Herr Wolff. Auch an das erste Lied „Ich tanze mit Dir in den Morgen“ konnten sich beide noch gut erinnern. Fast auf den Tag genau ein Jahr nach diesem Kennenlernen läuteten die Hochzeitsglocken. „Familie ist das allerwichtigste!“, ist bis heute ihr Geheimrezept.

Die nächste Feierstunde ist für Anfang Juli geplant.

Viele Jubilare nahmen die Einladung der Stadt zu einer kleinen Feierstunde in der Kulturstätte am Schwanenteich gerne an.
Die Eheleute Monika und Günter Wolff hatten am 16. Februar 2013 Goldene Hochzeit gefeiert.

Mühlhäuser Musiktage lassen bis Anfang Mai die Stadt erklingen

Am 7. April beginnen die Mühlhäuser Musiktage gleich mit einem Höhepunkt: Ab 16 Uhr lässt der Tölzer Knabenchor in Kooperation mit den Thüringer Bachwochen die Kornmarktkirche erklingen. Für diese und alle anderen öffentlichen Veranstaltungen läuft der Kartenvorverkauf über die Tourist Info Mühlhausen und die Ticketshops der Zeitungsgruppe Thüringen. 

Bis Mai wartet ein abwechslungsreiches Musikprogramm auf die Stadt. Am 13. April rockt beispielsweise das Honky-Tonk-Kneipenfestival die Innenstadt. Am 17. April gibt es sogar eine Orgelführungen für Grundschulkinder mit Stadtorganist Denny Ph. Wilke.

Am 27. April wartet eine musikalische Lesung speziell für das jugendliche Publikum: Im Geschwister-Scholl-Heim/Mehrgenerationen präsentiert der Sänger, Gitarrist und Autor Thorsten Nagelschmidt alias Nagel seinen aktuellen Roman „Was kostet die Welt“. Musikalisch umrahmt  gibt es ab 19.30 Uhr im oberen Foyer eine turbulente Geschichte um ein dickes Erbe und Beziehungskisten zwischen Vater und Sohn zu hören.

Viele Fans wird am 4. Mai sicher auch das Unplugged-Konzert von CITY finden. In der Kulturstätte am Schwanenteich werden als krönender Abschluss der Mühlhäuser Musiktage die schönsten Balladen aus nunmehr fast 40 Jahren Bandgeschichte zu hören sein.

Die Mühlhäuser Musiktage werden von der Stadtverwaltung und den vielen Kulturschaffenden Mühlhausens organisiert. Die Hälfte der insgesamt zwölf Veranstaltungen ist speziell für das jüngere Publikum organisiert.

 

Der Veranstaltungsplan der Mühlhäuser Musiktage 2013:

  • Tölzer Knabenchor, Sonntag, 7. April, 16 Uhr, Kornmarktkirch
  • Tom Astor, Sonntag, 7. April, 18 Uhr, Kulturstätte Schwanenteich
  • Frühstück bei Bachs – Kinderkonzert (Veranstaltungen mit Grundschulen der Stadt) Donnerstag, 11. April, 10.30 Uhr, Kulturstätte Schwanenteich
  • Honky-Tonk-Kneipenfestival, Samstag, 13. April, 20 Uhr, Innenstadt 
  • „St. Marien macht Schule“ – Orgelführungen für Kinder mit Stadtorganist Denny Ph. Wilke (Veranstaltungen mit Grundschulen der Stadt) Mittwoch, 17. April, 8 Uhr bis 13.30 Uhr, St. Marien
  • Die Bremer Stadtmusikanten – ein musikalisches Märchen (Veranstaltungen mit Kindergärten der Stadt) Freitag, 19. April, 9 Uhr und 10 Uhr, Puschkinhaus
  • Die Egerländer, Samstag, 20. April, 16 Uhr, Kulturstätte Schwanenteich
  • Lauschen und Gucken mit Nagel, Samstag, 27. April, 20 Uhr, Geschwister-Scholl-Heim/Mehrgenerationenhaus
  • „Sport trifft Musik", Freitag, 3. Mai, 9 Uhr, Kulturstätte Schwanenteich
  • „Tag der offenen Tür“ der Kreismusikschule J.S. Bach, Samstag, 4. Mai, 12 Uhr, Lindenbühl  28/29
  • Nachwuchsbandfestival „Rock oder Flopp“, Samstag, 4. Mai, 20 Uhr, Geschwister-Scholl-Heim/Mehrgenerationenhaus
  • CITY – Das Best Unplugged, Samstag, 4. Mai, 20 Uhr, Kulturstätte Schwanenteich

Mühlhausen begrüßt den Frühling!

