Zum Inhalt springen

Gedenkstein an der Kirche

Dieser Grabstein an der Nordseite der Dorfkirche St. Cyriakus ist aus einem Block gefertigt und ehrt den verstorbenen Pfarrer Ernst Friedrich Uthe und seine Frau Maria Elisabeth Gräbener. Uthe übernahm im Jahr 1662 die Pfarrstelle in Höngeda. Der Stein weist im Sockelbereich die Jahreszahl 1694 aus und gibt damit auf das Aufstellungsdatum des Grabsteins an. Ganz oben bekrönt ein Auszug aus Psalm 27 den Stein. „Der Sohn Gottes hat mich geliebt und sich für mich hingegeben. Ich glaube, dass ich die Gnade des Herrn im Land der Lebenden sehen werde.“ Im Hauptteil zieren eine Kreuzigungsdarstellung, ein Engel und ein Kelch die Inschrift. Unter der Inschrift werden die Lebenden mit Kalender, Totenschädel und Sanduhr an ihre eigene Vergänglichkeit erinnert. „Nemo hic excepitur – Niemand ist hiervon ausgenommen“, steht dort geschrieben. Die Inschrift selbst nennt die Lebensdaten der hier Verstorbenen, Pfarrer Uthe, geboren am 24. Februar 1630 verstarb am 11. April 1694. Seine Ehefrau verstarb in ihrem 40. Lebensjahr 1690. Der Stein, so der letzte Satz „Hoc saxi posuit trina proles“, wurde von ihren drei Kindern aufgerichtet. Der Grabstein ist ein Denkmal barocker Erinnerungskultur und außerordentlich gut erhalten.

Bilder zum Gedenkstein an der Kirche

Gedenkstein Pfarrer Uthe

Der Dreißigjährige Krieg von 1618 bis 1648 war ein Konflikt um die Hegemonie im Heiligen Römischen Reich und in Europa, der als Religionskrieg begann und als Territorialkrieg endete. (Quelle:Wikipedia)

14 Jahre nach Beendigung dieses furchtbaren Krieges übernimmt Magister Ernst Friedrich Uthe 1662 das Amt des Dorfpfarrers. 1665 schlägt ein Blitz in den Kirchturm. Pfarrer Uthe schreibt: “Die hölzernen Schindeln fingen Feuer und flogen bis in den Pfarrgarten. Das Uhrseil schmolz unter der Hitze". Wie durch ein Wunder wird der Schnitzaltar, der seit 1582 in der Kirche steht, nicht beschädigt. Pfarrer Uthe übte das Amt bis zu seinem Tod im Jahr 1694 aus.

Seine 3 Kinder ließen den Gedenkstein für ihn und seine Frau fertigen und aufstellen.

Der Dreißigjährige Krieg von 1618 bis 1648 war ein Konflikt um die Hegemonie im Heiligen Römischen Reich und in Europa, der als Religionskrieg begann und als Territorialkrieg endete. (Quelle:Wikipedia)

14 Jahre nach Beendigung dieses furchtbaren Krieges übernimmt Magister Ernst Friedrich Uthe 1662 das Amt des Dorfpfarrers. 1665 schlägt ein Blitz in den Kirchturm. Pfarrer Uthe schreibt: “Die hölzernen Schindeln fingen Feuer und flogen bis in den Pfarrgarten. Das Uhrseil schmolz unter der Hitze". Wie durch ein Wunder wird der Schnitzaltar, der seit 1582 in der Kirche steht, nicht beschädigt. Pfarrer Uthe übte das Amt bis zu seinem Tod im Jahr 1694 aus.

Seine 3 Kinder ließen den Gedenkstein für ihn und seine Frau fertigen und aufstellen.

Die Inschrift des Gedenksteines ist in Latein verfasst. Es existieren einige Versuche diese Inschrift zu entziffern und zu übersetzen. Der Stein ist in drei Teile und den Sockel gegliedert.

Der Obere Bereich könnte lauten

FILIUS DIE
DILEXIT ME ET
TRADIDIT SEMETIP
SUM PRO ME ADGA II
CREDO VIDERE BONA
DOMINI IN TERRA
VIVENTIUM PS
XXVII

Es ist eventuell ein Psalm aus der Bibel.

Der mittlere Teil liefert die persönlichen Daten zur Geburt, Hochzeit und Todestag des Pfarrers Uthe und seiner Ehefrau Maria, sowie den Hinweis das seine Kinder diesen Gedenkstein errichten ließen.

CORPORIS EXUVIAE
REDEUNT IN VISCERA MATRIS
IN COELIS ANIMAS NUMINIS
AURA FOVET
VIRI REV. DIET DEVOTI D M

ERNEST FREDERIC UTHEN
PAST DE NATI A (I) I)( XCIV APRI
LIS XI PATREM REV. NACTI HOS
MARIAE ANNO XXX FEBR XXIV

NEC NON LECTISSIMAE CON JUGIS
MARIAE ELISABETAE GREABENER
CUI MUNDA DEDITA XL ATALEM
EMORTUA EM HÖNGEDA AXC
JUL VII QUORUM MEMORAE
UT JUSTA QUAE PIETAS JUBET

SOLVERET HOC SAXI PO

Im Unteren Teil sind drei Symbole zu sehen. Das Linke ist ein Ziffernblatt mit den kreisförmig angeordneten, römischen Ziffern 1 bis 12. Der Zeiger ist auf die römische 6 gerichtet. In der Mitte befindet sich ein Totenkopf mit der Schriftumrandung. Rechts ist eine Sanduhr dargestellt. Der Sockel trägt die Jahreszahl 1694 in arabischen Ziffern und darunter die Zeichen H C T.