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Gedenken im Ökumenischen Hainich Klinikum Pfafferode

Gedenkstein für Opfer des Nationalsozialismus 'T4-Aktion'

Dieser Gedenkstein wurde errichtet, um den Patientinnen und Patienten zu gedenken, die in der damaligen Landesheil- und Pflegeanstalt in Pfafferode Opfer des Nationalsozialismus wurden. 

In einer Feierstunde wurde der Gedenkstein am 07.10.2000 zunächst im Foyer des Verwaltungsgebäudes des damaligen Landesfachkrankenhauses für Psychiatrie und Neurologie durch den damaligen Ärztlichen Direktor Prof. Dr. med. Lothar Adler und in Anwesenheit des damaligen Oberbürgermeisters Hans-Dieter Dörbaum, des Landrats Harald Zanker sowie von Mitarbeitenden und Gästen eingeweiht.

Später wurde der Kubus in den Eingangsbereich des Neurologisch-Psychiatrischen Zentrums umgesetzt.

Erinnerungskultur

Zur mehr als 100-jährigen Geschichte des ÖHK gehören auch die Geschehnisse aus der Zeit des Nationalsozialismus, in der Menschen mit körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigungen keinen Platz hatten. Das ÖHK hatte dieses dunkle Kapitel zum 100-jährigen Bestehen des Klinikums in einem Buch aufgearbeitet. Um die Geschehnisse für künftige Generationen im Bewusstsein zu halten, wurde durch Beauftragung eines Historikers (Dr. Steffen Kublik) die Geschichte recherchiert und von Lothar Adler, Kathleen Dützmann, Elisabeth Goett, das Buch „100 Jahre Pfafferode 1912-2012. Von der Preußischen Landesheil- und Pflegeanstalt bis zum Ökumenischen Hainich Klinikum gGmbH“ veröffentlicht.

Neben den auf dem Gelände verlegten Stolpersteinen befindet sich im Park des ÖHK ein Denkmal zur Erinnerung an die Opfer, gestaltet von Künstlerin Annett Ternes. Das Denkmal wurde im Rahmen der Ethikwoche zum Thema „Verantwortungsvolles Erinnern“ im Juli 2021 eingeweiht.

 

UNSEREN PATIENTEN, DIE OPFER DES NATIONALSOZIALIMUS WURDEN.
1939 - 1945

Denkmal für Euthanasie-Opfer auf dem Gelände des Ökumenischen Hainich Klinikums

Übersichtskarte Stolpersteine & Erinnerungsorte