Wenn der Frühling von selbst nicht kommen mag, setzen wir eben die bunten Farbtupfer in der Stadt. Die Stadtverwaltung Mühlhausen hat diese Woche mit der Aufstellung neuer Pflanzgefäße im Stadtgebiet begonnen. Am Steinweg, Kornmarkt sowie am Untermarkt sorgen sie für farbenfrohe Akzente.

Kino-Freikarten für Kinderheime

Am 8. März startete die Schauspielertour zum neuen Kinofilm „Rubinrot“ im Mühlhäuser Central Filmpalast. Die Kulisse für einige der Filmszenen war das historische Rathaus unserer Stadt und nachdem der Tourstart so erfolgreich war, stellte der Geschäftsführer des Central Filmpalast der Stadt Mühlhausen 12 Kino-Freikarten zur Verfügung.

Diese Freikarten wurden nun an zwei Kinderheime des Priorates für Kultur und Soziales übergeben. Der Leiter des Heims am Stadtwald, Herr Wille, und die Leiterin des Heims in Reiser, Frau Weber, nahmen die Karten gern in Empfang. Je sechs Kino-Freikarten sollen besonders fleißigen Schülern, die auch über das kommende Osterfest nicht nach Hause fahren, die Feiertage und auch die Ferien etwas versüßen.
Dabei haben die Kinder freie Filmauswahl unter allen angebotenen 2D-Filmen.

Die Stadt Mühlhausen wünscht viel Spaß beim Kinobesuch!

Silke Hüge von der Stadtverwaltung Mühlhausen übergibt die Kino-Freikarten an Herrn Wille, Leiter des Kinderheims am Stadtwald, und an Frau Weber, Leiterin des Kinderheims in Reiser.

Stadt dankt Spendern für digitale Archivierung wertvoller Geschoßregister

Stadtarchivar Dr. Helge Wittmann konnte sieben Steuerberater/innen danken, die der Stadt Mühlhausen die Sicherungsverfilmung und Digitalisierung des wichtigen Bestandes der Geschoßregister ermöglicht haben. Die etwa 30 Bände reichen zurück bis Anfang des 15. Jahrhunderts und geben als historische Steuerunterlagen Aufschluss über die Personen- und Sozialgeschichte der Stadt. Archivar Dr. Wittmann bedankte sich herzlich bei den Unterstützern für die Mittel in Höhe von 1300 Euro und den wichtigen Beitrag zum Kulturgutschutz:


  • Steuerberaterin Birgit Koch, Thomas-Müntzer-Straße, 799974 Mühlhausen 
  • Stephan Arand, Felchtaer Landstraße 97, 99974 Mühlhausen
  • LBH Steuerberatungsgesellschaft, Herrn Steuerberater Benno Gabel, Breitenhölzer Straße 27, 37327 Leinefelde-Worbis
  • Frau Heike Dockhorn, Egelseeweg 12, 99974 Mühlhausen
  • Steuerbüro Petra Ahner, Böhntalsweg 10, 99974 Mühlhausen
  • Steuerbüro Klaus-Peter Weidt, Steinweg 73 – 74, 99974 Mühlhausen
  • WGKK Steuerberatungsgesellschaft, Steuerberater Dipl.-Ing. agr. Frank Klingebiel, Hauptmannstraße 1 a, 99974 Mühlhausen
Die Geschoßbücher des Reichsstädtischen Archivs sind eine wichtige Quelle zum Finanzverkehr und zur Personen- und Sozialgeschichte der Stadt. Die Digitalisierung und Sicherungsverfilmung soll diesen historischen Schatz auch für künftige Generationen bewahren.

