


Gutshaus Hohenlohe
1795 wurde der Bau des Gutes durch den Postmeister und Semner Ludwig Gottfried Arends aus Mühlhausen veranlasst. Er wohnte mit seiner Familie – 4 Söhne und 6 Töchter – einige Jahre im Ort. Das Verhältnis zu den Höngedaer Einwohnern war von Anfang an sehr angespannt, da es zu Unstimmigkeiten über die Nutzung der zum Gut gehörenden Ländereien kam. So weigerten sich die Höngedaer Bauern, das Gutsland zu bearbeiten und verweigerten sogar die Auskunft zur Lage der Äcker, damit ja kein Fremder die Ländereien bearbeiten konnte. Die Streitereien jedoch endeten erst durch den Verkauf beziehungsweise die Verpachtung des Gutes im Jahr 1864. Arends war da schon längst nach Mühlhausen und später nach Pommern gezogen. 1845 brach auf dem Gute ein großer Brand aus – sämtliche Stallungen brannten nieder. Pächter Hennecke vermutete Brandstiftung. Am 20. September 1864 wurde in hiesiger Gemeindeschenke der Kaufvertrag zwischen dem Fürsten Clodewig Viktor Carl zu Hohenlohe – daher der heutige Name – und 52 Gemeindemitgliedern ein Pachtvertrag auf 18 Jahre abgeschlossen. Zur Geschichte des Gutes gehört auch, dass am 21. Juni 1858 eine „Kleinkinderbewahranstalt“ mit einer kirchlichen Feier eröffnet und die Erzieherin, Frau Marie Burghardt, in ihr Amt eingeführt wurde. Später ist das Gut mit den Wirtschaftsgebäuden vom Zimmerermeister Hühn erworben worden, der den früheren Hofraum in einen Zimmererplatz umgewandelt hat. Die Nachkommen der Familie verkauften das Gut 2010 an die heutigen Besitzer.
Bilder zum Gutshaus Hohenlohe


Das Höngedaer Gut - Geschichtliches
1261 Verkauft Friedrich II von Treffurt an das Kloster Lippoldsberg ein kleines Bauerngut von Höngeda
1294 Verkauf des Mönchshofs in Höngeda
Um 1460 alter Herrensitz mit Kemmenate
1865:Verkauf der Parzellen des Klosterlandes an die Höngedaer Bewohner durch Hohenlohe Schillingsfürst
1795 Bau des Gutes durch den Postmeister und Semner Ludwig Gottfried Arends aus Mühlhausen. Er wohnte mit seiner Familie – 4 Söhne und 6 Töchter einige Jahre im Ort. Später zog er nach Mühlhausen und später nach Pommern.
1845 bricht auf dem Gute ein großer Brand aus – die Stallungen brannten nieder. Pächter Hennecke vermutete Brandstiftung. 10.06.1845, 8.00 Uhr öffentlicher Verkauf von Pferde, Kühe, Zuchtbulle, Rinder, Kälber, Schafe, Lämmer, Wagen, Pflüge, Eggen, Walzen, Kumete, Ketten, Geschirre, andere Ackergeräte, Stroh, Futterpflanzen Esparselle und Luzerne
1857 Zu Ostern wurde die Gutsscheuer, welche mit dem Wohngebäude einen rechten Winkel bildete, ihrer Baufälligkeit wegen von der Herrschaft veräußert, von der Gemeinde gekauft und abgetragen. Der Bauplatz wurde in Ackerland verwandelt. Bei dieser Gelegenheit wurde das sonst in der sogenannten Ecke offene Dorf geschlossen.
1858 Am Montag, den 21. Juni, morgens 7 Uhr, wurde im hiesigen Gutsgebäude die Kleinkinderbewahranstalt mit einer kirchlichen Feier eröffnet und die Lehrerin an derselben, Frau Marie Burghardt, feierlich in ihr Amt eingeführt.
1864 Das Gut, das bis Michaelis a.c. pachtweise in den Händen der Gemeinde war, wurde ihr vom Besitzer zum Kauf angetragen. Die Gemeinde ging darauf ein. Am 20. September wurde in hiesiger Gemeindeschenke der Kaufvertrag zwischen dem Fürsten Clodewig Viktor Carl z. Hohenlohe und 52 hiesigen Gemeindemitgliedern, eventuell ein Pachtvertrag auf 18 Jahre (Preis 2500 Th.) abgeschlossen. Kaufpreis 78000 Thaler.
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