Ein Hauch von Hollywood in Mühlhausen

Zum Auftakt der Schauspielertour des neuen Kinofilms „Rubinrot“ durch 22 Städte hat Mühlhausen am 8. März 2013 den roten Teppich ausgerollt. Anfang 2012 war das hiesige Rathaus Drehort der Verfilmung von Kerstin Giers Bestseller-Roman. Die ehrwürdige Alte Kanzlei, die Große Ratsstube, das Reichsstädtische Archiv oder die Pförtnerloge sind Schauplatz der hollywoodreifen Szenen, die in London um das Jahr 1910 spielen.

Pünktlich 15.30 Uhr kam der „Rubinrot“-Tross vor dem Kino an. Vor den Toren der Stadt waren Schauspieler und Regisseure von Silke Hüge vom Fachdienst Kultur/Veranstaltungsmanagement abgeholt worden.
Begrüßt wurden das Thüringer Nachwuchstalent Maria Ehrich und Jannis Niewöhner von Mühlhausens Bürgermeisterin Beate Sill.
Bei einer kleinen Pressekonferenz standen Schauspieler, Regisseure und Produzenten Rede und Antwort. Für die Moderation war MDR Jump Moderatorin Bernadette Hirschfelder nach ihrer Vormittagssendung eigens nach Mühlhausen gekommen.
Das Beste an Mühlhausen war laut Regisseur und Produzent Felix Fuchssteiner der filmisch unverbrauchte Charme der Stadt – und dass Bürger und Verwaltung die Dreharbeiten so sehr unterstützt haben. Bürgermeisterin Beate Sill ermunterte die Film-Mannschaft, auch für die weiteren Folgen der Trilogie („Safirblau“ und „Smaragdgrün“) wieder nach Mühlhausen zu kommen.
Nach einem kurzen Blick in den vollen Kinosaal ging es zu einem kleinen Spaziergang durch die Stadt.
Diana Floetenmeyer führte die Besucher über den Steinweg in Richtung 3K. Während dessen begann im Kino die Vorpremiere des Films.
In der Theaterwerkstatt 3K wurde der Rubinrot-Besuch von Oberbürgermeister Johannes Bruns begrüßt. Gemeinsam mit dem Schauspiel-Nachwuchs der Stadt kam man ins Gespräch über Film, Schauspielerei und Theater. Regisseur Felix Fuchssteiner macht deutlich: Keine Rolle ist zu klein für den Beginn einer Karriere. Er hatte einst als Blume im Stück Peter Pan begonnen.
Kurz entschlossen und animiert vom besonderen Ambiente der Kilianikirche, zog die Film-Crew mit Oberbürgermeister Bruns noch einmal in die Stadt. Dabei wurden etwaige Kulissen für künftige Dreharbeiten unter die Lupe genommen.
Besonders die Marienkirche hatte es den Regisseuren und Produzenten angetan. Hier ging es hinauf bis in den Turm, jedenfalls für alle, die schwindelfrei waren.
Nach dem Film suchten die Macher und Schauspieler von „Rubinrot“ dann das Gespräch mit dem Mühlhäuser Vorpremierenpublikum. Moderiert von Markus Edom (Fachbereichsleiter Bürgerdienste, Kultur und Soziales) kam die Diskussion im Kinosaal zu einem einhelligen Urteil – Super! Und das Beste: Die in Mühlhausen gedrehten Szenen machten immerhin etwa 10 Minuten des Films aus und das Rathaus war sehr gut zu erkennen.
Seitens der Stadt gab es dann noch eine kleine Aufmerksamkeit. Überreicht wurden die Präsente von Aaron (11) und Emma (16). Bei den Dreharbeiten im Februar 2012 waren die beiden als Statisten auf dem Rathaushof gefragt. Dort wurde eine Szene gedreht, die im Film auf einer Londoner Straße spielt. Am Ende waren Aaron und Emma, wenn auch leider etwas verschwommen im Hintergrund, tatsächlich kurz zu sehen.
Schließlich gab es vor dem Kinosaal noch einige Autogramme von Maria Ehrich und Jannis Niewöhner. Unterschrieben wurde auf allem, was die Stifte zu fassen bekamen: Büchern, Autogrammkarten, Kinokarten und sogar auf einem Unterarm.

Rege Diskussion in der Volkssolidarität: 80 Bürgerinnen und Bürger suchten das Gespräch mit OB Johannes Bruns

Über 80 Bürgerinnen und Bürger nutzen die Gelegenheit, als es am 26. Februar 2013 in der Volkssolidarität hieß: "Auf eine Tasse Kaffee mit OB Bruns". Es war ein kurzweiliger und interessanter Nachmittag mit reichlich Diskussionsstoff: Stadtmarketing und Tourismus, grünes Mühlhausen, Schwanenteich, Kreisreform, verzwickte Haushaltslage – so ziemlich alle Themen kamen auf den Tisch, die die Stadt gegenwärtig bewegen.

Moderiert von Gabriele Kopf kreisten die Gespräche in der Begegnungsstätte der Volkssolidarität am Steinweg jedoch vor allem um das Thema Brennverbot. Kontrovers, fair und mit Sachverstand wurde debattiert.

Besonders freute sich Oberbürgermeister Johannes Bruns über das einhellige Lob für das neue Bürgerbüro in der Brotlaube (Obermarkt 21). „Ich habe null gewartet. Prima“, so eine Reaktion aus dem Publikum.

Mit jährlich acht Veranstaltungen soll die Gesprächsreihe allen Mühlhäusern die Chance geben, regelmäßig Ideen oder auch Sorgen direkt mit Johannes Bruns zu diskutieren. An wechselnden Orten des öffentlichen Lebens sollen die vielen Kontakte zwischen Bürgern und Oberbürgermeister so ein dauerhaftes Forum bekommen.

Am 26. Februar 2013 hieß es in der Volkssolidarität: "Auf eine Tasse Kaffee mit OB Bruns". Die Begegnungsstätte war bestens gefüllt und Gabriele Kopf konnte eine lebendige Diskussion moderieren.

Das neue Bürgerbüro der Stadt Mühlhausen ist eröffnet: Die Leistungen der Stadtverwaltung gibt es in der "Brotlaube" (Obermarkt 21) jetzt aus einer Hand

Ab sofort müssen die Bürger mit ihren Anliegen nicht mehr in unterschiedliche Ämter und zu unterschiedlichen Adressen. Fast alles, was bei der Stadtverwaltung beantragt werden kann, gibt es jetzt zentral im Bürgerbüro – insgesamt umfasst der Leistungskatalog momentan 30 Punkte (z.B. Kita-Karte, Anwohnerparkausweise, Amtliche Beglaubigungen, Personalausweise, Reisepässe, Aufenthalts- und Meldebescheinigungen und so weiter).

Über den Link unten oder über das Bürgertelefon (452-115) können auch Termine vereinbart werden. Das sollte unnötige Wartezeiten weiter reduzieren. (8. Februar 2013)

direkt einen Termin vereinbaren

Erster Kunde im Bürgerbüro war Gerhard Hesse. Theresa Klamann konnte ihm gleich ein kleines Zettelchen mit der Nummer 1 ausdrucken - schon ging es zu den Serviceplätzen und Herr Hesse konnte wegen seines Personalausweises vorsprechen.
Im Wartebereich können die Bürger auf einem Bildschirm sehen, wann sie mit ihrer Nummer an der Reihe sind und an welchem Serviceplatz ihnen geholfen wird. Hier im Eingangsbereich erfolgt die Anmeldung. Auch können notwendige Formulare schon ausgefüllt werden. Anne-Kristin Bischoff (rechts) hilft dabei gern.
Ein paar Schritte durch den Flur - und schon helfen die Sachbearbeiter. Im Vordergrund hat Babett Grasse gerade die "Nummer 8" auf ihrem Bildschirm, sie sieht auch, was das Anliegen des nächsten Bürgers ist. Links ist Birgit Herz schon im Gespräch und im Hintergrund bereitet sich Annett Möske auf den kommenden Termin vor.
Wenn alles erledigt ist, können angefallene Gebühren und Entgelte gleich im Bürgerbüro an der Kasse beglichen werden. Auch mit EC-Karte kann hier gezahlt werden.

Trommlerzug Molhusia e. V. und Pipes & Drums Orchestra Unstruttal 2010 e.V. haben Mühlhausen beim Rosenmontagsumzug in Münster vertreten

Pünktlich 05:30 Uhr starteten 35 Mitglieder der Vereine Trommlerzug Molhusia e. V. und Pipes & Drums Orchestra Unstruttal 2010 e.V. in Mühlhausen und begaben sich auf die Reise in unsere Partnerstadt Münster. Wie nun mehr seit 22 Jahren nahm uns der Ehrenbürger der Stadt Mühlhausen, Klaus Meyer, in Empfang und stimmte uns auf den Rosenmontagsumzug in Münster ein.

Mit der Startnummer 2 eröffneten wir 12:11 Uhr den Umzug und die Themenwagen der Karnevalgesellschaft „Die Schlossgeister“ folgten unmittelbar nach uns. In der Geschichte des Rosenmontagsumzuges in Münster war diese Abfolge der Bilder selten. 

Die Narren, Jecken und Zuschauer am Rand der Umzugsstrecke zollten der ungewöhnlichen Kombination aus einem Trommlerzug und einer Pipeband aus Mühlhausen den Respekt und die Anerkennung für die gezeigten Leistungen, dennoch war es grenzwertig kalt.

Nach ca. drei Stunden wurde der Endpunkt des Umzuges erreicht und die meisten waren ziemlich geschafft.

Im Vereinslokal der KG Schlossgeister konnten wir uns dann ein wenig erholen und den Nachweis führen, dass das gemeinsame Musizieren von Trommlerzug und Pipeband keine Utopie ist. Die Zeit verging wie im Fluge und wir wären sicher auch noch ein Weilchen geblieben, aber die Rückreise musste ja irgendwann angetreten werden.

Mit der Firma Beutel und unserem Busfahrer Holger hatten wir Partner, die für den Transport zuständig waren und uns sicher von Mühlhausen nach Münster und zurück in angemessener Zeit brachten.

So war der Rosenmontagsumzug in Münster zwar anstrengend, aber dennoch wieder ein Erlebnis.

 

Patrick Scholz                                    Wolfgang Jäntsch

Trommlerzug „Molhusia“ e.V,           Pipes & Drums Orchestra Unstruttal 2010 e.V.

3b der Margaretenschule zu Gast im Rathaus: Auf dem Stundenplan stand Heimat- und Sachkundeunterricht

Die vergangene Stunde des Heimat- und Sachkundeunterrichts war für die Klasse 3b der Mühlhäuser Margaretenschule sicher ein besonderes Erlebnis. Am Donnerstag waren Alexander, Kilian, Lucas, Tristan, Jennifer, Alexia, Jason, Alexander, Cassy, Michele, Dustin, Luca, Fabian, Jaqueline, Anna, Zaina, Chantal und Vanessa nämlich mit ihrer Klassenlehrerin Sigrid Wilke zu Besuch im Rathaus. Erst wurde mit Bürgermeisterin Beate Sill und Oberbürgermeister Johannes Bruns und über Politik diskutiert – der Zustand der Spielplätze war für die Kleinen dabei von ganz besonderer Wichtigkeit. Dann gab es eine kleine Stärkung und schließlich noch einen Ausflug in die Geschichte des Rathauses. Interessiert waren die Schüler vor allem an den alten Gefängnisräumen im Ritterkeller, wie Martin Sünder vom Stadtarchiv zu berichten wusste. (7.2.2013)

Martin Sünder vom Stadtarchiv machten mit den Schülern einen Ausflug ins historische Rathaus.

13. Bildungsmesse des Unstrut-Hainich-Kreises lockt am 2. März mit Informationen rund um den Berufseinstieg

Am Samstag, 2. März 2013, lockt die 13. Bildungsmesse des Unstrut-Hainich-Kreises. Alle, die sich über den Berufseinstieg und über verschiedene Berufszweige informieren wollen, sind dann in der Drei-Felder-Sporthalle der Beruflichen Schulen des Unstrut-Hainich-Kreises richtig.

In der Zeit von 10 bis 15 Uhr präsentieren sich etwa 80 Aussteller. Neben Unternehmen der regionalen Wirtschaft und Verwaltung konnten auch Dienstleister und weiterführende Schulen (Universitäten, Fachhochschulen und Berufsakademien) gewonnen werden, die ihre Ausbildungs-, Praktika- und Studienangebote vorstellen. 

Schülern der Abgangsklassen kann diese Veranstaltung als Bewerbungsplattform dienen und den Jüngeren dabei helfen, geeignete Praktikumsplätze für das aktuelle Schuljahr zu finden. Neben Schülern und Eltern können sich hier auch Lehrer und Unternehmer darüber informieren, wie der Übergang von der Schule in den Beruf am besten gelingt und welche Orientierungshilfen es gibt.

Weiterhin lädt im Audimax der Beruflichen Schulen die Fachschule für Technik zwischen 10 und 14 Uhr zum Tag der offenen Tür. Lehrkräfte und Studenten der Fachschule können sich vor Ort über die Aufstiegsqualifizierung von Facharbeitern der Branchen Maschinen-, Elektro- und Kfz–Technik sowie Mechatronik zu „Staatlich geprüften Technikern/innen“ informieren. (7. Februar 2013)

Eindrücke von der Bildungsmesse im vergangenen Jahr.

Caritas-Sozialkaufhaus „inpetto“ sucht Verstärkung: Wer hat Interesse, im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes zu helfen?

Das Caritas-Sozialkaufhaus „inpetto“, gehört inzwischen wie selbstverständlich zu den Einkaufsangeboten der Stadt. Seit Ende August 2011 befindet es sich in der Johannisstraße 11, vielen Mühlhäusern noch besser bekannt unter der Ortsangabe „Alte Reithalle“ am Blobach.

Hier hat Mathias Räuber sein Büro. „Ohne die zahlreichen Bürger, die uns gute, gebrauchsfähige Dinge aus zweiter Hand kostenlos zur Verfügung stellen, könnte ein solches Kaufhaus gar nicht existieren“, dankt er den Mühlhäusern.

Das „inpetto“ Mühlhausen braucht nun Hilfe und sucht ab sofort einen männlichen Mitarbeiter im Bundesfreiwilligendienst. Er soll großer Gegenstände wie etwa. Möbel, Fernseher oder Kühlschränke transporten und braucht darum auch eine Fahrerlaubnis. Interessenten können sich direkt in der Johannisstraße 11 melden oder telefonisch unter 03601/79 8637. (7. Februar 2013)

Guten Tag Tourcoing. Bonjour Mühlhausen: Eine Städtepartnerschaft voller Leben

Pünktlich zum 50. Jahrestag der Unterzeichnung des Elyseé-Vertrages startete eine Schülergruppe aus Mühlhausen zu einem Besuch in die französischen Partnerstadt Tourcoing. Zur Verabschiedung am 22. Januar gab es einen kleinen Empfang im Rathaus.

Im Jubiläumsjahr des deutsch-französischen Freundschaftsvertrages erneuert auch Mühlhausen seine guten Beziehungen nach Frankreich. Im Rathaus wurden jüngst 13 Schüler des Tilesius-Gymnasiums verabschiedet, die mit ihrem Französischlehrer Hans Leibohm anschließend nach Tourcoing aufgebrochen sind.

Oberbürgermeister Johannes Bruns hat die Schüler Karolin Schulz, Theresa Herzberg, Friderike Hammer, Larissa Kretschmer, Carsten Wincierz, Norman Weitemeier, Lisa-Marie Kriegel, Laura Witzel, Diana Falk, Nele Nickel, Lusia Reichenbach, Wiebke Wittich und Swantje Kupfer ermutigt, als Botschafter Mühlhausens die Freundschaft mit Tourcoing weiter mit Leben zu füllen. Der Gegenbesuch von Jugendlichen aus Tourcoing ist im März vorgesehen.

Seit Mai 1993 verbindet Tourcoing und Mühlhausen eine Städtepartnerschaft. Die guten Beziehungen zwischen Thüringen und der Normandie bestehen jedoch schon sehr viel länger. Bereits 1961 haben beide Städte einen Freundschaftsvertrag geschlossen. (23. Januar 2013)

OB Johannes Bruns diskutierte mit den Schülern über die Bedeutung der deutsch-französischen Freundschaft für die europäische Zukunft.

Eine neue Tradition: Besonderen Jubilaren Mühlhausens gatuliert die Stadt in einer gemütlichen Feierstunde

Anfang Januar gab es zum ersten Mal eine offizielle Feierstunde für besondere Jubilare Mühlhausens. Oberbürgermeister Johannes Bruns hatte Paare geladen, die gerade goldene und diamantene Hochzeit gefeiert haben – und auch Geburtstagskinder, die bereits auf 90 Lebensjahre zurückblicken.

Ein Großteil der Jubilare nutzte diese Gelegenheit, um im Café Schwan in der Kulturstätte am Schwanenteich den grauen Januarnachmittag gemütlich bei Kerzenlicht, Kaffee und Kuchen zu verbringen - und natürlich bei kurzweiligen Gesprächen und mancher Anekdote. Das war für Johannes Bruns auch ein Hauptgrund, von einzelnen Gratulationen zu einer kleinen Feierstunde überzugehen: „Mir war wichtig, auch miteinander ins Gespräch zu kommen. Die ungezwungene Plauderei bei einer guten Tasse Kaffee hat den Gästen sichtlich Freude bereitet, genauso wie mir", so der Oberbürgermeister.

Eingeladen waren die Jubilare aus dem Zeitraum Mitte November bis Ende Dezember 2012. Mitte November war nämlich die neue Ehrenordnung der Stadt in Kraft getreten, mit der auch die Feierstunde ins Leben gerufen wurde. Die nächste Veranstaltung ist für den 9. April geplant – dann werden die Hochzeitsjubiläen und 90. Geburtstage der Monate Januar bis März gefeiert. Wer eiserne Hochzeit, Gnadenhochzeit, den 95. Oder 100. Geburtstag feiert, dem gratuliert die Stadt auf Wunsch auch weiterhin in den eigenen vier Wänden.

Bei einer guten Tasse Kaffee und netter Plauderei wurde der graue Januartag in der Kulturstätte am Schwanenteich schnell zum Erlebnis.

Mühlhäuser Kirmesbilderarchiv im Internet

Es war schon eine sehr aufwendige Arbeit, so Glenn Meyer vom Traditionsverein Mühlhäuser Heimatfeste, die über 3000 Negative im ersten Karton des Mühlhäuser Fotografen Wolfgang Pilz einzuscannen. Das war vor 2 Jahren. Heute, Ende 2012, ist der nächste Karton fast erledigt.

Im Moment sind die 80er Jahre in Arbeit. Und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Bilder vom Kirmesumzug, der Musikschau und dem Treiben auf dem Blobach und in den Kirmesgemeinden sind nun über das Internet für alle zugänglich. Einfach besuchen und sich durch die Bilder auf der Internetseite klicken. Mittlerweile sind es über 5445 Bilder auf der Webseite und es werden wöchentlich mehr. Der historische Ausflug beginnt im Jahr 1959.

zum Kirmesbildarchiv

Die Kirmes hat in Mühlhausen ein lange Tradition - und sie ist die größte Stadtkirmes in ganz Deutschland.
Eine Aufnahme vom Kirmesumzug 1970.

Kontakt

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Referat: Büro des Oberbürgermeisters